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Stephan Kockmann

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Neue Matcha von TeeGschwendner im Test

Gleich fünf neue Matcha verschiedener Qualitäts- und Preisstufen präsentiert TeeGschwendner diesen Monat. Bisher bot das Unternehmen die Produkte des erfolgreichen und beliebten Herstellers aiya an. Die bisherige Zusammenarbeit endete, da aiya neue Vertriebswege für Europa beschreiten will. Das wird sicherlich einige TeeGschwendner-Stammkunden schmerzen, aber die neuen Matcha-Angebote sollen mindestens gleichwertigen Ersatz bieten.

Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner
Zwei der fünf neuen Matcha von TeeGschwendner im Test.

Also werfen wir heute gemeinsam einen Blick auf die neuen Produkte. Zu diesem Zweck stehen je ein Döschen Matcha Sei "Every Day Purity" (gehobene Alltags-Qualität) und Matcha Kei "Master's Purity" (Spitzen-Qualität der Zeremonienklasse) bereit. Doch zunächst möchte ich dir einen Überblick über das neue Matcha-Sortiment bei TeeGschwendner geben.

Die fünf neuen Matcha bei TeeGschwendner


In seiner Pressemeldung beschreibt das Unternehmen die neuen Matcha-Angebote wie folgt:

Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner
Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner
• Matcha Wa (Harmonie) „Beginner‘s Harmony“

Das Grundprinzip „Wa“ steht in der japanischen Teezeremonie für Harmonie. Und so ist auch bei diesem Tee alles im Gleichgewicht. Matcha Wa kommt aus der Präfektur Aichi in Zentral-Japan, wo ein mildes und ausgewogenes Klima für einen ausgeglichenen Wechsel der Jahreszeiten sorgt. Das spiegelt sich in einem runden und harmonischen Geschmack wieder, den besonders Matcha-Neulinge lieben werden. (Preis: 18,00 € / 30 g Dose)

• Matcha Sei (Reinheit) „Every Day Purity“

Fast die Hälfte des gesamten japanischen Tees stammt aus Shizuoka, dem mit Abstand bekanntesten und größten Teeanbaugebiet Japans. Dort wachsen am Fuße des heiligen Bergs Fuji die Teebüsche für TeeGschwendners aromatischen und intensiven Matcha Sei. Was des Einsteigers Auszeit im Alltag, ist des Kenners spirituelle Reinigung – Matcha Sei ist der tägliche Begleiter für beide(s). (Preis: 27,50 € / 30 g Dose)

• Matcha Jaku (Stille) „Ceremonial Spirit“

Auf der Insel Kyushu im tiefen Süden Japans leben die Teebauern mit dem Wissen für die Herstellung des Matcha Jaku. In der Präfektur Kagoshima wird seit vielen Jahren Bio-Anbau gefördert. Die Ergebnisse der großartigen Bemühungen finden sich in dieser vollmundigen Köstlichkeit wieder. Idealerweise pur getrunken, lässt er tief in die Seele japanischer Teekunst blicken und schenkt dem Feinschmecker zeremonielle Augenblicke genussvoller Kontemplation. (Preis: 37,50 € / 30 g Dose)

• Matcha Kei (Respekt) „Master’s Tribute“

Wahre Meister in der Teeherstellung sind rar und noch seltener sind sie im Bioanbau zu finden. Doch das über Generationen vererbte Wissen und die reichhaltigen vulkanischen Böden Kagoshimas ermöglichen es, eine Matcha-Spezialität von einzigartiger Güte hervorzubringen. Dieser exklusiv für TeeGschwendner hergestellte Matcha Kei steht für das Beste, was die japanische Teekunst zu bieten hat: Intensität, Lieblichkeit und „Umami“. Ein Meisterwerk, das höchsten Respekt verdient! (Preis: 46,00 € / 30 g Dose)

• Matcha Culinary

Auch in der Küche hat sich Matcha zu einem wahren Trendprodukt entwickelt. Das intensiv grün schimmernde Pulver bringt hier nicht nur Farbe ins Spiel sondern auch einen cremig-samtigen und erfrischend herb-lieblichen Charakter in viele Kreationen. Eiscreme, Shakes, Smoothies, süßes Backwerk oder auch herzhafte Gerichte werden durch Matcha optisch wie geschmacklich zu etwas ganz Besonderem. Matcha Culinary ist die ausgewogene Mischung von Tees aus den Präfekturen Kagoshima, Miyazaki und Shizuoka – ein Cuvée für hohe Ansprüche, auch wenn es um den puren Genuss geht. Verpackt in einem praktischen, wiederverschließbaren 100-Gramm-Aromaschutzbeutel ist Matcha Culinary auch eine vorteilhafte Alternative für Vieltrinker (Preis: 27,30 € / 100 g Beutel)

Auf einem kleinen Flyer zum Thema Matcha gibt TeeGschwendner seinen Kunden eine Orientierung, die den "Umstieg" auf die neuen Sorten erleichtern soll. Neben einer kurzen Übersicht der vier Trinkqualitäten auf der einen Seite, wird auf der Rückseite eine Empfehlung ausgesprochen, welche neuen Tees die bisher angebotenen ersetzten können:

Die bisherigen einfachen Kochqualitäten (Cooking Tsuki/Fuku, 726 Matcha) ersetzt der neue Matcha Culinary. Den Beginner's Izumi ersetzt der neue Matcha Wa, der Ceremonial Hikari wird ersetzt durch den neuen Matcha Sei. Die bisherigen Angebote "Matcha 728" und Premium Horai werden abgelöst durch den neuen Matcha Jaku. Und der bisherige Super Premium Ten, die höchste Qualitätsstufe, findet seinen Nachfolger im neuen Matcha Kei.

Zwei ausgewählte Matcha im Kurztest: Sei und Kei


Heute stehen die Sorten Matcha Sei (No. 707) und Matcha Kei (No. 709) vor mir und warten darauf, verkostet zu werden. Beide Tees sind in der typischen Metalldose mit Schraubdeckel abgepackt. Unter dem Schraubdeckel ist die Aromaversiegelung, die mit einem Ring-Pull-Verschluss entfernt wird. Beim Öffnen solltest du behutsam vorgehen, denn das feine Grünteepulver steigt gleich beim Öffnen wie feiner Nebel auf.

Später lassen sich die Dosen wieder weitestgehend aromadicht verschließen, da im Deckel eine Gummierung angebracht ist. Nach dem Öffnen solltest du die Dosen im Kühlschrank aufbewahren und mit dem Genuss nicht zu allzu lange warten. Da der Tee sehr fein vermahlen ist, kann er durch den Kontakt mit Sauerstoff nach dem Öffnen schnell an Aroma verlieren.


 Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner


Meinen Geschmackstest kann ich dank eines leichten Schnupfens nur mit Einschränkungen vornehmen. Doch selbst mit einer Schnupfennase kündigen beide Matcha ihr volles Aroma schon durch den herrlichen Duft beim Öfffnen der Dosen an.

Matcha Sei (Reinheit) „Every Day Purity“

Das Teepulver leuchtet mir in einem herrlich satten Grün entgegen. Etwas von dem Pulver ist beim Öffnen auf meine Hände geraten und ich nutze das zu einem ersten Geschmackstest. Das pure Pulver schmeckt mild, ist ohne erkennbare Bitterkeit, sehr angenehm. Ich bin gespannt, wie sich der Kei präsentieren wird, wenn ich seine Dose öffne.

Matcha Sei von TeeGschwendner
Der Matcha Sei von TeeGschwendner

Matcha Kei (Respekt) „Master’s Tribute“

Beim Öffnen der Dose sehe ich ein noch satteres, intensiveres Grün als schon beim Sei. Im Vergleich hat der Sei einen ganz leichten Gelbstich in seinem Grün. Das fällt allerding nur im direkten Vergleich auf. Auch hier ist etwas von dem Teepulver auf meine Finger geraten, so dass ich auch hier direkt einen ersten Geschmackstest vornehme. Wie schon das intensivere Grün vermuten ließ, empfinde ich den Geschmack als tiefer, runder und glaube, einen Hauch mehr Herbe zu schmecken. Aber wie gesagt, mit einer Schnupfennase ist das nicht ganz so einfach.

Matcha Kei von TeeGschwendner
Matcha Kei von TeeGschwendner

Die Matcha im Vergleich - Zubereitung und Verkostung


Nachdem ich das Teepulver mit dem Bambuslöffel in die Tassen gegeben habe, ist auf dem weißen Porzellan der Unterschied zwischen den beiden Matcha-Qualitäten erkennbar. Der Kei hat ein intensiveres Grün, der Sei einen leichten Gelbstich. Auch scheint mir der Kei noch feiner vermahlen zu sein.

Matcha Sei von TeeGschwendner
Matcha Sei von TeeGschwendner

Matcha Kei von TeeGschwendner
Matcha Kei von TeeGschwendner

Den Bambusbesen, mit dem der Matcha gleich aufgeschlagen wird, stelle ich mit seinen "Borsten" in ein Gefäß mit Wasser. Lässt man den Bambusbesen etwas im Wasser stehen, quellen die feinen Borsten auf, werden weicher und brechen nicht so leicht.

Im nächsten Schritt gebe ich zunächst ein wenig kaltes Wasser auf den Matcha und verrühre das Teepulver mit dem Bambusbesen zu einem feinen Brei. So lässt sich Klümpchenbildung verhindern, wenn man den Tee nicht durch ein feines Sieb in die Tassen gibt. Anschließend kommt das passend temperierte heiße Teewasser auf diesen "Tee-Brei", der dann mit dem Bambusbesen schaumig geschlagen wird. Hier das Ergebnis:

Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner in der Tasse
Matcha Sei und Kei von TeeGschwendner zubereitet in der Tasse.

Beide Matcha lassen sich gut aufschlagen. Bei beiden entsteht ein schöner, feinporiger, fester Schaum, der auch nach einigen Minuten noch als Crema auf dem Tee verbleibt. Der Kei lässt sich noch etwas feinporiger aufschlagen und zeigt in der Tasse unter dem Schaum wieder sein dunkleres Grün.

Geschmacklich scheint mir der Kei etwas voller, nuancenreicher und intensiver, soweit mein Geschmackssinn mich das heute erkennen lässt. Ich meine, etwas mehr Herbe zu schmecken, die aber sehr angenehm ist. Laut Zubereitungsempfehlung wird der Matcha Kei mit etwas weniger Wasser aufgeschlagen, ist also konzentrierter, wenn man sich an diese Empfehlung hält. Auch das führt zu einem intensiveren Geschmackserlebnis.

Mein Fazit


Beide verkosteten Tees sind von sehr guter Quallität und mehr als ein Ersatz der bisher angebotenen aiya-Matcha. Die Unterschiede zwischen dem Sei und Kei sind durchaus erkennbar, aber schon der Sei ist ein Matcha sehr guter Qualität und taugt als Sonn- und Feiertagstee. Wer sich puren Luxus gönnen möchte oder ein exquisites Geschenk sucht, wird sicherlich zum Kei greifen.

Bezugsquellen

Die neuen Matcha-Sorten sind ab sofort im Online-Shop und den Ladengeschäften von TeeGschwendner erhältlich.

Matcha-Angebote im Online-Shop von TeeGschwendner

Weitere Beiträge zum Thema Matcha findest du hier im Tee-Tagebuch.de.

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