Informationen für Genießer rund um den Tee

Neuigkeiten, Gedanken und Entdeckungen zum Thema Tee findest du hier im Tee-Tagebuch. Einen guten Tee in der Tasse, anregende Unterhaltung und viel Spaß bei der Lektüre wünscht dir
Stephan Kockmann

Bücher-Tipps für Teefreunde

Auf dieser Seite findest du alle Beiträge zu Tee-Büchern und Interviews mit Tee-Buch-Autorinnen und -Autoren, die bisher im Tee-Tagebuch.de veröffentlicht wurden. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ronnefeldt-Kippkanne im Test

Für die Teezubereitung gibt es unterschiedlichste Gerätschaften: Kannen und Becher aus Ton, Glas, Kunststoff, Metall oder Porzellan in verschiedensten Formen und Größen. Etliche davon habe ich ja bereits hier im Tee-Tagebuch getestet und vorgestellt.

Eine ganz besondere Teekanne möchte ich euch heute vorstellen: die Ronnefeldt-Kippkanne*. Was das Besondere an dieser Kanne ist, lässt sich schon auf diesem Bild erahnen - und nein, die Kanne ist nicht versehentlich umgekippt:

Ronnefeldt Kippkanne
Die Ronnefeldt-Kippkanne in liegender Position, Jubiläums-Tasse und Tee.

Aber zunächst ein paar Worte zum Anbieter dieser ungewöhnlichen Teekanne: Das Teehaus Ronnefeldt mit Sitz in Frankfurt am Main blickt auf 190 bewegte Jahre Firmengeschichte zurück. Produziert wird inzwischen nicht mehr in Frankfurt, sondern in Worpswede. Bekannt ist Ronnefeldt unter anderem als Tee-Lieferant für Top-Hotels und Restaurants in aller Welt. Ronnefeldt beliefert aber auch Tee-Fachgeschäfte, hat eigene Ladengeschäfte und einen Online-Shop für Privatkunden. Neben Tee gibt es dort auch Porzellan - unter anderem besagte Ronnefeldt-Kippkanne, die ich euch heute vorstellen möchte.

Was ist das Besondere an der Kippkanne von Ronnefeldt und wie funktioniert sie?


Die Kippkanne aus Porzellan kann in drei verschiedenen Positionen auf den Tisch gestellt werden. Alle drei Positionen werden gebraucht, um schließlich den Tee servierfertig in der Kanne zu haben. Dabei funktioniert die Teekanne sozusagen nach dem Zwei-Kannen-Prinzip (eine Kanne zum Aufbrühen, eine zum Servieren). Durch die originelle Konstruktion ist allerdings weder eine zweite Kanne noch ein separates Sieb notwendig. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr jetzt.

Schritt 1 - die liegende Kanne


Zunächst liegt die Kanne bequem auf dem Rücken, um mit Tee und anschließend heißem Wasser befüllt zu werden. Dann kommt der Deckel drauf und in dieser liegenden Position zieht der Tee die gewünschte Zeit:

Ronnefeldt Kippkanne
Schritt 1 - die liegende Kippkanne, der Tee zieht.

Das fest integrierte Porzellansieb im Inneren der Kippkanne sorgt dafür, dass zwei getrennte Kammern entstehen (sozusagen zwei Kannen und ein Sieb). In der auf dem folgenden Bild vorderen Kammer wird das Blattgut eingefüllt und anschließend mit heißem Wasser übergossen. Die Kanne fasst insgesamt 0,4 Liter:

Ronnefeldt KippkanneRonnefeldt Kippkanne

Schritt 2 - die gekippte Kanne


Sobald der Tee die gewünschte Ziehzeit erreicht hat, stellt man die Kanne langsam in die zweite, aufrecht-geneigte Position. Das sorgt dafür, dass das Wasser durch das Porzellansieb aus der (jetzt oberen) Kammer mit dem Blattgut komplett herausläuft und der Ziehvorgang so beendet wird:

Ronnefeldt Kippkanne
Schritt 2 - die gekippte Kanne, Ende des Ziehvorgangs.

Schritt 3 - die stehende Kanne


Zum Servieren wird die Kanne schließlich in die dritte, ganz aufrechte Position gebracht:

Ronnefeldt Kippkanne
Schritt 3 - die stehende Kippkanne, der Tee ist servierfertig.

Der Tee kann jetzt bequem ausgeschenkt werden und bleibt dank des dickwandigen Porzellans auch ohne Stövchen ausreichend lange heiß.

Die Handhabung und Reinigung


Die Öffnung zum Befüllen der Kanne mit Tee ist ausreichend groß. Trotzdem sollte man nicht zu schwungvoll vorgehen, sonst landet ein Teil der Blätter in der hinteren Kammer, von wo die kleinen Blätter nur schwer wieder herauszuholen sind. Das ist mir beim ersten Probelauf passiert, als ich eine kleine Bambus-Teeschaufel zum Befüllen verwendet habe.

Auch beim Aufgießen des Wassers kann es passieren, dass bei zu schnellem Befüllen die Teeblätter im Wasserwirbel über den Rand des Porzellansiebs schwappen. Das ist bei einer Teemenge von 0,4 Litern nicht allzu tragisch, allerdings landen diese Teeblätter dann mit dem letzten Ausschenken auch in der Tasse. Zudem muss man je nach Form des Wasserkochers schon etwas "zielen", um die Einfüll-Öffnung der Kanne zu treffen. So zumindest mein Gefühl - getroffen habe ich trotzdem. Aber es wirkt eben ein klein wenig eng.

Beim Einsetzen des Kannendeckels sollte man auf die Kennzeichnung am Deckel achten. Hier ist bewusst ein kleiner Pfeil und das Wort "UP" eingeprägt. Der Pfeil sollte in Griffrichtung zeigen, denn nur so sorgt die kleine, innenliegende Nase dafür, dass der Deckel auch beim Ausschenken fest in der Kanne sitzen bleibt. Der im Lieferumfang enthaltene zweite Deckel zeigt, dass das gerne mal schiefläuft und der Deckel zu Bruch geht, weil er beim Einschenken herausfällt. Leider ist das auf der Verpackung nicht nochmal explizit erwähnt. Aber Teetrinker sind ja intelligent ...

Das Aufrichten der Kanne sollte relativ langsam erfolgen, um zu vermeiden, dass die Teeblätter bei dieser Bewegung zusammen mit dem Teewasser über den Siebrand schwappen. Im Test gab es diesbezüglich aber keine Probleme.

Auch das Einschenken in die Tassen klappt problemlos und tropffrei. Der im Porzellansieb befindliche Tee bleibt beim Einschenken da, wo er hingehört. Insofern ist das Funktionsprinzip der Kanne durchaus gelungen. Wer absolut sicher sein will, dass kein Blattgut den Weg in die Tasse findet, sollte ggf. beim Eingießen ein Teesieb verwenden oder den Tee mit einem Kannenbeutel in die Teekanne geben. Das erleichtert dann auch die spätere Reinigung der Kanne.

Die Reinigung der Kanne ist bei Verwendung eines Kannenfilter völlig unproblematisch, bei losem Tee aber schon etwas fummelig. Zunächst kann man den Großteil des Blattguts aus der Kanne schütteln und klopfen, indem man sie kopfüber hält. Die dann noch vorhandenen Blattreste, auch die in den Sieblöchern steckenden, lassen sich entweder mit einem kleinen Löffel oder mit einer Spülbürste herausschrubben und dann mit Wasser herausspülen.

Mein Fazit


Die Ronnefeldt-Kippkanne ist ein Hingucker für jede Teetafel. Für Optik und Idee erhält die Kanne Bestnoten von mir. In der Handhabung ist sie nicht so unkompliziert, wie ich mir das wünschte. Aber bei feinblättrigem Blattgut ist hier ein Kannenfilter eine gute, pragmatische Lösung, die auch die spätere Reinigung vereinfacht. Bei großblättrigem Tee und Oolongs kann man getrost darauf verzichten.

Ronnefeldt-Teesorten aus meinem Testpaket


Zusammen mit der Kanne kam auch eine Auswahl der Tee-Kollektion "Ronnefeldt Tea Couture®"* in schönen Dosen aus Metall.

Ronnefeldt Teedosen Ronnefeldt Teedosen

Diese Teedosen haben zusätzlich zum äußeren Deckel noch einen stramm sitzenden Innendeckel mit "Griffknopf", unter dem dann der Tee in einer aromadicht versiegelten Tüte zum Vorschein kommt. Die Tees sind somit sehr gut vor Licht, Luft und Gerüchen geschützt und lassen sich in den Dosen prima aufbewahren:

Ronnefeldt Teedose
Aromadicht versiegelter Tee in Teedosen.


Die Qualität der Tees erscheint mir sehr gut. Hier beispielhaft der Taiwan Ti Dung Oolong und der Nepal Jun Chiyabari in Detailaufnahmen:

Ronnefeldt Oolong Tee Ronnefeldt Oolong Tee

Ronnefeldt Nepal Tee Ronnefeldt Nepal Tee

In meinem Paket waren außerdem ein Milky Oolong in Kannenbeutel-Portionen, Packungen mit Beuteltee (Kräuter- und Früchte-Tees, aromatisierter Morgentau-Grüntee) sowie die Jubiläums-Sammeltasse enthalten:

Ronnefeldt Jubiläums-Sammeltasse 2013
Ronnefeldt Jubiläums-Sammeltasse 2013

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist nicht der Standard-Lieferumfang, wenn man eine Ronnefeldt-Kippkanne bestellt, sondern muss extra geordert werden.

Probiert habe ich zunächst den Nepal Jun Chiyabari, der mit einer schönen Tassenfarbe und einem runden Geschmack durchaus überzeugte.

Bezugsquellen


Wer Lust auf die Tees und die Ronnefeldt-Kippkanne bekommen hat, kann sie entweder direkt in den Ronnefeldt-Läden erwerben oder hier online bestellen: Ronnefeldt-Online-Shop oder bei amazon

Teetasse nach dem Kippkannen-Prinzip


Es gibt übrigens auch eine Tasse, die nach dem Kippkannen-Prinzip funktioniert. Hier erfährst du mehr über die Magisso Kipptasse.

Keine Kommentare:

Die beliebtesten Beiträge aller Zeiten

Tee-Tagebuch-Themen

Tee (126) Teehändler (116) Meinung (105) Test (103) Entdeckungen (93) Shop (80) Tipps (77) Tee-Zubehör (68) Teeproben (66) Rezension (55) Teefreunde (53) Geschenke (52) Tee-Zubereitung (49) Bücher (46) Grüntee (34) Interview (34) Schwarztee (33) Teekenner (33) Fragebogen (32) Genuss (32) Geschirr (31) Teebereiter (28) China (25) Teekannen (24) Darjeeling (22) Geschichte (22) Ooolong (20) Gesundheit (17) unterwegs (17) Matcha (16) Teezeremonie (16) Ideen (15) Japan (13) Kräutertee (11) Kultur (10) Fun (9) Teewasser (9) Unterhaltung (9) Foto (8) Erfindungen (7) Afrika (6) Bild (6) Literatur (6) Pu Erh (6) Reinigung (6) Weißer Tee (6) bio (6) Autor (5) Fachwissen (5) Hausmittel (5) Meditation (5) Nachschlagewerk (5) Feiertage (4) Früchtetee (4) Gastbeitrag (4) Kaltaufguss (4) Wasserfilter (4) Wasserkocher (4) Wassertemperatur (4) Wissen (4) Anleitung (3) Assam (3) Büro (3) Camellia Sinensis (3) Flugtee (3) Freizeit (3) Gyokuro (3) Humor (3) Künstler (3) Philosophie (3) Zealong (3) Zitate (3) Advertorial (2) Blogger (2) Bühnenprogramm (2) CD (2) England (2) Gastronomie (2) Historisches (2) Ostfriesland (2) Schattentee (2) Teeblumen (2) Teeblüten (2) Teefigur (2) Teerosen (2) Temperatur (2) Verlosung (2) Aktion (1) App (1) Azoren (1) Beuteltee (1) Ceylon (1) Chai (1) Eistee (1) Festival (1) Frankreich (1) Gemüse (1) Gewürze (1) Gorreana (1) Gründer (1) Honeybush (1) Kirschblüten (1) Lexikon (1) Limonade (1) Magazin (1) Meer (1) Messe (1) Mizudashi (1) Neuseeland (1) Okinawa (1) Rooibos (1) Saft (1) Schottland (1) Spiele (1) Tee-Samen (1) Teemaschinen (1) Teemischungen (1) Teepflanze (1) Teeplantage (1) Teesalon (1) Umfrage (1) Urlaub (1) Zeitschrift (1) iPhone (1) vegan (1)