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Montag, 19. März 2012

Ein lachender Begleiter auf meiner Teereise

Smiling BuddhaHeute früh erreichte mich ein Päckchen, in dem mich eine, nein mehrere ganz besondere Überraschungen erwarteten: Wunderschöne Fotopostkarten zum Thema Tee und ein lachender Buddha, der ab sofort meinen Teetisch ziert.

Eine dieser schönen Tee-Postkarten ist auf dem unten folgenden Bild im Hintergrund zu sehen. Im Vordergrund sitzt bereits der fröhliche Buddha, der hervorragend zu meinem lächelnden chinesischen Teetisch und meinem Markenzeichen, dem Smiling Gaiwan*, passt.

Zu verdanken habe ich diese wundervolle Überraschung Kwok Ying von Beuningen von www.diekunstdestees.de. Herzlichen Dank, liebe Joyce, du hast mir damit eine riesige Freude bereitet!

Smiling Buddha

Auf mich macht der kleine, lachende Buddha übrigens den Eindruck, als ob er sich schon sehr auf die vielen schönen Teestunden freut, die wir miteinander verbringen werden. Getreu dem Motto des Smiling Gaiwan: “Good tea makes me smile!”

Sonntag, 11. März 2012

Buch-Tipp: Claudia Hepper, Untersuchungen zur Entwicklung und Welke des Teeblattes

Bei diesem Buch aus dem ibidem-Verlag handelt es sich um eine im Jahr 2006 veröffentlichte Dissertation von Claudia Hepper. Die Inhalte dieser wissenschaftlichen Arbeit werden für den Alltags-Teetrinker kaum interessant sein. Aber für Menschen, die beruflich mit Tee zu tun haben, oder naturwissenschaftlich interessierte Teetrinker bietet das Buch jede Menge Wissen.

Auf über 250 Seiten erhalten wir Informationen zum Tee-Anbau, zur Tee-Ernte und den Vorgängen bei der Verarbeitung des Pflückgutes. Auch die vielfältigen Inhaltsstoffe des Teeblattes und wichtige Qualitätsparameter werden beschrieben. Interessant ist zum Beispiel der Versuch, aus den Tee-Inhaltsstoffen Rückschlüsse auf bestimmte Aromen, Geschmack und Farbe des Tees zu erhalten, um damit eine erste Qualitäts- und Preisabschätzung vornehmen zu können. Auf diese Weise könnten Tee-Anbauer schon frühzeitig eine grobe Abschätzung des Marktwertes Ihrer Tee-Ernte erhalten. Auch Tea-Tastern könnte diese Verfahrensweise einen Teil ihrer Arbeit vereinfachen. Ein spannender Ansatz.

Im zweiten Kapitel werden “Material und Methoden” vorgestellt (u.a. das verwendete Pflanzenmaterial, die Welkebedingungen und mikroskopische Verfahren). Im dritten und vierten Kapitel folgen die Ergebnisse der Untersuchungen und die Ergebnis-Diskussion. Abgerundet wird die Dissertation durch eine kurze Zusammenfassung, einige ebenfalls kurz gehaltene interdisziplinäre Betrachtungen zur Frage “Was ist Leben?” und das unverzichtbare, sehr umfangreiche Literaturverzeichnis plus Anhang.

Der Verlag selbst beschreibt das Buch wie folgt:

“Schwarzer, grüner und roter Tee zählen zu den am meisten konsumierten Getränken der Welt. Sie werden vor allem aufgrund ihres besonderen Aromas und ihrer stimulierenden und gesundheitsfördernden Wirkungen geschätzt. Alle drei Teeklassen sind Aufgüsse aus getrockneten, jedoch auf verschiedene Weise verarbeiteten jungen Blättern, Blattknospen und zarten Stielen des Teestrauches (Camellia sinensis (L.) O. Kuntze). Wie uns der Tee schmeckt, hängt von sehr vielen verschiedenen Einflussfaktoren ab, u. a. vom Alter der geernteten Blätter, deren Inhaltsstoffen und der nach der Ernte durchgeführten Weiterverarbeitung.

Mit der Lektüre dieses Buches erweitern Sie Ihren Teehorizont in vielen Bereichen: vom Anbau über die Ernte und die Verarbeitung bis hin zu den Inhaltsstoffen und qualitätsbestimmenden Faktoren. Zahlreiche licht- und elektronenmikroskopische Abbildungen eröffnen erstmals faszinierende Einblicke in die Teeblattentwicklung und die Veränderung der Blattstruktur während der Welke, die der erste Verarbeitungsschritt zur Herstellung von schwarzem, rotem und weißem Tee ist.

Von besonderer Bedeutung für die teeverarbeitende Industrie in aller Welt sind die von Claudia Hepper untersuchten Veränderungen qualitätsbestimmender Inhaltsstoffe unter verschiedenen Welkebedingungen. Die erzielten Ergebnisse geben Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten zur Gewinnung einer guten Teequalität.

Bezugsquellen

Samstag, 10. März 2012

Tischwasserfilter von Aquaphor im Test

Im Rahmen der Reihe meiner Testberichte zu Wasserfiltern bin ich vor einigen Wochen auf einen Wasserfilter-Anbieter aufmerksam geworden, der mir bisher kein Begriff war: Es handelt sich um die Aquaphor-Wasserfilter*.

Das erste, was ins Auge fällt: Die Verpackung des Wasserfilters ist mehrsprachig für den internationalen Markt gestaltet, wirkt aber etwas "hausbacken" und angestaubt. Andere Hersteller bieten hier optisch  ansprechendere Verpackungen, die moderner wirken.

Der Filter selbst basiert auf einem russischen Patent und soll durch seine spezielle Struktur (das Filtergranulat ist quasi in ein "Netz" aus einem speziellen Harz eingebettet) eine permanent gute Filterleistung erzielen. Der Hersteller beschreibt dies so: “Das Besondere an diesem Modell ist die patentierte Matrix aus einer feingemahlenen Kokosnuss-Aktivkohle-Struktur mit AQUALEN®-Fasern und Ionenaustauscher.”

Bei herkömmlichen Filtern ist das Filtergranulat "lose" geschüttet in den Kartuschen, wodurch sich das Wasser ggf. mit der Zeit kleine "Kanäle" im Granulat schaffen kann, die dann zu einer Abnahme der Filterleistung führen können. Durch die Einbettung in ein Netz aus einem speziellen Harz soll dies beim Aquaphor-Filter nicht vorkommen. Zudem bietet der Hersteller eine Filterkartusche an, die eine Filterkapazität von 300 Litern hat, was deutlich mehr ist, als andere Hersteller von Tischwasserfiltern derzeit anbieten.

Als Keim-Inhibitor wird auch in diesem Filter auf Silber gesetzt. Optisch ist die Filterkanne den bereits von mir getesteten Wasserfiltern sehr ähnlich. Allerdings fehlt dieser Kanne die sonst übliche Filterwechselanzeige in Form eines LCD-Displays. Das hat einerseits den Vorteil, dass keine Batterie-Knopfzellen verbaut werden, andererseits den Nachteil, dass du den Filterwechsel selbst im Auge behalten musst. Es gibt zwar im Inneren der Kanne die Möglichkeit, den Filter so einzusetzen, dass ein kleiner Pfeil auf den Monat zeigt, in dem du den Filter eingesetzt hast, das ist allerdings für mein Empfinden ungenau und unkomfortabel. Bleibt also nur, sich den anstehenden Wechsel im Kalender einzutragen.

Filterkanne und Filterkartusche

Es sind insgesamt drei verschiedene Filtertypen im Angebot:

  • B100-5*: 300 Liter Filterkapazität bzw. 4 Wochen, optisch ähnlich Brita Classic, passt aber nur in Aquaphor-Kannen
  • B100-15*: 170 Liter Filterkapazität bzw. 4 Wochen, passt in "klassische" Filter-Kannen mit hohen, schmalen Filterkartuschen
  • B100-25*: 170 Liter Filterkapazität bzw. 4 Wochen, passt in Filter-Kannen mit "ovalen" Filterkartuschen

Der Filterkannenkörper ist insgesamt gut verarbeitet, ein paar kleine Gussnasen an einigen Stellen sind unproblematisch. Der Deckel ist sehr leichtgängig abnehmbar, sitzt aber trotzdem fest auf dem Kannenkörper.

Wie bereits erwähnt finde ich gegenüber anderen Filterkannen nachteilig, dass man den Filterwechsel selbst im Auge behalten muss. Die schlecht lesbare Monatsskala im Innenteil ermöglicht keine taggenaue Bestimmung des Filterwechsels. Hier finde ich die Lösung anderer Hersteller mit Zählsystem inklusive Erinnerungsfunktion praktischer, wenn auch weniger umweltfreundlich (Stichwort: Knopfzelle).

Das Einsetzen der Filterkartusche funktioniert gut, auch wenn es passieren kann, dass der Filter etwas "schief" in der Fassung sitzt. Das lässt sich aber mit etwas Ziehen und Drücken schnell korrigieren.

Die Durchflussgeschwindigkeit ist in Ordnung, gleichauf mit dem Brita-Maxtra-System, das hierfür von mir als Referenzsystem herangezogen wurde.

Filterleistung und Geschmack

Laut der auf den Aquaphor-Webseiten veröffentlichten Messkurven ist die Filtrationsleistung über die Nutzungsdauer von 4 Wochen sehr gleichmäßig. Calcium- und Magnesium-Ionen sollen reduziert werden, wobei aber versucht wird, den pH-Wert des Wassers möglichst wenig in den "sauren" Bereich zu bringen.

Geschmacklich ist das Wasser ähnlich wie beim BWT-Filter etwas stumpfer und bei der ersten Probe auch mit einem Hauch "Bitterkeit" versetzt. Diese leichte Bitterkeit erinnert an den Geschmack der weißen Innenhaut von Orangenschalen. Ich vermute, dass er durch das verwendete Harz ins Wasser gelangt.

Dieser Geschmack verflüchtigt sich im Laufe der Nutzung weitgehend. Gegen Ende der vierwöchigen Testphase war die Bitterkeit subjektiv aber durchaus wieder wahrnehmbar.

Trotz starker Nutzung des Filters blieb die subjektiv empfundene Filterleistung gut bis sehr gut. Die Filterkapazität von 300 Litern wird ein normaler Haushalt in vier Wochen wohl kaum ausschöpfen, wären das doch immerhin etwa 10 Liter am Tag.

Ränder in der Teekanne oder -tasse blieben im Alltagseinsatz aus, was ein gutes Indiz dafür ist, dass dem Wasser der Kalk zuverlässig entzogen wird. Nach Ende des vierwöchigen Testlaufs zeigten sich allerdings dennoch erkennbare Ablagerungen im Wasserkocher, die stärker waren als ich sie von meinem Brita-Referenzfilter kenne.

Mein Fazit

Subjektiv empfunden liefert für mich auch weiterhin der Brita-Maxtra-Filter die geschmacklich besten Ergebnisse. Das Wasser schmeckt für mich weicher, glatter, irgendwie runder. Auch die Ablagerungen im Wasserkocher sind beim Brita-Filter geringer gewesen.

Interessant ist bei den Aquaphor-Filtern des Typs B100-5* aber auf jeden Fall die hohe Filterkapazität, die bis zu 300 Liter Wasser-Filterung in vier Wochen bei recht konstanter Filterleistung ermöglicht. Preislich liegen die Filterkartuschen und Filterkannen ähnlich wie die Brita-Kannen. In Anbetracht der hohen Filterleistung bieten sie für Menschen mit größerem Filterbedarf aber durchaus Vorteile.

Da die Geschmäcker verschieden sind, ist dieser Filter für Haushalte, die sehr viel Wasser filtern wollen, also sicher einen Versuch wert.

Bezugsquellen

Bestellbar sind die Aquaphor-Tischwasserfilter z.B. bei amazon:

Weiterführende Informationen

Alternativen:

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