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Stephan Kockmann

Bücher-Tipps für Teefreunde

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Testbericht zum Teemeister Teebereiter

Den Teebereiter mit dem schönen Namen »Teemeister« habe ich ursprünglich bereits im September 2007 getestet. Beim Neustart meines Blogs sind allerdings einige der Testberichte auf der Strecke geblieben. Zu Unrecht, darum möchte ich diesen Teebereiter-Test heute nachreichen.

Der Hersteller »Teewerk« ist meines Wissens leider in die Insolvenz gegangen, es sind aber weiterhin Restbestände dieses unverwüstbaren Teezubehörs im Handel zu finden - Zugreifen lohnt sich, finde ich.

Der »Teemeister«-Testbericht


Mit dem »Teemeister« soll das Zubereiten eines perfekten Tees zum Kinderspiel werden. Dafür sprechen etliche Auszeichnungen, die dieser Teezubereiter international bereits erhalten hat. Doch hält das Gerät, was die Firma verspricht? Um das herauszufinden, habe ich den Teezubereiter einem Gebrauchstest unterzogen.

Was ist der »Teemeister« eigentlich?


Der »Teemeister« ist eine Mischung aus Teefilter und Aufgusskanne und kostet bei amazon aktuell 14,95 Euro. Er besteht aus bruchsicherem, lebensmittelechtem Kunststoff und erinnert ein wenig an einen Mixeraufsatz. Der obere Teil ist durchsichtig und wird von einem aufklappbaren Aromaschutzdeckel verschlossen. Seitlich sind grobe Maßangaben (2, 4, 6, 8 Tassen) angebracht. Der untere Teil besteht aus schwarzem Kunststoff, enthält ein feines Nylonsieb und das Ventil, durch das der Tee in die Servierkanne läuft. Der Teezubereiter fasst bis zu einem Liter Flüssigkeit, kann aber prinzipiell auch für die Zubereitung von Tassenportionen verwendet werden.

Die Handhabung


Zunächst wird die gewünschte Menge Tee in den »Teemeister« gegeben. Dann wird das heiße Wasser aufgegossen und der Deckel geschlossen, so dass die ätherischen Öle des Tees nicht verfliegen. Zur Einschätzung der Wassermenge kann die Tasseneinteilung an der Seite als grobe Richtschnur dienen. Kurz vor dem Ablauf der Ziehzeit wird der Deckel einmal geöffnet, so dass das dort kondensierte Aroma über eine Lippe in den Aufguss zurückfließt. Anschließend wird der »Teemeister« einfach auf die Servierkanne gesetzt, wodurch sich das im Boden befindliche Ventil öffnet und der trinkfertige Tee in die Kanne läuft. Fertig!

Die Reinigung und weitere Eigenschaften


Am einfachsten ist der »Teemeister« zu reinigen, indem er zwei bis drei Mal mit etwas Wasser ausgeschwenkt wird. Nachteilig an dieser Methode finde ich den eigentlich unnötigen zusätzlichen Wasserverbrauch und die Tatsache, dass die Teeblätter im Ausguss landen. Statt die Flüssigkeit mit den Teeblättern wegzuschütten, kannst du sie aber auch prima zum Blumengießen verwenden. Deine Pflanzen werden es dir danken!

Falls du doch lieber wegschüttest, mein Tipp: Damit der Abfluss nicht verstopft, legst du ein kleines Sieb in den Ausguss, das die Teeblätter dann auffängt. Dieses Sieb klopfst du anschließend in ein Küchenkrepp aus. (Du kannst natürlich vorab den Großteil des Tees aus dem Teemeister auf das Küchenkrepp »herauslöffeln«.) Wenn du das Küchenkrepp jetzt zusammenfaltest, kannst du die Restflüssigkeit aus den Teeblättern herauspressen, bevor du es in den Biomüll entsorgst. Klingt vielleicht etwas umständlich, ist aber eigentlich ganz praktisch. Mit der Restflüssigkeit darfst du übrigens ruhig deine Hände einreiben. Du tust damit deiner Haut etwas Gutes – zumindest wenn du Grüntee oder Schwarztee trinkst.

Alternative Reinigungsmethode: Wer mutig genug ist, kann auch den Deckel mit etwas Kraftaufwand vom »Teemeister« entfernen, den Tee wie beim herkömmlichen Teesieb herausklopfen und anschließend den Deckel wieder befestigen. Das Gerät ist stabil genug und übersteht diese Prozedur klaglos. Ich habe das allerdings nur einmal getestet und bin dann wieder zum »Ausschwenken« übergegangen.

Vorteilhaft am »Teemeister« ist, dass er tatsächlich bruchsicher ist. Auch einen Sturz auf Fliesenboden übersteht er ohne Macken. Wer unbedingt will, könnte das Gerät sogar in die Mikrowelle stellen und darin Wasser zum Kochen bringen, um Tee zuzubereiten. Unter geschmacklichen Gesichtspunkten würde ich aber davon abraten.

Außerdem ist der Teemeister spülmaschinengeeignet, so dass auch Spülmuffel zu ihrem Recht kommen. In den meisten Fällen dürfte es aber reichen, den Teezubereiter mit heißem Wasser gründlich auszuspülen.

Meine Meinung zum »Teemeister«


Die Handhabung finde ich gelungen und – bis auf die Reinigungsprozedur – wirklich einfach. Um das aber klar zu sagen: Der »Teemeister« ist durchaus unkompliziert sauber zu halten. Gegenüber meinem bisherigen Teefilter, den ich einfach ausklopfen konnte, brauche ich allerdings etwas mehr Wasser für die komplette Reinigung.

Durch die Größe des Teezubereiters hat der Tee viel Raum, sein Aroma zu entfalten. Das ist sonst nur machbar, wenn zwei Kannen verwendet werden. Während der Tee zieht, lassen sich die Teeblätter und die Farbe des Aufgusses herrlich beobachten. So wird die Teezeit zum doppelten Genuss. Besonders schön anzusehen ist es, wenn hinter dem Teemeister eine Lichtquelle platziert ist.

Die Idee, das aromareiche »Kondenswasser« aus dem Deckel wieder zurückfließen zu lassen, finde ich sehr gut. Der Tee läuft schnell und ohne nennenswerte Schwebteilchen in die Servierkanne, auch hier ein großes Plus. Anschließend lässt sich der »Teemeister« tropffrei auf seinem kleinen »Abstellpodest« beiseite stellen.

Beim Geschmackstest hatte ích den Eindruck, dass ich mit dem »Teemeister« im Vergleich zum Teesieb etwas weniger Tee brauche, um den gewohnt aromatischen Tee zu erhalten. Vielleicht macht sich hier wirklich das große Volumen des Teebereiters positiv bemerkbar? Vielleicht lag es aber auch nur an meiner persönlichen Tagesform.

Mein Fazit: Der Teemeister bietet Vorteile gegenüber der Zubereitung in zwei Kannen oder mit einem herkömmlichen Teesieb. Er ist narrensicher in der Handhabung und unempfindlich gegen grobe Behandlung. Eine lohnenswerte Anschaffung für alle, die eine Möglichkeit suchen, Ihren Tee einfach und schnell zuzubereiten, ohne auf das volle Aroma verzichten zu müssen.

Ein kleines Manko ist in meinen Augen die Reinigung. Die finde ich bei einem einfach ausklopfbaren Teesieb besser. Und Tee-Ästheten werden sich eventuell auch am Material Kunststoff reiben – Glas, Ton oder Porzellan wirken da natürlich edler, sind allerdings auch stärker „bruchgefährdet“.

Bezugsquellen

1 Kommentar:

ChrisTa hat gesagt…

Davon habe ich noch nie gehört, klingt aber gut. Werde mich mal umsehen, ob es den noch zu kaufen gibt.
LG ChrisTa

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