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Sonntag, 30. Oktober 2011

Tee-Zeit im goldenen Herbst

Die Sonne strahlt warm vom tiefblauen Herbsthimmel. Das raschelnde Laub leuchtet wie ein Regenbogen, der sich – des Sommers müde – über die Erde gelegt hat. Die Bäume werfen lange Schatten über den Weg. Die Luft duftet mild-würzig. Eine Spitzmaus versteckt sich flink im Unterholz, während eine einsame Gans mir misstrauische Blicke zuwirft. Das ist der Herbst, wie ich ihn liebe. Die Welt kommt zur Ruhe. Zeit für eine Tasse Tee.

Tee-Zeit im goldenen Herbst

Montag, 24. Oktober 2011

Tongqinghao Pu’er Teeproben aus China

Tongqing-TeaAnfang Oktober erhielt ich über Xing* eine sehr freundliche Kontaktanfrage aus Peking von Zhejiong Cui*. Ob ich Interesse hätte, den Pu Erh Tee der Firma Tongqing Tea zu verkosten.

Mit ihrem Pu Erh (oder in anderer Schreibweise Pu’er) blickt diese Firma auf eine über 270-jährige Geschichte zurück, wurde sie doch bereits im Jahr 1736 gegründet. Auch soll die chinesische Regierung den Pu’er-Tee dieser Firma sehr gerne als edles Gastgeschenk für ausländische Staatsgäste auswählen. – Wer kann da schon widerstehen? Und da ich auf besonderen Tee sowieso immer neugierig bin, sagte ich zu.

Heute erhielt ich einen vom Zoll abgefertigten Luftpolsterumschlag aus China, in dem sich fünf wunderschön verpackte kleine Pu-Erh-Teeproben in der Größe edler, kleiner Schokoladentäfelchen befanden, sowie ein kleines, ebenfalls wunderhübsch aufgemachtes Produktheftchen:

Tongqinghao-Pu-Erh-Tee

Ein toller Anblick – so wunderschön und stilvoll verpackte Teemuster habe ich selten gesehen und noch nie bekommen. Darum auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Cui!

Die Firma Tongqing Tea scheint bei der Vermarktung ihrer Produkte sehr rege zu sein, ist aber in Deutschland bisher nicht vertreten. Eine kurze Recherche via Google führte mich unter anderem zu einem bebilderten Blogbeitrag bei “The Tea Urchin”, in dem ich auch die heute erhaltenen kleinen Tee-Täfelchen wiedergefunden habe (drittletztes Bild im Beitrag).

Noch wage ich diese wunderschönen Tee-Täfelchen nicht zu öffnen. Dafür möchte ich mir gerne Zeit nehmen und erfreue mich derweil lieber an ihrem Anblick. Da ich mit Pu’er-Tee bisher noch nicht so richtig warm geworden bin, möchte ich diesem besonderen Tee mit dem ihm gebührenden Respekt, Muße und Aufmerksamkeit begegnen. Ich bin gespannt und freue mich schon auf die erste Begegnung mit diesem Tee in meinem kleinen Gaiwan!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Geschenkt: 3 Vollversionen von Tea for iPhone

Seit kurzem gibt es die Teetrinker-App “Tea for iPhone” auch in deutscher Version. Ich habe von Samuel Iglesias, der für diese App verantwortlich zeichnet, drei Vollversionen erhalten, die ich heute gerne verschenken möchte. Danke, Sam! Vorab ein paar Worte zu dieser App.

Tea for iPhone

Was ist “Tea for iPhone”?

“Tea for iPhone” ist ein kleines Programm für das iPhone, mit dem du nicht nur einen Tea-Timer immer griffbereit hast, sondern auch deine Tee-Vorräte und Verkostungsnotizen verwalten kannst. Du kannst zu einer Vielzahl bereits im Programm vorhandener Teesorten auf Zubereitungsempfehlungen zugreifen oder deine eigenen Teesorten hinzufügen und Angaben zu Teemenge und Ziehzeit hinterlegen.

Wenn du deinen eigenen Tee-Bestand mit Tea for iPhone erfasst und den integrierten Tea-Timer verwendest, dann zeigt dir die App immer deine aktuellen Teevorräte an. All das findest du in einer hübsch anzusehenden Oberfläche integriert – da ist es schon schade, wenn man (so wie ich) kein iPhone sein eigen nennen darf.

Weitere Informationen und Bildschirmfotos findest du auf der zugehörigen Website von Tea for iPhone.

Woher bekomme ich “Tea for iPhone”?

Diese App findest du direkt im iPhone AppStore – oder du lässt sie dir im Rahmen dieser kleinen Verschenk-Aktion von mir schenken. Aber Achtung: Ich habe nur drei Versionen zu vergeben!

Und wie kann ich eine der drei Vollversionen gewinnen?

Damit die Chancen einigermaßen gleich verteilt sind, läuft die Verschenk-Aktion wie folgt ab:

Unter all denen, die bis morgen Freitag (28.10.) Abend um 19.00 Uhr deutscher Ortszeit zu diesem Blogbeitrag einen Kommentar hinterlassen, wähle ich zufällig drei aus, die von mir per E-Mail den Code für die Vollversion erhalten. Wenn jemand eine besonders originelle Begründung hat, warum er oder sie eine Vollversion erhalten sollte, könnte es sein, dass ich mich davon auch ein wenig beeinflussen lasse. Also: Überrascht mich!

Sonntag, 9. Oktober 2011

Tischwasserfilter von BWT im Test

Beim Thema Wasserfilter* denken die meisten Teetrinker vermutlich zunächst an die Brita-Wasserfilter*. Es gibt aber inzwischen auch andere Filter-Hersteller, die mit eigenen Produkten und Technologien gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen.

Getestet hatte ich im letzten Jahr bereits die ClaroSwiss-Filter im Vergleich zum Brita-System: “Wasserfilter für guten Tee”.

Heute berichte ich von meinen Eindrücken beim Test des Tischwasserfilters der Marke BWT (Best Water Technology), den ich in den letzten vier Wochen im Einsatz hatte.

Besonderheit der BWT-Wasserfilter: Mg2+-Technologie

Die Filtertechnologie von BWT bietet im Prinzip eine ähnliche Filterung wie Brita: Partikelfiltration und Feinfiltration, Kalk- und Schwermetallgehalt werden reduziert, ebenso Chlor und “bestimmte organische Verunreinigungen”. Eine Besonderheit ist, dass der BWT-Filter die Kalzium-Ionen durch Magnesium-Ionen austauscht. Laut Hersteller soll dadurch der Geschmack des Wassers und damit zubereiteter Getränke gesteigert, zugleich aber ein Verkalken der Haushaltsgeräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschine verhindert werden.

Für die Kartuschen von BWT gibt es auch Refill-Sets mit Granulat*, so dass sich die benutzten Filterkartuschen weiter verwenden lassen, indem nur das Filter-Granulat ausgetauscht wird. Ein Beitrag zum Umweltschutz, der auch noch Geld sparen kann. – Ob das im alltäglichen Einsatz aber praktiziert wird? Ich denke, viele werden aus Bequemlichkeit doch zu komplett frischen Kartuschen greifen.

Die Filterkanne im praktischen Einsatz

Kannengröße und -form unterscheiden sich kaum von den bekannten Filterkannen. Auch die Reinigung und “Start-Vorbereitungen” sind ähnlich (Wässern der Kartusche, erste Filterungen zum Blumengießen verwenden).

Allerdings zeigte sich im täglichen Einsatz, dass die etwas schmalere, hohe Bauform und der nach unten spitz zulaufende Griff nicht so angenehm im Handling waren, wie von meiner gewohnten Brita-Kanne. Zudem neigt die Kanne dazu, bei etwas schwungvollerem Ausgießen das Wasser zu verspritzen, was mir mit meiner Brita-Kanne nicht passiert.

Bis auf den Deckel sind alle Teile der Kanne auch für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet. Die Reinigung von Hand ist durch den schlanken Kannenkörper des von mir getesteten Modells etwas “fummeliger” als bei meiner Brita-Kanne.

Die BWT-Filterkartuschen sind als Nachfüllpaket* unabhängig von einer Filterkanne zu bekommen und in der Variante “Longlife” so konstruiert, dass sie auch in die Brita-Kannen mit Maxtra-Technologie passen. Insofern kann sich jeder für die Kombination aus Filter und Kanne entscheiden, die im Alltagseinsatz praktisch und angenehm ist.

Die BWT-Kanne lässt sich durch eine kleine Klappe im Deckel befüllen, die gleichzeitig die Füllungen mitzählt. Da die Kanne aufgrund ihrer Höhe leider nicht unter meinen Wasserhahn passt, musste die Befüllung mittels eines Messbechers erfolgen. Wird die Kanne nicht “in einem Rutsch” komplett befüllt, sondern in zwei kurz aufeinander folgenden Füllgängen, wird dies vom integrierten “Zählwerk” trotzdem als eine Einzelfüllung erfasst, wenn die nächste Befüllung innerhalb der Zählpause von 15 Sekunden beginnt. Hier gefällt mir allerdings die Lösung der ClaroSwiss-Kannen* besser, bei denen die Deckelöffnung und Befüllungs-Zählung über einen Schiebeknopf gelöst ist. Das verhindert zuverlässig(er) falsche Zählungen.

Der Zählmechanismus von BWT berücksichtigt (ähnlich wie die aktuellen Brita-Systeme) sowohl die vergangene Zeit (nach 28 Tagen soll die Kartusche unabhängig von der gefilterten Wassermenge getauscht werden) als auch die Anzahl der Füllungen (was dann der Menge gefilterten Wassers entspräche, wenn die Kanne jedesmal komplett gefüllt wird). Wird einer der vorprogrammierten Grenzwerte erreicht, beginnt die “Easy-Control” genannte Anzeige zu blinken. Die Longlife-Kartuschen von BWT sollen bei einer Gesamtwasserhärte von 15 – 17,8°d für ca. 120 Liter gefiltertes Wasser ausreichen.

Die Ergebnisse meines Tests

Dunkle Ränder und Ablagerungen in Kanne und Tassen waren keine zu finden. Das spricht dafür, dass der Filter tatsächlich zuverlässig den Kalk aus dem Wasser entfernt. Auf eine Messung des Härtegrads des gefilterten Wassers habe ich verzichtet, da ich irgendwo gelesen hatte, dass sich die Wasserhärte durch den Austausch der Kalzium-Ionen gegen Magnesium-Ionen kaum ändere. Zudem ist das Fehlen der dunklen Ränder und weißer Ablagerungen im Wasserkocher ein ziemlich sicherer Indikator für eine gute Filterleistung.

Den Geschmack des BWT-Filterwassers im direkten Vergleich zum Brita-Filterwasser bezeichnete eine meiner Testpersonen als “ganz leicht bitter” und fühlte sich an den Geschmack erinnert, den das Weiße im Inneren von Orangenschalen hat. Ich führe das auf die Magnesium-Anreicherung des Wassers zurück. Nach kurzer Zeit fiel das allerdings nicht mehr auf, die Zunge gewöhnt sich also scheinbar daran.

Das Wasser schmeckte etwas stumpfer, ähnlich wie es mir beim Test der ClaroSwiss-Filter erging. Es kommt mir aber nicht so "rau" vor. Das dürfte wiederum mit der unterschiedlichen Filtertechnik und Zusammensetzung der im Wasser verbleibenden Mineralstoffe zusammenhängen.

Die mit dem Wasser zubereiteten Tees empfand ich geschmacklich nicht intensiver als mit dem Brita-Wasser, aber auch nicht schlechter. Hier habe ich den Eindruck, dass mit dem Brita-Wasser der Geschmack des Tees etwas klarer und glatter ist. Das ist aber eine rein subjektive Beurteilung – es gibt auch Teetrinker, die es bevorzugen, wenn durch eine Filterung mehr Mineralstoffe im Wasser verbleiben. Hier wird dann ähnlich wie bei BWT argumentiert, dass dies die Geschmacksfülle des Tees steigere. Ich persönlich bevorzuge bisher aber das “neutrale” Brita-Filterwasser.

Mein Fazit

Für mich bringt derzeit das mit Brita-Technik gefilterte Wasser die ansprechendsten Ergebnisse. Das Wasser schmeckt klar, glatt und ist neutral – so wie Porzellan im Vergleich zu Ton bei der Teezubereitung.

Der Preis für die BWT-Kartuschen und -Filterkannen ist momentan in etwa gleichauf mit den Brita-Produkten, daher werde ich weiterhin die Brita-Produkte einsetzen.

Aber Geschmäcker sind verschieden. Und so wie Yixing-Tonkännchen den Geschmack des Tees unterstützen und beeinflussen können, so ist es eben auch möglich, dass dir der Tee besser schmeckt, wenn das Wasser mehr Mineralien enthält. Letztlich musst du den für dich optimalen Filter finden. Da sowohl die Filterkartuschen von BWT als auch die von ClaroSwiss in die Brita-Kannen mit Maxtra-Technologie passen, kannst du hier problemlos experimentieren. ClaroSwiss hat derzeit den Vorteil, dass die Filterkartuschen und –kannen preislich günstiger sind.

Da die Produkte über amazon erhältlich sind, hier für alle Kaufinteressierten die entsprechenden Links:

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