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Donnerstag, 27. Mai 2010

Die Welt in einer Schale Tee und der Frost in China

Diese Woche ist wirklich die Woche der Tee-Überraschungen für mich: Nicht nur, dass ich meinen Gewinn von der Tea-Queen bekommen habe, nein – auch eine Sendung wundervoller Teeproben von Life in Teacup aus Massachusetts kam heute hier an.

Teeproben von Life in TeacupEin herzliches Dankeschön an Gingko: Ich freue mich riesig über die exquisiten Teespezialitäten, die ich in den nächsten Tagen verkosten darf (allesamt liebevoll in kleinen, hübsch anzusehenden Aromaschutz-Beuteln verpackt). – Schon die Namen der Tees sind ein Genuss. Darum muss ich euch diese jetzt einfach einmal auflisten, auch auf die Gefahr hin, dass der eine oder die andere sich eher gelangweilt fühlt oder aber neidisch wird:

“Oriental Beauty Superior Grade”, “Dong Ding Oolong Competition Grade III”, “An Xie Tie Guan Yin Oolong Modern Green Roast Superior Grade”, “An Xie Tie Guan Yin Oolong Modern Green Roast Grade II”, “Taiwan Cui Yu (Green Jade) High Mountain Oolong”, “Bamboo Leaf Green (Zhu Ye Qing)”, “Frosty Spring Yunnan Roast Green” und nicht zuletzt der Tee, durch den es zum ersten direkten Kontakt mit Life in Teacup kam: “2010 Red Tea Dan Cong”.

Aber was hat das alles mit dem Titel dieses Beitrags zu tun?

Nun ja, es geht um den Blog “Life in Teacup” (frei übersetzt: die Welt in einer Schale Tee) und einen ganz besonderen Tee, der seinen Ursprung in der lang anhaltenden Frostperiode in China Anfang 2010 hat. Hier nun die Geschichte dazu:

Im sehr lesenswerten (englischsprachigen) Blog “Life in Teacup” entdeckte ich einen Beitrag zum “2010 Red Tea Dan Cong”, der mich sehr neugierig machte. Anfang 2010 litten viele chinesische Teebauern unter dem lang anhaltenden Frost. Die Teesträucher waren komplett zugefroren, die jungen Triebe und Teeblätter wurden durch die Kälte angegriffen und beschädigt, etliche Teepflanzen starben sogar ab. Nachdem die Frostperiode dann endlich vorbei war, wurden für viele Teebauern klar: Diese Frühjahrs-Ernte war verloren aus den verfrorenen Teeblättern würde kein zarter Oolong-Tee entstehen. Gerade in den Höhenlagen und an den besonders guten Teesträuchern waren die Schäden enorm. – Doch manchmal entstehen aus solchen Katastrophen auch neue Ideen.

So kam es, dass der junge Teebauer Zhi vom Mount Wudong am Morgen des 10. März eine Eingebung hatte, als er sich die Schäden an seinen Teepflanzen anschaute. Was hatte der Frost mit den Teeblättern gemacht? Letztlich waren die Blätter durch die Kälte oxidiert und gewelkt – also eigentlich das, was bei der Produktion von Schwarztee und Oolong-Tee auch sehr behutsam gemacht wird. Nur dass es hier direkt am Teestrauch und “unkontrolliert” passiert ist. Aber warum sollte daraus nicht auch ein (wenigstens akzeptabler) schwarzer Tee werden können? Schnelles Handeln war gefragt und traf er eine Entscheidung.

Er mobilisierte so viele Helfer wie möglich und begann mit der Ernte der “erfrorenen” Teeblätter, um daraus einen noch nie dagewesenen Tee herzustellen: eben den “2010 Red Tea Dan Cong”. So sollte ein Schwarztee aus den Teeblättern entstehen, die normalerweise für einen zarten Phönix Dan Cong verwendet worden wären. Und selbst wenn es kein überragender Tee werden würde, so wäre es immer noch ein spannender Versuch und eine Reminiszenz an den Frost des Jahres 2010. Den Rest der Geschichte und einen Verkostungsbericht findet ihr hier in Gingkos Blog Life in Teacup.

Wer jetzt auch neugierig geworden ist und den Tee selbst probieren möchte, kann vielleicht noch ein Päckchen im Online-Shop von Life in Teacup ergattern: http://www.lifeinteacup.com/oolong/dan-cong

Gemütliche Teestunden!

Dienstag, 25. Mai 2010

Der Tag der Teeproben-Lieferungen

Kabuse Sencha von ObubuteaAm Dienstag nach den Pfingst-Feiertagen – dem Towel Day – erreichten mich gleich zwei recht unterschiedliche Teelieferungen:

Frischer Kabuse Sencha von ObubuTea

Zum einen ein Paket aus Japan mit der frischen Ernte des Kabuse Sencha von ObubuTea, die mir Ian Chun netterweise zugeschickt hat.

Auf die Verkostung dieses frischen, japanischen Grüntees freue ich mich schon sehr: Danke, Ian!

55 Teeproben vom Teepalast

Das zweite Päckchen – oder sollte ich eher sagen: Paket? – stammt vom Online-Teeproben-Paket vom TeepalastShop Teepalast aus Wilhelmshaven. Enthalten sind 55 (in Worten: fünfundfünfzig) Teeproben: Die Spanne reicht dabei von der Ostfriesen-Sonntagsmischung über Assam-, Ceylon-, China-, Darjeeling- und Oolong-Tees bis hin zu Pai Mu Tan und Pu Erh. Viele dieser Tees tragen das Label Ronnefeldt.

Herzlichen Dank an Frau Grodofzig und Herrn Nack für diese großzügige Probensendung. Da habe ich jetzt wirklich einiges zu probieren und bin schon sehr gespannt auf die verschiedenen Tees – nicht zuletzt auch darauf, ob die Qualität der Tees mit der Quantität der Proben Schritt halten kann.

Ich werde demnächst berichten, welche Schätze ich aus diesem Paket heben konnte. Wer neugierig geworden ist, kann sich im hübsch anzusehenden Online-Teeshop von “Teepalast – Tee und Meer” umschauen:

http://www.tee-und-meer.de/

Samstag, 15. Mai 2010

Zealong – Der Oolong-Tee aus Neuseeland

Zealong Oolong aus Neuseeland

Oolong ist ein halbfermentierter Tee und stammt üblicherweise aus Taiwan oder Südchina. Doch schon im Jahr 1996 begann die Geschichte des “Zealong”, wie der Hersteller den ersten in Neuseeland angebauten und produzierten Oolong nennt. Details zur Geschichte der Firma und zum Tee sind auf der schönen Firmenwebsite www.zealong.com zu finden.

Zealong wirbt mit der klaren, sauberen Natur in Neuseeland und dem nach der HACCP und ISO 22000 zertifizierten Herstellungsprozess, der zu einem unbelasteten, natürlich produzierten Tee ohne Zusatzstoffe beiträgt. Eine weitere Besonderheit ist, dass der gesamte Anbau-, Verarbeitungs-, Verkaufs- und Vermarktungsprozess in den Händen einer einzigen Firma liegt. So kommt der Zealong quasi frisch vom Feld in den eigenen Online-Shop. Und für die Produktion hat man die Hilfe erfahrener taiwanesischer Teepflückerinnen und Teemeister gesucht.

Da ich gerade die Oolong-Tees für mich entdeckt habe, war ich auf diesen ganz besonderen Tee natürlich sehr neugierig.

Gestern nun traf ein Päckchen mit dem wunderschön verpackten Zealong-Tee aus Neuseeland hier ein. Und heute habe ich mir die erste Zealong-Teestunde mit dem “Zealong Aromatic” gegönnt. Hier meine Eindrücke:

Schon das trockene Blatt betört die Nase mit leicht floralen Noten, einem Hauch von warm aufgeschnittenem, frisch gebackenem Brot und einer ganz leichten Karamell-Süße, die durch einen speziellen Röstprozess bei der Produktion des Tees entsteht. Auch optisch ist der Tee ein Genuss, wie die folgenden Bilder meiner Teestunde vielleicht zeigen:

Zealong Oolong: das trockene Blatt Zealong Oolong: der Aufguss Zealong Oolong: das Blatt nach dem Aufguss Zealong Oolong: die Tassenfarbe

Ich habe etwa drei Gramm Tee für eine kleine Tasse verwendet und mit etwa 90 Grad heißem Wasser aufgegossen. Als Ziehzeit habe ich wie empfohlen etwa eine Minute, eher etwas länger gewählt. Insgesamt verträgt der Tee mindestens sechs Aufgüsse dieser Art, eher sogar mehr. Ich kann darum nur empfehlen, den Tee in einem möglichst kleinen Gefäß zuzubereiten, um möglichst viele Aufgüsse erleben zu können.

Die Tassenfarbe des Zealong ist sehr klar und hell-golden, der Geschmack zart blumig mit einer ganz schwach brotigen Note. Ab dem dritten Aufguss (je etwa ein bis zwei Minuten Ziehzeit) mischt sich eine leichte, sahnig-karamellige Süße in den Geschmack. Sehr angenehm!

Auch im feuchten Blatt finden sich die leichten, brotig-floralen Duftnoten wieder. Überhaupt ist es ein immer wieder schönes Erlebnis, die Verwandlung der Blätter im Wasser zu beobachten: Aus kleinen Kügelchen werden in kurzer Zeit wieder große Teeblätter, die ihr bezauberndes Aroma freigeben.

Den Zealong-Tee gibt es in drei Grundvarianten zu kaufen, wobei ich die Variante “Aromatic” verkostet habe:

  • Pure - ungeröstet, der pure Teegeschmack
  • Aromatic - bei hoher Temperatur geröstet, wodurch Anklänge von floralen und frugalen Aromen entstehen
  • Dark - mehrere Röstprozesse geben dem Tee eine intensive, leicht rauchige Note

Zusätzlich gibt es noch die Selektionen Gold und Platinum, bei denen jeweils die besten Blätter der Produktion ausgewählt und weiterverarbeitet werden. Das schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. 60 Gramm kosten 68 Neuseeland-Dollar (ungefähr 38 Euro), die Gold-Selektion kostet 128 Neuseeland-Dollar (gut 72 Euro). 112 Gramm der Platinum-Selektion kosten übrigens 990 Neuseeland-Dollar, was ungefähr 558 Euro entspricht …

Der Tee ist ein Erlebnis, das es bisher leider noch nicht in Deutschland zu kaufen gibt. Wer es gar nicht abwarten kann, hat die Möglichkeit über den Online-Shop von Zealong, direkt in Neuseeland zu bestellen:

www.zealong.com

Aber Achtung: Zum Preis des Tees kommen dann bei der Einfuhr hier in Deutschland noch Einfuhrumsatzsteuer sowie Vorlagekosten von UPS hinzu: UPS verlangt hier mindestens 11,90 Euro, abhängig vom Warenwert aber gerne auch mehr. So kommen schnell mindestens 25 Euro an Einfuhr-Nebenkosten dazu (abhängig vom Warenwert). Da lohnt es sich dann vielleicht doch, auf einen deutschen Teehändler zu hoffen, der diesen Tee in sein Sortiment aufnimmt.

Freitag, 14. Mai 2010

Fragen an Teefreunde - Teil 2: Ingrid Harke

midoriteeIn loser Folge stelle ich hier im Tee-Tagebuch interessante Teefreunde, Teekenner und Teehändler vor. Heute war Ingrid Harke von Midori T. so nett, meine Fragen zu beantworten.

Zur Person: Ingrid Harke ist Inhaberin von www.midoritee.de, einem Spezialversender für Grünen Tee, Keramik und Lifestyle-Artikel aus Japan. Nach beruflichen Stationen in Japan und im deutschen Teegroßhandel widmet sich die Japanologin seit einigen Jahren dem japanischen Grünen Tee.

Welche Bedeutung hat Tee in Ihrem Leben? Welche Beziehung haben Sie zum Tee?

Tee begleitet mich durch den Tag! Ich trinke ihn in ruhigen Momenten und um ruhige Momente zu schaffen. In den Morgen starte ich mit Grünem Tee und abends liebe ich eine gute Kräutertee-Mischung, auch wenn das nach der klassischen Definition genau genommen kein "Tee" ist. Tee hat für mich eine absolut zentrale Bedeutung.

Was ist für Sie das Besondere am Tee?

Immer wieder fasziniert mich die Vielseitigkeit - Tee ist ein "multiples Getränk"! Nehmen wir z.B. Matcha. Dieser pulverisierte Grüne Tee wird seit Jahrhunderten bei der japanischen Teezeremonie gereicht. Man trifft ihn aber auch als schicken Matcha Latte bei Starbucks in Japan - was für ein Spagat!

Wann hatten Sie den ersten Kontakt zum Tee und welcher Tee war das?

Als ich fürs Studium aus Süddeutschland nach Bremen gezogen bin, gab es in den Teeläden viel zu entdecken. In der Zeit habe ich sehr viel schwarzen Tee getrunken. Mein erstes, bewusstes Tete-a-tete mit meinem heutigen Liebling, dem Grünen Tee, hatte ich in Südjapan. Dort habe ich als Koordinatorin für internationale Beziehungen für eine kleine Stadt gearbeitet und bin dem "Bürogetränk" verfallen: einem Grünen Tee aus dem nahe gelegenen Yame. Sehr blumig und süß mit einer wunderbar grünen Tassenfarbe.

Was hat sich seitdem in Ihrem Verhältnis zum Tee geändert?

Seitdem habe ich viele Gesichter des Tees kennen gelernt:

  • In Japan seine zeremonielle Seite, als eine Freundin mich in die Teezeremonie eingeführt hat.
  • Seine moderne Seite, durch köstliche Matcha-Confiserie oder den erwähnten Matcha Latte bei Starbucks.
  • Seine alltägliche Seite: Im Office ist Tee das Bürogetränk und an fast jeder Straßenecke stehen Getränkeautomaten, an denen man sich Dosentee heiß oder kalt ziehen kann.
  • Seine Entstehung, durch den Besuch von Teefeldern und Teefabriken.
  • Zurück in Deutschland dann schließlich das Geschäft mit der Aromatisierung und später in der Schwangerschaft die Vielfalt von gut gemischten Kräutertees.

Mein Bild vom Tee ist also differenzierter geworden.

Was war Ihr schönstes Tee-Erlebnis?

Ein Kongress in Shizuoka mit mehrgängigem "Grüntee-Menu". Diese Präfektur ist nicht nur für den Mount Fuji, sondern auch als Japans größtes Teeanbaugebiet bekannt. Das wollte man mit diesem Menu betonen. Ich wünschte, ich hätte die Speisekarte aufgehoben - so in etwa gab es Terrine mit grünen Klößchen, grünen Bandnudel-Salat, ein mit Grünem Tee bestreutes Filet an Gemüse und als Abschluss Früchte an grüner Soße und grünem Matcha-Eis. Und natürlich grünen Tee als Begleitgetränk. Beeindruckend, in welche Formen Tee gebracht werden kann!

Was ist Ihr Lieblings-Tee, was ist das Besondere daran und wie bereiten Sie ihn zu?

Vor kurzem habe ich von einem befreundeten Teehändler aus Südjapan einen Dentohon Gyokuro bekommen. Ein Schattentee von prämierten Teefeldern. Den wunderbar komplexen, grasig-süßen Geschmack genieße ich in besonderen Momenten. Wie bei hochwertigen Schattentees üblich, verwende ich die doppelte Menge Tee, also mindestens zwei Teelöffel pro Tasse, gieße ihn mit circa 60 Grad heißem Wasser auf und lasse ihn einige Minuten ziehen.

Mein Alltagstee ist derzeit ein Stängeltee Kukicha, der mit fein gemahlenen Kirschblüten geblendet wurde. Kein Vergleich zu aromatisierten Tees. Die Kirschnote schwingt sehr dezent mit und will entdeckt werden. Diesen Tee bereite ich "grünteekonform" zu, also circa ein Teelöffel auf eine Tasse, 80 Grad heißes Wasser und kurze Ziehzeit von 60 bis 90 Sekunden. Um das Beste aus dem Tee zu holen, gieße ich nur die Portion auf, die ich gleich trinke, um ein Nachbittern des Tees an der Luft zu vermeiden.

Wann und wo trinken Sie am liebsten Tee?

Morgens, mittags, abends und zwischendurch. Am liebsten erwache ich mit Tee in den Morgen, auf unserer Veranda. Dabei ist es egal, ob es grau nieselt oder sich die Sonne ankündigt; jede Stimmung ist Genuss. Am späten Nachmittag mag ich eine schöne Tasse kräftigen Assam - mit Milch!

Welches ist Ihr liebstes Tee-Zubehör?

Eine dickwandige aber ultraleichte große Tee-Tonschale aus Korea. Bei der asiatischen Keramik fasziniert mich, wie leicht und fragil sie gefertigt ist. Auch wenn es für das Auge robust und schwer aussieht.

Seit unser Töchterchen da ist, sind die ruhigen Momente selten geworden. Da hat sich die Teapot Bottle bewährt. Eine japanische Teeflasche mit Siebeinsatz aus robustem Kunststoff für den Tee zum Mitnehmen. Also: Teapot Bottle befüllen, raus zum Spaziergang und dabei gemütlich Tee trinken - so sind alle zufrieden!

Was ist Ihr Lieblingsbuch zum bzw. über Tee? Welche Musik passt für Sie zu einer schönen Teestunde?

Wunderbar anregend finde ich "New Tastes in Green Tea" von Mutsuko Tokunaga*. Eine kleine Liebeserklärung an den Grünen Tee als Getränk und kulinarische Zutat mit herrlichen Bildern. Wirklich gerne mag ich ein kleines, japanisches Comicband, das in witzigen Bildchen alles über (Grünen) Tee erzählt.

Teetrinken verknüpfe ich nicht zwangsläufig mit Musik. Ich mag die Natur und ihre Morgengeräusche, mit einer Schale Grünen Tee auf der Veranda.

Was ist Ihr Lieblings-Zitat zum Thema Tee?

Ich muss gestehen, dass ich kein großer Freund von Zitaten bin, also musste ich mich erst auf die Suche machen. Dieses hier hat mir gut gefallen:

"Eine Freundschaft ist wie eine Tasse Tee. Sie muss klar und durchscheinend sein und man muss auf den Grund schauen können."

Wen würden Sie gerne einmal zum Tee einladen und welchen Tee würden Sie servieren?

Connie Palmen, Viktorija Tokarjewa und Yoko Ogawa. Drei sehr unterschiedliche Schriftstellerinnen, die in ihren Romanen sehr spannend, heiter bzw. leise über das Leben reflektieren. Gerne würde ich bei einem feinen Gyokuro aus Yame herausfinden, welche gemeinsamen Ansätze die drei haben.

Vielen Dank für das Interview, Frau Harke!

Hier geht es zum Online-Shop von Ingrid Harke: www.midoritee.de

Samstag, 8. Mai 2010

Teeprobe Milky Oolong von Ziehzeit.de

Teeproben von Ziehzeit.de

Beim Milky Oolong handelt es sich um einen halbfermentierten Tee, der in einem speziellen Verfahren unter Einsatz von Milchdämpfen gewelkt und mehrmals in Essenzen aus Milch “gebadet” und gerollt wird.

Am Montag Abend hatte ich bei Xing* im Tee-Forum die Frage gestellt, woran man denn bitte einen “echten und guten” Milky Oolong* erkennen könne, da gerade bei diesem Tee wohl jede Menge “künstlich” aromatisierter Ware im Umlauf ist. In diesem Zusammenhang hatte ich auch die Bemerkung fallen lassen, dass ich gerne mal einen “echten” Milky Oolong Tee probieren würde. Gerechnet hatte ich mit Links zu Tee-Shops. Aber es kam anders.

Schon heute hatte ich das Vergnügen, einen wirklich exquisiten Milky Oolong in meinem Briefkasten zu finden. Auf diesem Weg ganz herzlichen Dank an den Tee-Profi Bert Boege von www.ZiehZeit.de, der mir diesen und zwei weitere Teeproben zugeschickt hat. Den Milky Oolong habe ich mir gleich heute Abend in meinem Porzellan-Gaiwan zubereitet und mehr als 10 Mal aufgießen können.

Der Tee verströmte schon beim Auspacken einen sehr angenehmen, leichten und schwach süßlichen Sahneduft, so dass ich kaum glauben kann, dass diesem Duft nicht künstlich nachgeholfen wurde. Aber ich verlasse mich hier voll und ganz auf Nase, Gaumen und Erfahrung von Tee-Scout Bert Boege.

Mich erinnert das Aroma dieses Tees an den Duft, den Milch verströmt, wenn sie erwärmt wird. Der Geschmack füllt den Mund sahnig-leicht und buttrig wie milde Sahnebonbons, die langsam auf der Zunge schmelzen. Dieses Aroma war übrigens auch nach dem zehnten und einigen weiteren Aufgüssen noch deutlich erkennbar, was für die Qualität des Tees spricht. Herrlich!

Bert hat mir außerdem noch einen Cisujen Java Oolong (Rarität) und einen Ceylon Ratnapura FBOP EX SP mitgeschickt, auf die ich auch schon sehr gespannt bin. Alle drei Tees zeichnen sich durch ein sehr schön gearbeitetes Blatt aus – und wenn die beiden anderen Proben so gut sind, wie der Milky Oolong, dann habe ich ein himmlisches Wochenende vor mir. Danke, Bert!

Übrigens: Wer Lust auf besondere Tee-Erlebnisse hat, kann den Tee-Scout Bert Boege auch für Veranstaltungen und Tee-Seminare buchen. Weitere Infos findest du hier: http://www.teeheimat.de/tee-scouts/1-bert-frieder-boege

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