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Stephan Kockmann

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Die Welt in einer Schale Tee und der Frost in China

Diese Woche ist wirklich die Woche der Tee-Überraschungen für mich: Nicht nur, dass ich meinen Gewinn von der Tea-Queen bekommen habe, nein – auch eine Sendung wundervoller Teeproben von Life in Teacup aus Massachusetts kam heute hier an.

Teeproben von Life in TeacupEin herzliches Dankeschön an Gingko: Ich freue mich riesig über die exquisiten Teespezialitäten, die ich in den nächsten Tagen verkosten darf (allesamt liebevoll in kleinen, hübsch anzusehenden Aromaschutz-Beuteln verpackt). – Schon die Namen der Tees sind ein Genuss. Darum muss ich euch diese jetzt einfach einmal auflisten, auch auf die Gefahr hin, dass der eine oder die andere sich eher gelangweilt fühlt oder aber neidisch wird:

“Oriental Beauty Superior Grade”, “Dong Ding Oolong Competition Grade III”, “An Xie Tie Guan Yin Oolong Modern Green Roast Superior Grade”, “An Xie Tie Guan Yin Oolong Modern Green Roast Grade II”, “Taiwan Cui Yu (Green Jade) High Mountain Oolong”, “Bamboo Leaf Green (Zhu Ye Qing)”, “Frosty Spring Yunnan Roast Green” und nicht zuletzt der Tee, durch den es zum ersten direkten Kontakt mit Life in Teacup kam: “2010 Red Tea Dan Cong”.

Aber was hat das alles mit dem Titel dieses Beitrags zu tun?

Nun ja, es geht um den Blog “Life in Teacup” (frei übersetzt: die Welt in einer Schale Tee) und einen ganz besonderen Tee, der seinen Ursprung in der lang anhaltenden Frostperiode in China Anfang 2010 hat. Hier nun die Geschichte dazu:

Im sehr lesenswerten (englischsprachigen) Blog “Life in Teacup” entdeckte ich einen Beitrag zum “2010 Red Tea Dan Cong”, der mich sehr neugierig machte. Anfang 2010 litten viele chinesische Teebauern unter dem lang anhaltenden Frost. Die Teesträucher waren komplett zugefroren, die jungen Triebe und Teeblätter wurden durch die Kälte angegriffen und beschädigt, etliche Teepflanzen starben sogar ab. Nachdem die Frostperiode dann endlich vorbei war, wurden für viele Teebauern klar: Diese Frühjahrs-Ernte war verloren aus den verfrorenen Teeblättern würde kein zarter Oolong-Tee entstehen. Gerade in den Höhenlagen und an den besonders guten Teesträuchern waren die Schäden enorm. – Doch manchmal entstehen aus solchen Katastrophen auch neue Ideen.

So kam es, dass der junge Teebauer Zhi vom Mount Wudong am Morgen des 10. März eine Eingebung hatte, als er sich die Schäden an seinen Teepflanzen anschaute. Was hatte der Frost mit den Teeblättern gemacht? Letztlich waren die Blätter durch die Kälte oxidiert und gewelkt – also eigentlich das, was bei der Produktion von Schwarztee und Oolong-Tee auch sehr behutsam gemacht wird. Nur dass es hier direkt am Teestrauch und “unkontrolliert” passiert ist. Aber warum sollte daraus nicht auch ein (wenigstens akzeptabler) schwarzer Tee werden können? Schnelles Handeln war gefragt und traf er eine Entscheidung.

Er mobilisierte so viele Helfer wie möglich und begann mit der Ernte der “erfrorenen” Teeblätter, um daraus einen noch nie dagewesenen Tee herzustellen: eben den “2010 Red Tea Dan Cong”. So sollte ein Schwarztee aus den Teeblättern entstehen, die normalerweise für einen zarten Phönix Dan Cong verwendet worden wären. Und selbst wenn es kein überragender Tee werden würde, so wäre es immer noch ein spannender Versuch und eine Reminiszenz an den Frost des Jahres 2010. Den Rest der Geschichte und einen Verkostungsbericht findet ihr hier in Gingkos Blog Life in Teacup.

Wer jetzt auch neugierig geworden ist und den Tee selbst probieren möchte, kann vielleicht noch ein Päckchen im Online-Shop von Life in Teacup ergattern: http://www.lifeinteacup.com/oolong/dan-cong

Gemütliche Teestunden!

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