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Stephan Kockmann

Bücher-Tipps für Teefreunde

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Wasserfilter für guten Tee

Auf deinem Tee ist ein dunkler Film zu sehen? In deiner Kanne und den Tassen bilden sich immer wieder dunkle Ränder, die du auch mit viel Schrubben kaum wegbekommst? Deine Zähne bekommen bräunliche Verfärbungen, die dein Zahnarzt regelmäßig wegpoliert?

Dann verwendest du vermutlich “hartes”, kalkhaltiges Wasser, das deinen Tee nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich beeinträchtigen kann. Damit guter Tee sein volles Aroma entfalten kann, braucht er frisches, weiches Wasser, das auf die passende Temperatur gebracht wird. Das Trinkwasser aus der Leitung ist in Deutschland zwar prinzipiell gut und wird von den Wasserwerken auf Schadstoffe geprüft, aber leider ist dieses Wasser in den seltensten Fällen “weich”. Was also tun?

Neben calciumarmem Mineralwasser aus der Flasche, kann dir ein Wasserfilter* helfen, die Beschaffenheit deines Leitungswassers für den Teegenuss zu optimieren. Diese Filter-Geräte, die es sowohl als Tischfilter-Kannen als auch (recht teuer) als fest eingebaute Variante gibt, filtern aus dem Leitungswasser Inhaltsstoffe wie Kalk, Chlor, Blei und Kupfer weitestgehend heraus. Über die Wasserleitungen, die in alten Häuser oft noch zu finden sind, können nämlich auch Blei und Kupfer in das Trinkwasser gelangen. Zudem beeinträchtigen Chlor sowie andere Zusätze und Inhaltsstoffe möglicherweise den Geschmack und das Aussehen deines Tees. - Gerade japanische Grüntees können da sehr "empfindlich" sein.

Ich habe mir darum eine solche Filterkanne zugelegt und einem Test unterzogen.

Wasserfilter und Filterkanne im Test: ClaroSwiss


Bekannt sind dir sicherlich die BRITA Wasserfilter*, die den Markt bisher deutlich dominieren. Leider sind BRITA-Filter – mangels Konkurrenz – nicht immer zu günstigen Preisen erhältlich. (Obwohl es oft Multipack-Angebote gibt, bei denen die einzelnen Filterkartuschen günstiger als im Einzelverkauf zu bekommen sind.)

Inzwischen gibt es allerdings auch Hersteller, die bei vergleichbar guter Filtertechnologie zu günstigeren Preisen in den Markt gehen. Ein Beispiel ist die Marke ClaroSwiss*, die ich einem Praxistest unterzogen habe.

Der Hersteller

Die Marke ClaroSwiss stammt von der Aquis Wasser-Luft-Systeme GmbH aus der Schweiz, die auch Wasserfilter für Küchengeräte namhafter Marken-Hersteller liefert. Für die ClaroSwiss-Filter kommt die patentierte IMC-Technologie zum Einsatz, die für Wasser mit ausgeglichenem Mineralgehalt sorgen soll, statt “blind” alle Stoffe auszufiltern.

Lieferumfang und Ausstattung

Optisch sind die Kannen der Marke ClaroSwiss den BRITA-Kannen sehr ähnlich: Ein durchsichtiger Kannenkörper mit einem weißen Trichter-Einsatz, in den der Filter eingesteckt wird. Obenauf ein weißer Deckel mit einer mechanisch verschließbaren Einfüllöffnung und einer digitalen Anzeige für den Filterwechsel.

Im Lieferumfang enthalten sind die Kanne mit Trichter-Einsatz und Deckel, zwei Filterkartuschen und eine kurze gedruckte Bedienungsanleitung in 9 Sprachen.

Erster Gebrauch und Handhabung

Nach dem Auspacken muss die Kanne - wie bei allen anderen Herstellern auch - zunächst gesäubert werden. Der Kannendeckel darf – anders als Kannenkörper und Trichter – nicht in der Spülmaschine gereinigt werden, sondern sollte mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. In der Geschirrspülmaschine würde die digitale Filterwechsel-Anzeige vermutlich den ersten Spülgang nicht überleben. Nach der ersten gründlichen Reinigung wird der Trichter in die Kanne eingeführt, die Filterkartusche ausgepackt und in den Trichterboden eingesetzt. Abschließend kommt noch der Deckel auf die Kanne.

Jetzt wird die elektronische Kartuschenwechsel-Anzeige durch Drücken des Displayknopfes “gestartet”: Beginnend bei 150 werden hiermit die Kannenfüllungen gezählt. Erscheint in der Anzeige eine 0, ist es Zeit für den Wechsel des Filters. Allerdings sollte der Filter unabhängig von der Anzahl der Füllvorgänge sowieso alle 30 Tage gewechselt werden. Anderfalls könnte es zu einer unerwünschten Keimbildung im Filtereinsatz kommen - auch das eine Gemeinsamkeit aller mir bekannten Kannenfilter-Systeme und einer der Kritikpunkte, die diesbezüglich immer wieder geäußert werden.

Bevor die Kanne endgültig einsatzbereit ist, müssen noch zwei "Spülgänge" zur Vorbereitung der Filter-Kartusche erfolgen. Also heißt es jetzt: Kanne füllen, warten, bis das Wasser komplett durch den Filter gelaufen ist, das Wasser abgießen und die Kanne nochmals befüllen. Das Wasser dieser ersten beiden Filterdurchläufe kann übrigens prima zum Blumengießen verwendet werden. Ab der dritten Füllung ist das Wasser dann bereit für den Genuss und die Teezubereitung.

Das Befüllen der Kanne ist durch die oben im Deckel befindliche Öffnung sehr einfach und praktisch gelöst. Die Öffnung wird über einen mechanischen Schieber oben am Griff bedient. Der Schieber betätigt gleichzeitig das digitale Zählwerk.

Die Kanne liegt gut in der Hand, ist standfest und passt in das Seitenfach handelsüblicher Kühlschränke. Meist empfehlen die Hersteller die Lagerung der Filterkanne und des gefilterten Wassers im Kühlschrank. Das hat den Vorteil, dass durch die Kühlung weniger Keime entstehen können als bei Zimmertemperatur oder wenn die Kanne Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist bzw. in der Nähe eines Heizkörpers oder anderer Wärmequellen gelagert wird.

Beim Ausgießen des gefilterten Wassers “klemmte” leider ab und zu die kleine Klappe, die zur Abdeckung der Ausguss-Tülle dient. Das führte dazu, dass das Wasser nicht immer da landete, wo es hin sollte. Gerade im täglichen Gebrauch eine ärgerliche Kleinigkeit.

Ursache hierfür scheint zu sein, dass diese Klappe nur durch eine Halterung in der Mitte mit dem Deckel verbunden ist und sich hin und wieder beim Aufsetzen des Deckels verkantet.

Besser wäre vermutlich eine Befestigung an den zwei Außenkanten, so dass die Abdeckung leichter auf und ab schwingen kann. In der Regel funktionierte aber alles wie gewünscht. Daher lautet mein Urteil: Gut!

Filterergebnis und geschmackliche Qualität im direkten Vergleich

Zum Testen des Filterergebnisses habe ich mir Teststreifen für die Kontrolle der Wasserhärte besorgt, die zum Beispiel in der Apotheke erhältlich sind. Geprüft habe ich damit sowohl das frische Leitungswasser als auch das mit dem ClaroSwiss-Filter gefilterte Wasser sowie zum direkten Vergleich ein mit dem Brita Maxtra Filtersytem gefiltertes Wasser. Beide Filtersysteme lagen hierbei gleichauf, was die Reduzierung der Wasserhärte laut Teststreifen angeht.

Im zweiten Testlauf habe ich rein subjektiv die optische und geschmackliche Qualität des gefilterten Wassers bei der Teezubereitung verglichen. Auch hier konnte ich keine wesentlichen Unterschiede ausmachen. Das mit dem BRITA Maxtra Filter-System gefilterte Wasser erschien mir allerdings beim Verkosten des Tees subjektiv etwas “neutraler” und “glatter”. Das könnte daher rühren, dass das ClaroSwiss-System bewusst einige Mineralstoffe nicht komplett ausfiltert.

Störend war das überhaupt nicht und auch die Ablagerungen in Kanne und Tasse blieben aus. Mein Fazit für das Filterergebnis: Wunderbar!

Kritikpunkte und Verbesserungspotenzial

Die ClaroSwiss-Filterkanne ist meiner Meinung nach ein gutes Produkt, bei dem es in meinen Augen allerdings durchaus noch ein wenig Verbesserungs-Potenzial gibt:
  • Die Abdeckklappe der Ausgusstülle verkantete sich manchmal beim Aufsetzen des Deckels, was beim Ausgießen des Wassers zu kleineren Problemen führte. Hier könnte durch eine Änderung der Befestigung der Ausguss-Klappe meiner Meinung nach schnell und einfach Abhilfe geschaffen werden.
  • Das Zählwerk für 150 Filterungen ist gut gemeint, hilft aber nichts, wenn die 30 Tage eher vergangen sind als die 150 Filterungs-Durchläufe erfolgt sind. Nicht jeder Benutzer wird fünf Liter Wasser am Tag filtern. Hier sollte das Zählwerk beide Faktoren berücksichtigen und den Benutzer (respektive die Benutzerin) rechtzeitig an den Filterwechsel erinnern.
  • Die Bedienungsanleitung könnte insgesamt etwas ausführlicher und verständlicher gestaltet werden. Speziell die bildlichen Darstellungen für den ersten Gebrauch könnten verbessert werden.
  • Schön wäre es zudem, wenn klar und deutlich erkennbar wäre, woraus das Filtermaterial in den Filter-Kartuschen besteht. Bei den BRITA Maxtra Filtern wird unter anderem Silber zur Verhinderung der Verkeimung eingesetzt. Da das Silber damit auch in das gefilterte Wasser gelangen kann, wird dies manchmal negativ bewertet. Bei den ClaroSwiss-Filtern habe ich leider keinen entsprechenden Hinweis gefunden, gehe also als Verbraucher und Laie davon aus, dass sie frei von Silber sind. Interessant wäre nun aber zumindest ein Hinweis, wie der Verkeimung entgegengewirkt wird. (Nachtrag: Laut Auskunft des Herstellers ist auch im ClaroSwiss-Filter Silber als "Keimwachstums-Inhibitor" enthalten, dies wird jedoch nicht explizit "beworben".)

Mein Fazit

Die ClaroSwiss Filterkanne* ist meines Erachtens in der Handhabung und Filterleistung den weit verbreiteten BRITA Filterkannen ebenbürtig. Der Wasserdurchlauf bei der Filterung ist sogar etwas schneller als bei dem zum Vergleich herangezogenen BRITA Maxtra System. Durch den niedrigeren Preis sind die von Claroswiss angebotenen Systeme eine gute Alternative für kostenbewusste Genießer.

Ein Tipp

Die ClaroSwiss-Filterkartuschen sind derzeit so gestaltet, dass sie auch in die BRITA Maxtra Kannen passen. (Umgekehrt passen allerdings die Maxtra-Kartuschen nicht in die ClaroSwiss-Kannen.) Wer also seine BRITA-Kanne behalten möchte, aber nach preisgünstigen Alternativen für die Maxtra-Filtereinsätze sucht, kann sich bei den von ClaroSwiss angebotenen Kartuschen bedienen.

Bezugsquellen

Die Filter und Kannen von ClaroSwiss sind unter anderem bei amazon* erhältlich. Weitere Discounter und Shops werden folgen und diese Kannen und Filter zum Teil unter eigenem Label anbieten. Hier lohnt sich also immer wieder ein Blick in die Regale der Geschäfte und Online-Shops. In der Regel ist - in der Produktbeschreibung oder auf den Verpackungen - immer auch ein Hinweis auf die Kompatibilität der angebotenen Kartuschen zu finden.

Weitere Testberichte und Tipps rund um Wasserfilter findest du auch hier im Tee-Tagebuch.de.

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