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Stephan Kockmann

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Test: Wasserkocher mit Temperaturvorwahl

Jede Teesorte hat ihre ganz persönliche “Lieblings-Wassertemperatur”, bei der sich das Tee-Aroma in seiner ganzen Schönheit entfaltet. Grüntee zum Beispiel wird oft bitter, wenn er mit zu heißem, nämlich noch kochendem Wasser “verbrüht” wird. Du solltest also sorgsam darauf achten, deinem Lieblingstee ein passend temperiertes Wasser zu schenken – zur Belohnung erhältst du eine wundervolle Tasse Tee voller Hochgenuss.

Gastroback Design Wasserkocher Advanced Pro *Ein kleiner Luxus und nützlicher Helfer im Teetrinker-Alltag sind Wasserkocher mit Temperaturvorwahl* und Warmhaltefunktion. Durch ein solches Gerät lässt sich ganz leicht passend temperiertes Wasser für grünen, weißen, schwarzen und Oolong-Tee (und zur Not auch mal Pulverkaffee) zubereiten – ohne dass du mit einem Thermometer hantieren oder minutenlang neben dem Wasserkocher stehend warten musst. Natürlich gibt es Momente, in denen das Hantieren mit mehreren Gefäßen einfach zu einer entspannten Teezeremonie dazu gehört. Aber für den gut zubereiteten Alltagstee greifen wir doch alle gerne auf technische Hilfen zurück, oder?

Bei der Firma Gastroback habe ich den Design Wasserkocher Advanced Pro* entdeckt. Und neugierig wie ich bin, habe ich mir den Wasserkocher zwecks Test kommen lassen. Mein Fazit: Ein schönes, praktisches und brauchbares Gerät mit ganz kleinen Schwächen. Mehr dazu im nun folgenden Testbericht.

Lieferumfang und Ausstattung
Geliefert wird der Wasserkocher gut verpackt in einem Karton. Enthalten sind die Basisstation, der Kessel, eine Bedienungsanleitung auf Deutsch und Englisch, ein Produktkatalog von Gastroback, eine Kurzanleitung sowie eine Packung mit verschiedenen Sorten Meßmer-Tee(beuteln). Eine nette Idee.
Schnell ausgepackt präsentiert sich das Gerät in edler Metall-Optik mit folgenden technischen Daten und Ausstattungsmerkmalen:
  • Basisstation mit Kabelaufwicklung und Knöpfen für die Temperaturwahl, Warmhaltefunktion und Start/Stopp
  • maximal 1,7 Liter fassender, kabelloser Edelstahlbehälter mit zwei Sichtfenstern für die Wasserstandsanzeige links und rechts, 360 Grad drehbar, auf Knopfdruck öffnender Deckel mit Sichtfenster, Kalkfilter aus Metall, isolierter Griff
  • Leistungsaufnahme 2.200 – 2.400 Watt
  • 5 Temperaturprogramme auf Knopfdruck
    • 80 Grad Celsius für Grüntee
    • 85 Grad Celsius für weißen Tee
    • 90 Grad Celsius für Oolong Tee
    • 95 Grad Celsius für Kaffee
    • 100 Grad Celsius für Schwarztee
  • Warmhaltefunktion (die gewählte Temperatur wird bis zu 20 Minuten gehalten)
  • Trockengehschutz (Abschaltautomatik)
  • akustische Signale für Start/Stop, Tastendruck, Abschaltung
Weitere Details zum Gerät und die Bedienungsanleitung sind online auf der Herstellerseite verfügbar.

Design und Materialien
Der Wasserkocher hat eine schöne Optik in gebürstetem Edelstahl, sowohl beim Kannenkörper als auch bei der Basis-Station mit den Temperaturwahl-Knöpfen. Der Griff und die gegenüberliegende Kannenaußenwand sind mit einem angenehm griffigen Kunststoff ummantelt und gut isoliert, so dass keine Verbrennungsgefahr für die Finger besteht.

Im Deckel der Kanne ist ein rundes Sichtfenster, das sich per Knopfdruck leicht, sanft und leise öffnet. Innen vor der Ausgussnase ist ein Kalkfilter aus Metall eingesetzt, der allerdings – genau wie der Deckel – durch Kunststoffteile gehalten wird. Auch die beiden seitlichen Sichtfenster mit Füllstand-Skala sowie das Sichtfenster im Deckel sind (leider) aus Kunststoff statt aus hitzebeständigem Glas.
Das bringt zwar einerseits einen Gewichtsvorteil, wiegt das Gerät doch unbefüllt schon ein knappes Kilogramm (956 Gramm). Andererseits ist gerade bei den ersten Kochvorgängen trotz des Edelstahlkorpus ein deutlicher Kunststoffgeruch wahrnehmbar, wenn man den Deckel öffnet und die Nase leicht in den Dampf hält.

Das ist auch mein Hauptkritikpunkt: Selbst nach mehrtägigem Gebrauch mit etlichen Kochvorgängen ist dieser Geruch leider noch nicht gänzlich verflogen. Gerade bei einem solch edlen und hochpreisigen Gerät hätte ich gehofft und erwartet, dass zumindest im Innenbereich des Kochers auf Kunststoffe verzichtet wird. Weichmacher und flüchtige Stoffe kommen immer wieder ins Gerede und lösen sich bevorzugt bei höheren Temperaturen, wie sie in Wasserkochern zwangsläufig entstehen.

Handhabung und Bedienbarkeit
Der Wasserkocher steht sehr stabil und sicher auf der Arbeitsfläche, alles wirkt sehr wertig. Die Knöpfe sind gut erreichbar und haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Lichtsignale in blau und rot sind deutlich und schaffen eine angenehme Optik. Auch die Tonsignale für Tastendruck sowie Start und Ende des Kochvorgangs sind deutlich, aber unaufdringlich.

Bei Maximalbefüllung mit 1,7 Litern kalten Leitungswassers dauert es 4 Minuten und 49 Sekunden, bis das Wasser siedet und die Abschaltautomatik den Kochvorgang stoppt. Das Wasser kocht zwar schon ca. 10 Sekunden früher, sprudelt also erfreulicherweise recht lange, bevor die Abschaltung erfolgt. Selbst bei Maximalbefüllung und heftig sprudelndem Wasser spritzt kein Tropfen aus der Ausgusstülle, auch der Deckel hält wunderbar dicht.

Die Signale für das Beenden des Kochvorgangs sind durchaus notwendig, da gerade bei den niedrigeren Temperaturen der Wasserkocher immer wieder “Zwischenstopps” einlegt, um die Temperatur zu prüfen. Hier war ich anfangs in dem Glauben, die gewünschte Temperatur sei schon erreicht und musste dann überrascht feststellen, dass der Kocher nach kurzem Abschalten wieder loslegte. Der Signalton und die Lichtringe geben hier Sicherheit, wenn man die Signale erst einmal verinnerlicht hat.

Der Deckel öffnet sich sehr sanft auf Knopfdruck. Der Knopf ist gut erreichbar oben im Griff untergebracht. Und auch sonst liegt der Kocher sehr angenehm in der Hand – trotz seines relativ hohen Gewichts. Das Befüllen mit Wasser klappt sowohl durch die Ausgussnase als auch über den geöffneten Deckel problemlos – sofern man einen Wasserhahn hat, der hoch genug ist.

Das Ausgießen des heißen Wassers klappt gut. Durch den Kalkfilter bzw. dessen Halterung kommt es allerdings teilweise zu kleinen Verwirbelungen, die gerade bei stärkerer Neigung des Kochers dazu führen können, dass nicht mehr ganz zielgenau ausgegossen wird. Vermeiden lässt sich das durch langsames Ausgießen.

Wie üblich bei Wasserkochern mit Metallkörpern wird die Außenwand beim Kochvorgang sehr heiß. Da heißt es aufpassen. Allerdings ist die Isolierung des Griffbereichs so gestaltet, dass hier absolut keine Gefahr besteht.


Zuverlässigkeit der Temperaturvorwahl und Warmhaltefunktion
Die vorgewählte Temperatur wird vom Wasserkocher recht genau erreicht und gehalten. Schwankungen um bis zu 5 Grad Celsius nach oben und unten sind übliche Toleranzwerte. Bei meinen Stichproben lag die Temperatur aber sehr nah am eingestellten Wert. Auch die Warmhaltefunktion und automatische Abschaltung arbeitete bei meinen Testläufen zuverlässig. Zudem bleibt das Wasser im Kochbehälter recht lange heiß, auch ohne dass die Warmhaltefunktion genutzt wird. Ein Pluspunkt, der Energie sparen hilft.

Reinigung und Entkalkung
Der Korpus aus gebürstetem Edelstahl ist – wie für dieses Material üblich – empfindlich gegenüber Wasser- bzw. Kalkflecken. Du solltest Wassertropfen auf der Außenseite des Kochers also möglichst direkt wegwischen. Später bekommst du diese Flecken nicht mehr so leicht weg. (Oder hat da jemand einen guten Tipp?)

Die Innenreinigung ist mit der üblichen Entkalkung (Essig, Zitrone, Soda, …) problemlos machbar. Aufpassen solltest du bei der Reinigung allerdings im Bereich der seitlichen Sichtfenster und im Deckel. Da es sich um Kunststoffteile handelt, können diese leicht zerkratzen, wenn du auf die Idee kommst, sie mit einem Scheuerschwamm zu reinigen.

Mein Fazit
Das Gastroback Design Wasserkocher Advanced Pro * ist ein tolles Gerät, das sowohl optisch als auch funktional überzeugt. Ein schönes Geschenk für Teeliebhaber, die sich etwas Luxus gönnen möchten.
Ein Kritikpunkt in meinen Augen ist allerdings, dass im Kocher-Innenteil Kunststoffelemente verbaut werden – hier sollten Lösungen mit hitzebeständigem Glas zum Einsatz kommen, die geruchs- und geschmacksneutral sind und jegliche Fragen bezüglich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von vorneherein ausräumen. Bei einem Preis von über 100 Euro müsste eine bessere Lösung möglich sein: Wenn schon Luxus, dann 100 Prozent! – Vielleicht liest hier ja der Hersteller mit und mag sich dazu äußern?

Deine Meinung ist gefragt
Welche Erfahrungen hast du mit Wasserkochern gemacht? Welchen verwendest du für die Zubereitung deines Teewassers? Von welchem Gerät bist du begeistert?

Links zum Thema

Kommentare:

Teefreund hat gesagt…

Ein Video zum baugleichen Teekocher von Breville ist hier zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=eR2OlUTDTFk

Teefreund hat gesagt…

... und noch ein Video zu diesem Wasserkocher (in der Breville-Variante):
http://www.youtube.com/watch?v=4inkZJeExvA

David hat gesagt…

Ich kann nur vollen Herzens die temperaturgesteuerten Wasserkocher von Aquagrad empfelen. es gibt sie in zwei varianten: edelstahl und plastik. Preislich liegen beide deutlich unter dem Gastroback (ca. 35-40 für plastik, 50-60 für edelstahl) und auch von den Einstellungsmöglichkeiten übertreffen sie ihn mE bei weitem, denn sie sind in 5 Gradschritten frei von 30-100 Grad einstellbar.

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