Bei meiner Suche nach Lösungsmöglichkeiten bin ich auf Wasserkocher * mit Temperaturvorwahl bzw. Temperaturanzeige gestoßen. Getestet habe ich den Clatronic Scala Wasserkocher WK 2954 mit analoger Temperaturanzeige *. Hier die Ergebnisse meines Tests:
Lieferumfang und Ausstattung
Geliefert wird der Clatronic Scala Wasserkocher im farbig bedruckten Karton mit Kurzinformationen in 12 Sprachen. Hier die technischen Daten und Ausstattungsmerkmale des Geräts im Überblick:
- Kocheinheit aus Kunststoff, kabellos, 360° drehbar
- bis zu 1,7 Liter Füllmenge
- verdecktes Edelstahl-Heizelement
- automatische und manuelle Abschaltung
- Trockengeh-/Überhitzungsschutz
- zwei Füllstandsanzeigen
- analoge Rundskala zur Anzeige der Brühtemperatur (ca. 4 cm Durchmesser)
- rote Betriebs-Kontrollleuchte unterhalb der Temperaturanzeige
- Basisstation mit Kabelaufwicklung
- verriegelter Sicherheitsdeckel mit Öffnungs-Automatik
- herausnehmbarer Kalkfilter
- Ein-/Aus-Schalter
- Stromversorgung: 230V, 50 Hz
- Leistungsaufnahme: 1850 bis 2200 Watt
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
- 24 Monate Garantie
Design und Farbvarianten
Am Clatronic Wasserkocher gefällt mir sein klassisch-elegantes Design und die seitlich angebrachte analoge Temperaturskala. Das Modell ist in den Farbvarianten weiß und sandfarben erhältlich. Griff, Deckel, Temperaturanzeige und der Fuß der Basisstation sind matt silberfarben abgesetzt. An der linken Gehäuseseite befinden sich die Temperaturanzeige und die rote Betriebs-Kontrollleuchte, unterhalb des Griffs ist der Ein-/Aus-Schalter angebracht.
Handhabung
Der Wasserkocher liegt gut in der Hand und ist durch seinen breiten Fuß sehr standfest. Der Deckel lässt sich bequem per Knopfdruck öffnen und schließt dicht ab. Die Füllstandsanzeige ist links und rechts vom Griff angebracht, also sowohl für Links- wie für Rechtshänder geeignet. Da es sich um einfache Sichtfenster handelt, gibt es keine Probleme mit durch Kalk "verklemmten" Anzeige-Elementen.
Vor der ersten Verwendung muss der Wasserkocher von innen gereinigt werden. Dazu wird einfach klares Wasser im Gerät zum Kochen gebracht und anschließend weggeschüttet. Empfohlen wird, diesen Vorgang zweimal durchzuführen - ich persönlich würde es noch einige Male wiederholen. Gerade bei den ersten Kochvorgängen riecht es doch - trotz Maximalbefüllung - deutlich nach heiß gewordenem Plastik. Einer der Nachteile von Geräten mit Plastikwänden gegenüber denen aus Edelstahl oder Glas.
Das Befüllen des Wasserkochers geht leicht von der Hand: Einfach den Knopf oben am Haltegriff drücken, schon springt der Deckel auf. Wasser rein, Deckel zu, ab auf die Basisstation. Einschalt-Hebel nach unten drücken und los geht's. 1,7 Liter Leitungswasser brauchten in meinen Testläufen fünfeinhalb Minuten bis das Gerät den Heizvorgang abschaltete und das Wasser kochte.
Sehr praktisch ist die Temperaturanzeige an der linken Gehäuseseite: Sie zeigt Ihnen immer die aktuelle Temperatur des Wassers an, sowohl beim Erhitzen und Kochen als auch später beim Abkühlen des Wassers. So erspart man sich "heiße Finger" beim Messen mit einem Tee-Thermometer. Meine Kontrolle zeigte, dass die Temperatur korrekt angezeigt wird.
Schön wäre es, wenn die Skala ein wenig genauer beschriftet wäre. Aktuell ist die Beschriftung in 20°-Schritten vorgenommen und wird durch Punkte nochmals in 4°-Schritten unterteilt. So lässt sich die Temperatur relativ genau ablesen - allerdings muss man zählen und rechnen, um Zwischentemperaturen zu ermitteln, wie z.B. 75° für bestimmte Grünteesorten. Das ließe sich durch eine andere Einteilung und detailliertere Beschriftung lösen.
Beim Kochen des Wassers wird die Außenseite des Geräts deutlich warm. Sie sollten also das Gerät immer nur am Griff anfassen. Allerdings scheinen die Kunststoffwände nicht ganz so heiß zu werden, wie es bei Geräten der Fall ist, deren Kocheinheit komplett aus Edelstahl gefertigt wird. Dafür riecht der Scala-Wasserkocher mindestens bei den ersten Kochvorgängen recht deutlich nach Plastik - nicht so schön. Aber das sollte sich im Laufe der Zeit verflüchtigen.
Beim Ausgießen des heißen Wassers sollten Sie den Kocher maximal in die horizontale Lage kippen. Kippen Sie ihn stärker, so dass die "Nase" nach unten zeigt, spritzt es leider etwas. Halten Sie diesen Winkel aber ein, gibt es keine Probleme. Vermeiden sollten Sie es auch, den Deckel direkt nach dem Kochvorgang oder Ausgießen zu öffnen. Tun Sie es trotzdem, laufen sie Gefahr, dass Ihnen heißes Kondenswasser auf die Finger tropft und Sie sich verbrühen. Das ist einer der größten Kritikpunkte an diesem Gerät.
Reinigung und Entkalkung

Innenleben mit Temperaturfühler und Kalkfilter vor der Ausgusstülle
Die von Zeit zu Zeit notwendige Entkalkung des Wasserkochers kann mit Entkalkungsmitteln auf Zitronensäurebasis erfolgen oder mit Essig. Wobei Essig meiner Erfahrung nach zwar schnellen Erfolg bringt, aber auch "geruchsintensiver" und nur bei guter Belüftung des Raums erträglich ist.
Mein Fazit
Insgesamt ist der getestete Clatronic Wasserkocher Scala kein perfektes, aber ein brauchbares Gerät - nicht nur für ambitionierte Grünteetrinker. Neben der schönen Optik besticht vor allem die praktische und zuverlässige Temperaturanzeige.
Verbesserungsbedürftig ist meiner Meinung nach in jedem Fall die Deckel-Konstruktion. Es darf nicht sein, dass das heiße Kondenswasser beim Aufklappen auf Hände, Griff und Gehäuse tropft. Perfektionieren ließe sich das Gerät, indem der Korpus komplett aus Edelstahl gefertigt und zusätzlich zur Temperaturanzeige auch eine Temperaturwahl und ggf. Warmhaltefunktion ergänzt würde.
Ein Edelstahlkorpus würde das bei Plastikwänden wohl nicht vermeidbare Geruchsproblem beseitigen und zudem die Innenreinigung vereinfachen. Die Temperaturvorwahl und ggf. Warmhaltefunktion würde das Grünteetrinker-Leben noch bequemer machen.
Deine Meinung ist gefragt
Welche Erfahrungen hast du mit Wasserkochern gemacht? Welchen verwendest du für die Zubereitung deines Teewassers? Von welchem Gerät bist du begeistert?
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