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Stephan Kockmann

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Testbericht: Bodum THE DE CHINE Teebereiter

Im Rahmen der Produkttests von Teebereitern ist heute der THE DE CHINE von Bodum * dran. Getestet habe ich die Ausführungen in den Größen 1,0 Liter und 0,6 Liter, die sich (abgesehen von der Größe) nur marginal unterscheiden. So passt der Deckel der großen Kanne auch auf den kleinen Teebereiter.

Lieferumfang

Geliefert wurden die Teebereiter jeweils recht gut verpackt in einem farbig bedruckten Pappkarton, wobei der Karton der kleineren Kanne noch im (alten) weißen Design mit Produktfotos und viersprachigen Gebrauchshinweisen ausgeführt war. Der Teebereiter in der 1-Liter-Größe wurde bereits im neuen, dunklen Packungsdesign geliefert, das nur noch zweisprachige Gebrauchshinweise aufgedruckt hat (englisch, französich). Dank der Abbildungen versteht man aber auch so, was gemeint ist.

Beide Teebereiter bestehen aus einer mundgeblasenen Glaskanne aus hitzebeständigem Borosilikatglas, einem Edelstahl-Siebeinsatz mit dick gummiertem Rand und einem Glasdeckel. Außer der auf der Packung aufgedruckten Kurzanleitung sind keine weiteren Gebrauchshinweise oder Werbeprospekte enthalten. Der Siebeinsatz ist nur an den Seitenwänden fein gelocht, während der Boden und ein Teil des unteren Randes nicht gelocht sind.

Teekanne und Glasdeckel sind sehr leicht und dünnwandig ausgeführt, was auf mich einen zwar grazilen, aber auch zerbrechlichen Eindruck machte: Der Glasdeckel des kleinen Teebereiters bestand leider schon bei der Lieferung nur noch aus Glasbruch. Der große Teebereiter kam unbeschädigt an, was eventuell auch daran liegt, dass das Produkt hier von einer Art passgenauem "Eierkarton" in der Pappbox zusätzlich geschützt wurde. - Wer also einen dieser Bodum-Teebereiter kauft oder sich liefern lässt, sollte direkt auf Schäden kontrollieren, um problemlos reklamieren zu können. Zur Not kann der Glasdeckel * aber auch einzeln nachbestellt werden.

Der Teebereiter und seine Handhabung

Wie so oft habe ich auch diesmal meinen Lieblingstee (einen First-Flush-Darjeeling) für den Test verwendet:

Den Siebeinsatz in die Kanne einhängen, Tee einfüllen, kochendes Wasser darübergießen und den Glasdeckel aufsetzen. Das Wasser fließt trotz der feinen Lochung des Siebs schnell in die Kanne ein. Nach Ablauf der Ziehzeit den Glasdeckel abnehmen und den Siebeinsatz entfernen. Da Glasdeckel und Siebeinsatz recht warm werden können, ist der oben am Siebeinsatz befindliche "Gummiring" eine Wohltat für empfindliche Finger. Hier kann das Sieb gefahrlos angefasst und zusammen mit dem Deckel aus der Kanne gehoben werden.

Beim Herausnehmen kann die noch im Boden des Filters befindliche Restflüssigkeit ablaufen, wenn das sieb über der Kannenöffnung leicht gekippt wird. Danach gibt es zwei Varianten: a) der Filter kann in den umgedrehten Glasdeckel gestellt werden oder b) der Glasdeckel kommt wieder auf die Kanne und der Siebeinsatz wird auf einen Unterteller oder in die Spüle gestellt. Der Glasdeckel lässt sich übrigens (auch später, wenn er auf der Kanne sitzt) am Rand anfassen, ohne sich die Finger zu verbrennen.

Laut Packungsaufdruck soll das Sieb in den umgedrehten Glasdeckel gesetzt werden. Das ist recht praktisch gedacht und eigentlich eine saubere Lösung. Dieses Vorgehen hat aber den Nachteil, dass der Tee in der Glaskanne schneller abkühlt und das Aroma des Tees schneller verfliegt. Daher schreibt Bodum in der online erhältlichen Produktbeschreibung wohl auch: "Der Glasdeckel hält den Tee lange warm." - Meine Empfehlung: Der Glasdeckel sollte in jedem Fall wieder auf die Kanne gesetzt werden, wenn nicht sofort der ganze Tee getrunken wird.

Das Ausschenken des Tees aus der Kanne gelingt problemlos und tropffrei. Der Deckel sitzt auch ohne Siebeinsatz gut auf der Kanne, so dass einhändiges Ausschenken kein Problem darstellt. Der Tee schmeckt gut und dunkelt kaum nach. Die Öffnungen des Siebeinsatzes sind fein genug, so dass kaum Schwebteilchen im Tee zu sehen sind.

Reinigung

Der komplette Teebereiter inklusive Siebeinsatz und Deckel kann in der Spülmaschine gereinigt werden. Laut Bodum wird das Borosilikatglas auch nach unzähligen Spülgängen nicht trüb. - Leider sind diese Hinweise nicht auf der Verpackung oder der Kanne zu finden, so dass man sich anderweitig informieren muss. Diese Information gehört meines Erachtens auf die Verpackung oder besser noch als kleines Symbol auf die Kanne, die sowieso schon einen Aufdruck am Kannenboden hat.

Die Reinigung von Hand geht ebenfalls recht problemlos: Die Öffnung der Kanne ist groß genug, um mit dem Trockentuch alle Ecken erreichen zu können. Auch der Glasdeckel ist so geformt, dass er einfach ausgespült und abgetrocknet werden kann. Das einfache Ausspülen des Filters unter fließendem Wasser klappt nicht ganz so gut, da der Boden des Siebeinsatzes keine Lochung hat. Hier bleiben gerne ein paar Teeblättchen übrig, die man aufgrund des Siebdurchmessers nicht mit den Fingern erreicht. Hilfreich ist ein Löffel oder eine kleine Spülbürste.

Mein Fazit

Der Teebereiter THE DE CHINE ist optisch schön anzusehen, praktisch in der Handhabung und recht einfach zu reinigen. Da Kanne und Deckel komplett aus Glas bestehen, kann man den Tee sowohl beim Ziehvorgang als auch später sehr schön von allen Seiten beobachten und sich an seiner Farbe erfreuen. Der Siebeinsatz ist groß genug, um dem Tee ausreichend Platz zur Aroma-Entfaltung zu bieten. So gelingt in jedem Fall ein wohlschmeckender Tee.

Durch die sehr dünnwandige Ausführung von Kanne und Deckel, kühlt der Tee (auch bei aufgesetztem Deckel) etwas schneller ab als dies bei Teekannen mit dickerem Boden und Wänden der Fall ist. Trotzdem bleibt der Tee lang genug warm, um ihn in Ruhe genießen zu können. Wer möchte, kann den Teebereiter aber auch auf ein Stövchen setzen.

Gerade der Glasdeckel hinterließ bei mir einen sehr "zerbrechlichen" Eindruck, was sicher auch an der Defektlieferung der kleinen Kanne liegt. Er zeigte sich in der Handhabung aber sehr unkompliziert.

Verbesserungsfähig ist in meinen Augen der Transportschutz der kleinen Kanne, was aber eventuell schon mit dem neuen Verpackungsdesign geschehen ist. Die große Ausführung war ja bereits mit einem "Eierkarton" besser geschützt. Zudem ist beim großen Teebereiter die Gummierung des Siebeinsatzes über den Siebrand fortgesetzt, so dass der Glasdeckel nicht mit dem Edelstahl in Berührung kommt. Auch dies dürfte zum "Bruchschutz" beitragen.

Ergänzen sollte Bodum in jedem Fall die Information, dass die komplette Kanne in die Spülmaschine darf - und wenn nur ein kleiner Zettel mit in die Verpackung gelegt wird.

Deine Meinung ist gefragt

Was hältst du vom THE DE CHINE Teebereiter? Hast du eigene Erfahrungen mit diesem Produkt? Hast du andere Lieblingskannen oder Zubehörtipps? Schreib deine Tipps einfach als Kommentar zu diesem Beitrag, so können andere Teefreunde von deinen Erfahrungen profitieren. Ich freue mich auf deine Beiträge!

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