Werbung

Samstag, 26. Juli 2014

Japanische Teeprodukte aus dem Tee-Shop Koyamaen

Gyokuro Chitose no Homare
Im Tee-Shop "Marukyu-Koyamaen" oder kurz Koyamaen habe ich vor kurzem Matcha-Seife, spülmaschinenfeste japanische Seitengriffkännchen und hochpreisigen Gyokuro entdeckt. Der Firmensitz des Betreibers liegt laut Impressum in der Schweiz, es gibt aber auch eine deutsche Kontaktadresse in Stuttgart. Da war ich natürlich neugierig. Das Paket mit der Ware ist bereits eingetroffen, so dass ich meinen Wissens- und Teedurst jetzt stillen kann.

Der Standard-Versand in Deutschland und der Schweiz erfolgt ohne Sendungsverfolgung via Deutsche Post und ist ab 50 Euro versandkostenfrei. Alternativ wird auch die Lieferung per DHL für 4,50 Euro angeboten; in diesem Fall  inklusive Trackingcode und ab 100 Euro versandkostenfrei. Die Ware kann per Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Bankeinzug oder Vorkasse bezahlt werden. Als Lieferzeit für die sofort lieferbaren Waren nennt der Shop zwei bis drei Werktage.

Die Produkte und mein Eindruck


Meine Lieferung kam gut verpackt und exakt am dritten Werktag per DHL an. In meinem Paket waren die folgenden Teeprodukte:

Produkt 1: Gyokuro Chitose no Homare


Gyokuro ist ein japanischer Schattentee mit leicht pflanzlich-süßlichem Geschmack. Die Plantage Marukyu-Koyamaen, von der dieser Tee stammt, stellt 9 verschiedene Qualitätsstufen des Gyokuro her. Die Gyokuro-Sorte Chitose no Homare entspricht der Qualitätsstufe 9 und ist mit über 100 Euro für 40 Gramm sogar teurer als die meisten Matcha-Sorten. Der Tee erreichte mich als 50-Gramm-Paket in einer versiegelten Aromaschutz-Tüte. - Ich war gespannt, ob sich dieser Preis auch im Geschmack niederschlägt.


Der Tee zeigt ein sehr gleichmäßiges, sehr dunkles, nadeliges Blatt und verströmt einen angenehmen Duft, ganz so, wie ich es mir von einem Schattentee wünsche. Die trockenen Blattnadeln sind hart und knackig. Diese mit einem Löffel aus der Packung zu bekommen, um sie zu portionieren, braucht mehrere Anläufe.

Den ersten Aufguss habe ich mit 50 Grad Celsius warmem Wasser und 90 Sekunden Ziehzeit zubereitet. Den zweiten ebenfalls mit ca. 50 Grad und 30 Sekunden, den dritten Aufguss mit ca. 60 Grad und 15 Sekunden, wie im Shop empfohlen. Die Teeblätter scheinen aber auch dann noch genügend Kraft zu haben, um daraus weitere Aufgüsse machen zu können.

Gyokuro - erster Aufguss

Gyokuro - nach dem ersten Aufguss

Gyokuro - nach dem dritten Aufguss


Das feuchte Blatt zeigt direkt im ersten Aufguss ein intensives Hellgrün und junge Blätter, Knospen und weiche Blattrispen- und stängel. Die Teeblätter sind jetzt so weich, dass sie sich wie Gemüse essen lassen, wenn man das möchte.

Das Ergebnis der einzelnen Aufgüsse ist jeweils eine sehr helle, schwach gelblich-grüne Tasse, die mit einem runden, ausgewogenen, milden Geschmack überzeugt. Keine Bitterkeit, eine angenehm "grüne" Note, die an Erbsen und frisches Gras erinnert.


Die helle Tasse im ersten Aufguss.

Ein schöner Tee, der allerdings auch einen stolzen Preis hat!

Produkt 2: Spülmaschinenfestes Seitengriffkännchen (Kyusu)


Passend zum Tee gibt es ein spülmaschinenfestes japanisches Seitengriffkännchen (yokode kyūsu), das 180 Milliliter fasst und für 37,50 Euro angeboten wird.


Mit den vielen kleinen Vertiefungen im Kannenkörper erinnert es mich ein wenig an eine Bienenwabe. Vor der Ausguss-Tülle ist im Inneren der Kyusu ein Metallsieb fest angebracht. Durch den geschlossenen Glasurbrand soll das Kännchen besonders robust und auch für die Spülmaschine geeignet sein.

Fehlerhafte Stellen
im  Glasurbrand.
Bei meinem Exemplar sind dort, wo der Deckelrand auf dem Kännchen liegt, etliche matte, dunklere Stellen zu sehen, die in den Shop-Fotos so nicht zu erkennen sind. Zunächst dachte ich, dass sich hier Staub abgesetzt hätte. Aber da diese Stellen auch nach dem gründlichen Reinigen des Kännchens blieben, vermute ich, dass hier entweder die Glasur nicht komplett aufgetragen wurde oder beim Brennen des Kännchens etwas schiefgegangen ist. Auch im Kannenboden entdeckte ich kleine Toneinschlüsse, die zwar den Gebrauchswert nicht schmälern, aber auf eine nicht optimale Verarbeitung hindeuten.

Beim Zubereiten des Gyokuro schenkte die Kanne nicht ganz tropffrei aus. Einige Male rann ein einzelner Tropfen von der Tülle am Kannenkörper herunter. Unproblematisch, aber auch das in meinen Augen ein Zeichen für eine nicht ganz perfekte Verarbeitung der Kyusu.

Eine Anfrage beim Shopbetreiber zu den entdeckten Mängeln läuft - ich warte noch auf Antwort.

Produkt 3: Seife aus Matcha und Olivenöl


Dass Tee, gerade Grüntee, gut für die Haut sein soll und gerne in Kosmetika verwendet wird, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Neu war mir aber die Variante einer Seife, die hauptsächlich aus sehr fein pulversisierten Grünteeblättern (Matcha) und Olivenöl besteht. Laut Produktbeschreibung besteht die Seife aus: Matcha, Olivenöl, Wasser und Natriumchlorid. Das gelieferte Seifenstück wiegt laut meiner Waage 85 Gramm - im Shop und auf der Verpackung habe ich keine Gewichtsangabe gefunden. Verpackt ist sie in einem kleinen Karton mit japanischen Schriftzeichen, in dem die Seife dann nochmals in einem versiegelten Papierbeutel steckt, der sie vor Feuchtigkeit schützt.

Die Seife kostet 16 Euro je Stück. Ein stolzer Preis für ein vergleichsweise kleines Stück Seife - aber manch kleines Cremetöpfchen im Kosmetiksalon ist deutlich teurer. Was also bietet diese Seife?


Die Seife soll für jeden Hauttyp geeignet sein, außer für sehr fettige Haut. Sie sollte nicht direkt unter fließendem Wasser verwendet werden, sondern lieber nur in den feuchten Händen gerieben und dann sanft in die Haut einmassiert werden. Empfohlen wird sie speziell "für Gesicht und Hände".

Das Seifenstück sieht braun aus, was dafür spricht, dass das Grünteepulver vor oder während der Verarbeitung oxidiert ist. Ob die Seife wie beschrieben "freie Radikale" abwehrt, also die Antioxidantien des Grünteepulvers auch bei äußerlicher Anwendung krebshemmende Wirkung entfalten können, das wage ich anzuzweifeln. Neugierig auf das Wascherlebnis war ich trotzdem. Denn die Seife scheint mir eher auf eine pflegende als eine reinigende Wirkung abzuzielen.

Die Seife im kurzen Praxis-Test


Die Seife riecht recht neutral, auch nach dem "Einseifen" in den feuchten Händen. Wer Kernseife kennt, wird Duft und "Waschgefühl" wiedererkennen. Beim Einreiben in die feuchten Hände entsteht hier und da ein feiner Schaum und ein ölig-cremiges Hautgefühl. Die Seife scheint recht ergiebig zu sein.

Nach einer knappen Minute des "Cremens" ändert sich dieses ölige Gefühl plötzlich: Die Hände fühlen sich stumpf und klebrig an. Auch das Abspülen unter fließendem Wasser bringt nur kurzzeitig wieder das leicht ölige Empfinden. Für mich ein unangenehmes Gefühl, das keinen pflegenden Eindruck hinterlässt.

So habe ich dann doch wieder zu normaler Seife gegriffen, um dieses Gefühl loszuwerden. Vielleicht bin ich da zu ungeduldig, aber mir hat dieser Effekt nicht gefallen.

Zugegebenermaßen fühlt sich die Haut eine Weile nach dem Waschen ein wenig so an, als habe man Olivenöl einmassiert. Da greife ich dann aber lieber zu einer guten Flasche Olivenöl und massiere ein paar Tropfen direkt in die Haut ein, um sie zu pflegen. Vom in die Seife eingearbeiteten Grüntee sehe, rieche und spüre ich persönlich nichts. Auch hier würde ich zur Hautpflege lieber zum feuchten Blatt greifen, das sowieso nach dem Trinken übrig bleibt.

Mein Fazit


Die Abwicklung der Bestellung und Lieferung erfolgte problemlos und im zugesagten Zeitfenster. Die Verpackung war gut, die Ware erreichte mich unbeschädigt, im Fall des Kännchens aber nicht mängelfrei. Der Gyokuro ist von sehr guter Qualität, aber auch sehr hochpreisig. In meinen Augen gibt es durchaus vergleichbare Qualitäten zu niedrigeren Preisen. Aber das ist eben eine persönliche Geschmacksfrage.

Die Matcha-Seife halte ich für eine Fehlinvestition. Da greife ich lieber zu Grüntee, Matcha und Olivenöl pur und pflege meine Haut auf andere Weise. Das so gesparte Geld investiere ich dann lieber in guten Tee.

Bezugsmöglichkeit für die oben vorgestellten Produkte

Mittwoch, 11. Juni 2014

Tees der Ernte 2014 aus Darjeeling, China und Japan

Am vergangenen Samstag erreichte mich eine Tee-Lieferung vom Hamburger Teespeicher mit Tees der Ernte 2014. An dieser Stelle mein herzlicher Dank an Henning Schmidt für die tollen Tees:


Schau dir dieses wunderschöne und so verschiedene Blattgut an:

Tees der Ernte 2014 aus Darjeeling, China und Japan
aus dem Sortiment des Hamburger Teespeichers.

Diese drei Tees zeigen mir wieder einmal, wie unterschiedlich das Blatt aussehen kann und wie verschieden Tees eines Jahrgangs in den Anbaugebieten und Teeplantagen verarbeitet werden. Drei qualitativ hochwertige, frische Tees der aktuellen Ernte des Jahres 2014, die jeweils eine landestypische Besonderheit repräsentieren. Ein Hochgenuss schon in dem Moment, in dem ich die Nase in die Teetüte stecke!


Bio-Darjeeling First Flush 2014, Garten Turzum


Dieser First Flush aus der Ernte 2014 des Teegartens Turzum (früher unter dem Label Sungma vermarktet) zeigt ein wundervoll verarbeitetes, voluminöses, gedrehtes Blatt mit dem für Darjeeling typischen Maiglöckchen-Duft.

Das Blatt ist gut oxidiert, nicht zu grün und durchsetzt mit hellen Sprenkeln von jungen Knospen und hellgrünen Blatt-Teilen.

In der Tasse zeigt sich der Tee hellgolden und mit einem ausgewogenen, spritzig-frischen, runden Geschmack. Ein toller Tee für alle Teefreunde, die First-Flush-Qualitäten aus Darjeeling lieben.



China-Grüntee Lung Ching Premium 2014


Der Lung Ching, auch unter dem Namen Drachenbrunnentee bekannt, ist einer der berühmtesten Grüntees Chinas und stammt aus der Nähe des berühmten Westsees.

Das Blatt erinnert mich in seiner typischen Blattform entfernt an einen Tai Ping Hou Kui im Kleinstformat. Wunderschön gepresste Blattknospen mit einer hellgrünen Farbe und einem wunderschönen Duft, der mich an die Kruste eines frisch gebackenen Brotes nach dem Abkühlen und an Röstkastanien erinnert. Nach dem Aufguss entfalten sich die vielen kleinen Knospen wieder zu ihrer ursprünglichen Form, was für die gute Qualität dieses Tees spricht.

In der Tasse ist der Tee klar und hellgolden. Der Geschmack ist sehr angenehm, rund und bleibt lang im Mundraum. Ich kann es nur schwer in Worte fassen - aber die Beschreibung auf der Verpackung trifft es gut: Geschmack nach Kastanien und subtile Fruchtnoten.

Dieser Tee sollte nicht zu heiß aufgegossen werden und nach dem Aufgießen ruhig noch etwas abkühlen. So zeigen sich die verschiedenen Geschmacksnuancen noch deutlicher. Mindestens einen zweiten Aufguss solltest du dir und diesem Tee gönnen und ausprobieren, wie sich der Geschmack verändert.




Japan Shincha Frühjahrsernte 2014


Der dritte und letzte Tee kommt aus Japan und stammt aus einer frühen Vorernte. Auf dem Etikett der Verpackung im Foto steht zwar der Jahrgang 2013, es handelt sich aber um die frische Ernte 2014, wie sich bereits im Shop gelistet ist.

Das dunkle, leicht glänzende, nadelig gepresste Blatt des Shincha ist mit hellen Sprenkeln und Blattbruch durchsetzt. Der intensive, frisch-dunkle Duft verzaubert schon im trockenen Blatt.

In der Tasse zeigt der Tee viele Schwebteilchen, so dass er trüb wirkt, zugleich aber eine intensiv hellgrün-goldene Farbe zeigt. Die Blatt-Teile entfalten sich wieder zu frischem Grün und verströmen den Duft einer frisch gemähten Frühlingswiese nach einem Regenschauer. Der Geschmack ist frisch und grün, sehr angenehm und klingt noch lange mit einer angenehmen Frische im Mund nach. Der Tee sollte nicht zu heiß aufgegossen werden, maximal 80 Grad, besser noch 70 Grad oder weniger.

Ein sehr schöner Tee, der an schwülen Sommertagen auch in abgekühlter Form oder als Kaltaufguss sehr erfrischend ist. Wie schon beim Lung Ching kannst du auch diesen Tee mindestens ein weiteres Mal aufgießen.



Bezugsquelle der vorgestellten Tees

Die oben vorgestellten Tees sind erhältlich im Hamburger Teespeicher (Ladengeschäfte in Hamburg sowie im Online-Shop). Der Darjeeling ist unter Bestellnummer 1 zu finden, der Lung Ching unter Bestellnummer 1608 und der Shincha unter Bestellnummer 1769. - Genussreiche Teestunden wünsche ich!

Sonntag, 25. Mai 2014

Zealong Black - der Schwarztee aus Neuseeland

Nr. 2697 - Zealong Black aus dem
Sortiment von TeeGschwendner
Vor ziemlich genau vier Jahren hatte ich meine erste Begegnung mit einem Tee namens "Zealong" aus Neuseeland. Damals gab es diese Oolong-Tees noch nicht in Deutschland, so dass mein Verkostungsmuster direkt aus Neuseeland kam. Es war ein Zealong Aromatic, der mich sofort begeisterte.

Insgesamt werden auf der Zealong-Teeplantage in Neuseeland drei verschiedene Oolongs produziert, die sich durch die verschiedene lange Erhitzung und Röstung unterscheiden: Zealong Pure (ungeröstet), Zealong Aromatic (kurz geröstet) und Zealong Dark (länger geröstet). - Ob wohl Hobbits, Elben und Zwerge während der Drehpausen zum "Herrn der Ringe" auch das ein oder andere verzaubernde Tässchen genossen haben? Es würde mich nicht wundern.

Seit meiner ersten Verkostung hat sich einiges getan und die Zealong-Tees haben einen guten Ruf unter Teegenießern. Inzwischen gibt es immer mal wieder auch deutsche Händler, die Zealong-Tees für kurze Zeit in ihr Sortiment aufnehmen. TeeGschwendner ist einer dieser Händler. Allerdings sind die Zealong-Tees schon vom Teegarten recht hochpreisig angesetzt, so dass der Ladenpreis nicht ohne ist. Ein eher überschaubarer Kundenkreis wird bereit sein, so viel Geld auf den Tisch zu legen. Andererseits bieten diese Tees auch ein tolles Geschmackserlebnis.

Der Zealong Black - ein Oolong als Schwarztee


Das trockene Blatt des Zealong Black

Das feuchte Blatt des Zealong Black
nach dem zweiten Aufguss.
Aktuell hat TeeGschwendner einen Tee aus der Zealong-Produktion im Sortiment, auf den ich sehr neugierig bin. Es ist allerdings kein Oolong-Tee, sondern ein voll oxidierter Schwarztee: Nr. 2697 - Zealong Black in der Edmon's Sophisticated Tea Selection. Dieser Tee wird aus den Blättern der gleichen Teesträucher gewonnen, die für die Produktion der Oolong-Sorten als Basis dienen. Allerdings werden die Teeblätter im Gegensatz zum Oolong voll oxidiert, wodurch sie ihre intensiv dunkle Farbe bekommen.

Die Beschreibung dieses Tees klingt äußerst verführerisch: "ein Schwarztee, der betörend nach Honig, Karamell und ein wenig Malz schmeckt. Weich und sanft, verblüfft die Tasse mit Ausdrucksstärke, die man sonst nur aus Indonesien oder Vietnam kennt." Da sind die knapp 40 Euro für 100 Gramm schnell vergessen. Eventuell relativiert sich der Preis ja ein wenig, wenn dieser Tee mehrere Aufgüsse verträgt? Das gilt es zu testen.

Jetzt steht also eine kleine Packung des Zealong Black vor mir: Dunkle, fast komplett schwarze, relativ große, nicht gerollte Blätter. Das trockene Blatt verströmt duftet nicht intensiv, aber bereits vielversprechend - und ich bin gespannt, wie sich der Tee in der Tasse zeigen wird.

Der Tee in der Tasse - mein Eindruck


Ich habe den Tee wie empfohlen zubereitet: 13 Gramm für einen Liter weiches, kochendes Wasser, vier Minuten Ziehzeit. Die Blätter entfalten sich während des Ziehens. Im feuchten Blatt sind Stängel, Blatt-Teile, aber auch ganze Blätter zu finden. Typisch für einen Oolong-Tee, Blattgröße und Anteil der Blattstängel eher untypisch für einen Schwarztee, wie er üblicherweise produziert wird.

Erster Aufguss des Zealong Black.

Der Tee in der Tasse verströmt einen angenehmen, dunkel malzig-süßen Duft. Nach ein wenig Wartezeit, bis die tiefgoldene Flüssigkeit Trinktemperatur erreicht hat, koste ich endlich.

Genau wie der Duft und die Beschreibung im Online-Shop es versprochen haben, schmeckt der Tee intensiv, zeigt aber keinerlei Bitterkeit. Eine dunkle, malzige Süße mit einem Hauch Honig und Lakritz schmeichelt der Zunge und bleibt noch lange im Mundraum erhalten. Wunderbar. Geschmacklich erinnert mich der Zealong Black an einen Sanxia Hongcha aus Taiwan, was nicht verwundert, da die Herstellungsverfahren und Teestrauch-Typen der Tees sich ähneln.

 

Nachdem der erste Aufguss mich schon begeistert hat, wollte ich wissen, ob der Zealong Black genügend Kraft für einen zweiten Aufguss hat. Für den zweiten Aufguss habe ich wiederum 4 Minuten Ziehzeit und kochendes Wasser gewählt. Farblich ist der Tee auch jetzt intensiv bernstein-golden. Geschmacklich fehlt allerdings die dunkle, malzige Süße des ersten Durchgangs. Jetzt finde ich eher Fruchtnoten, die ich allerdings nur schwer beschreiben kann. Trockenobst, grüner Apfel, vielleicht auch ein Hauch von Süßholz oder Lakritz? Ganz anders als im ersten Aufguss, aber immer noch angenehm, ohne Bitterstoffe, durch die leichte Fruchtigkeit erfrischend im Mundraum.


Einen dritten Aufguss habe ich nicht mehr getestet, da mir das Gefälle zwischen erstem und zweitem Aufguss bereits zu groß erschien. Bei einem Schwarztee war allerdings auch nicht zu erwarten, dass er mehr als zwei Aufgüsse durchhält.

Mein Fazit


Ein wunderbarer Schwarztee, der mit seinem intensiven Aroma und seiner unaufdringlichen Süße lange am Gaumen nachklingt. Trotz des vergleichsweise hohen Preises auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für alle, die sich einen besonderen Schwarztee für besondere Stunden wünschen oder einen exquisiten Tee verschenken möchten. Wer eine preisgünstigere Alternative sucht, sollte einen Sanxia Hongcha aus Taiwan probieren.


Bezugsquellen für Zealong-Tees


Der Zealong Black ist meines Wissens derzeit in Deutschland nur bei TeeGschwendner zu bekommen. Wer weitere Zealong-Tees probieren möchte, findet beim Tee-Kontor Kiel den Dark Oolong oder bestellt direkt in Neuseeland ein Komplettpaket. Bei Direktbestellung über den Zealong-Shop ist allerdings zu bedenken, dass ggf. recht hohe Versandkosten und Kosten für den Zoll anfallen. Schneller, einfacher und kostengünstiger ist es in jedem Fall, wenn ein deutscher Händler den Tee vorrätig hat.

Themenverwandte Beiträge.

Die beliebtesten Beiträge - Top 5