Informationen für Genießer rund um den Tee

Neuigkeiten, Gedanken und Entdeckungen zum Thema Tee findest du hier im Tee-Tagebuch. Einen guten Tee in der Tasse, anregende Unterhaltung und viel Spaß bei der Lektüre wünscht dir
Stephan Kockmann

Bücher-Tipps für Teefreunde

Auf dieser Seite findest du alle Beiträge zu Tee-Büchern und Interviews mit Tee-Buch-Autorinnen und -Autoren, die bisher im Tee-Tagebuch.de veröffentlicht wurden. Viel Spaß bei der Lektüre!

Frisch ausgepackt: Tee-Service aus Glas

Im Gaiwan-Shop gibt es ein schönes, handgefertigtes Tee-Service aus Borosilikat-Glas. Das Tee-Service möchte ich euch in einer kleinen Fotostrecke vorstellen.


Hier die Beschreibung des Sets, wie sie im Shop zu finden ist:

Mit diesem Tee-Service aus hitzebeständigem handgefertigtem Borosilikatglas machen Sie Ihre Teezeremonie zu einem besonderen Erlebnis. Klassische Formen minimalistisch umgesetzt aus hochtransparentem Glas erlauben einen unverdeckten Blick auf den Tee. Die kleine Spirale aus Edelstahl hält das Teeblatt in der Kanne zurück. Und feiner Tee-Satz wird noch von dem mitgeliefertem sehr feinen Sieb herausgefiltert. Die doppelwandig gefertigten Teeschalen halten den Tee länger warm.
Inhalt:
1 x Teekanne, 200 ml
1 x Ausschankkanne, 200 ml
1 x Teesieb mit Ständer
4 x Thermoschale, ca. 40 ml
Bis auf das Teesieb sind alle Bestandteile dieses Tee-Service spülmaschinenfest.

Genau dieses Tee-Set steht jetzt vor mir - also packen wir es aus und schauen es genauer an:



  


  

 

  

Mein Eindruck und meine Meinung


Die Lieferung der Ware erfolgte schnell und bruchsicher verpackt.

Nach dem Auspacken steht ein sehr schönes Glas-Tee-Set vor mir, in dem der Tee richtig zur Geltung kommen kann. Beim Aufguss kannst du genau beobachten, wie sich die Teeblätter im Wasser entfalten. Auch die leuchtende Farbe des Aufgusses kommt hier sehr schön zur Geltung. Durch das kleine Lüftungsloch im Deckel gibt es beim Ausschenken den notwendigen Druckausgleich, so dass ein gleichmäßiger Teefluss gewährleistet ist.

Das Tüllensieb aus Edelstahl hält die Teeblätter in der Glaskanne. In Kombination mit dem sehr feinen Extra-Filter gelangen auch die feineren Teepartikel nicht in die Servierkanne und die Tassen. So kommst du im wahrsten Wortsinne zu einem "ungetrübten" Tee-Genuss.

Der kleine Ständer für das Teesieb ist unten offen - hier solltest du also etwas unterlegen, um später keine Tropfspuren auf dem Tisch oder der Tischdecke zu haben. Dafür genügt schon ein kleiner Untersetzer - stilvoller geht es natürlich mit einem Tee-Tablett. Das feine Netz im Teesieb scheint aus einem Nylongewebe zu bestehen, das mit einem (verschmolzenen?) Nylonfaden am Glastrichter befestigt ist. Vermutlich eignet es sich aus diesem Grund als einziges Teil auch nicht für die Reinigung im Geschirrspüler.

In den doppelwandigen Teeschalen schwebt der Tee quasi in der Luft - ein faszinierender Effekt. Die Schalen lassen sich auch bei heißem Tee anfassen, ohne dass die Finger mit Hitze in Berührung kommen. Nur beim Trinken musst du aufpassen, dass du dir nicht den Mund verbrennst, da der Tee dank der Doppelwandigkeit der Gläser länger heiß bleibt. Allerdings kannst du den Tee problemlos vorab in der Ausschankkanne auf Trinktemperatur abkühlen lassen.

Die Reinigung des Sets geht - bis auf den Filter - problemlos in der Spülmaschine. Du musst allerdings darauf achten, dass die kleinen Glasteile sicher verstaut sind und nicht vom kräftigen Wasserstrahl durch die Spülmaschine geschleudert werden können.

Tee in Kleinstpackungen


Passend zum gerade vorgestellten Tee-Set gibt es im Gaiwan-Shop jetzt auch Premium-Tees in aromaschützenden Kleinstpackungen. Die Tees werden ab 24 Gramm verkauft und sind jeweils in 6-Gramm-Packungen einzeln aromadicht verpackt.

Vorteil der 6-Gramm-Packungen: Du hast immer eine passende Menge für 0,6 bis 1 Liter Tee zur Hand, ohne gleich eine große Packung öffnen zu müssen. So bleiben die restlichen 6-Gramm-Päckchen länger frisch. Klarer Nachteil: Es entsteht mehr Verpackungsmüll.

Hier zum guten Schluss noch einmal alle Links zu den Angeboten im Gaiwan-Shop:


Gemütliche Teestunden!

Sechs neue Tees aus dem Nisima-Sortiment

Im Januar dieses Jahres hatte ich bereits über das Oolong-Tee-Set von Nisima berichtet. Seit einigen Tagen gibt es sechs neue Schwarztees aus Taiwan, Indien und Nepal im Sortiment dieses Teehändlers, von denen ich jetzt Muster vorliegen habe.

Sechs neue Schwarztees aus dem Sortiment von Nisima.

Folgende Tees habe ich als Muster erhalten:


Das trockene Blatt der Tees zeigt wieder einmal wunderschön, wie vielfältig in Blattform und Farbe allein schon die Welt des Schwarztees ist:

 

 

 

Ein wunderschönes Farbenspiel, sehr unterschiedliche Blattgrößen - und ganz unterschiedliche, dezente Duftnoten, die von dunkel-malzig bis zu frischen Heunoten reichen.

Der Honey Black aus Hualien in Taiwan


Für den von Sonne und Gewitter-Regen geprägten Samstag habe ich mir zunächst den Honey Black aus Taiwan ausgesucht. Schwarztees aus Taiwan sind meist echte Perlen, dementsprechend hoch sind meine Erwartungen. Schon im trockenen Blatt erschnuppere ich bei diesem Tee dunkel-malzige Akzente. Die Beschreibung dieses Tees im Nisima-Shop schraubt meine Erwartungen weiter in die Höhe:

Der Honey Black ist ein süßlicher Vertreter des Schwarztees und schmeckt anders als jeder Schwarze Tee, den Sie bisher getrunken haben.
Honigsüße Nuancen vereinen sich mit kakaoartigen Noten, die den ausgewogenen Körper lieblich wirken lassen. Dieser Tee wird sicherlich Kaffeetrinkern sehr gut gefallen, die ihren Kaffee gerne etwas gesüßt genießen. Nur kommt dieser Tee gänzlich ohne ungesunden Zucker aus. Der karamellartige Abgang verleiht dem Tee einen langanhaltenden, honigsüßen Nachgeschmack.

Dem einleitenden Satz darf zumindest ich widersprechen, denn ich hatte schon einige Male das Vergnügen, Schwarztees dieser Machart und Geschmacksrichtung in der Tasse zu haben. Aber ich mag diese Tees sehr gern. Darum freue ich mich auf die Verkostung.

Die Zubereitungsempfehlung lautet: 3,5 Gramm mit 100 ml kochendem Wasser aufgießen. Dabei werden insgesamt drei Aufgüsse mit Ziehzeiten von 30, dann 40 und zuletzt 55 Sekunden empfohlen. Hier ein paar Impressionen meiner kleinen Teestunde:


 


 

Der Tee zeigt in allen drei Aufgüssen eine goldbraune, intensive Tassenfarbe. Das feuchte Blatt duftet dunkel-malzig. Der Aufguss zeigt malzige, kramellige und leicht süßliche Noten, die lange im Mund bleiben. Die Farbe im Zusammenspiel mit dem leicht süßlichen Geschmack lässt mich an Waldhonig denken. Ein sehr schöner Tee, der sich wunderbar für die Zubereitung im Stil des Gong Fu Cha eignet (hohe Dosierung, mehrfache Aufgüsse, kurze Ziehzeiten). Und ich hatte den Eindruck, dass der Tee durchaus noch einen vierten und fünften Aufguss vertragen könnte.

Dieser Tee ist seinen Preis von 11,90 Euro für 50 Gramm in jedem Fall wert.

Black Elephant aus Nantou in Taiwan


Am heutigen, sonnigeren Sonntag fiel meine Wahl auf den schwarzen Elefanten aus Taiwan. Der Black Elephant hat große, leicht in sich gedrehte, dunkle Blätter, die einen ganz dezent malzigen Duft verströmen.

Der Black Elephant aus Nantou in Taiwan.

Im Nisima-Shop liest sich die Beschreibung und Zubereitungsempfehlung für diesen Schwarztee wie folgt:

Der großblättrige Schwarztee Black Elephant stammt aus einer biodiversen Plantage in Zentraltaiwan. Sein mineralisches Aroma mit Noten von Kakaobutter verdankt er dem speziellen Elephant Kultivar, welches ursprünglich aus Burma kommt. Es war bis in die 1960er Jahre in Taiwan sehr populär. Jetzt wurde es wiederentdeckt, wird in geringen Mengen wieder produziert und begeistert durch seine Ergiebigkeit und seinen intensiven, warmen Aromen. 
Zubereitungsempfehlung im Gaiwan: 3,5 Gramm (ca. 2,5 gehäufte Teelöffel) auf 100 ml kochendes Wasser und bis zu vier Aufgüsse (45, 30, 40, 55 Sekunden).

In der Tasse zeigt der Tee eine dunkle rot-braune Farbe und entfaltet seine Blätter mit jedem Aufguss immer mehr. Geschmacklich dominieren in den ersten beiden Aufgüssen herbe Kakaonoten, die ab dem dritten Aufguss verschwinden und den Tee nun etwas süßer wirken lassen. Ich finde hier allerdings nicht die karamellige Süße, die beim Honey Black zu finden war.


 
 

Auch im fünften Aufguss hat der Tee noch genügend Kraft.

Vier Aufgüsse verkraftet dieser Tee locker, wenn man ihn im Stil des Gong Fu Cha zubereitet. Selbst ein fünfter Aufguss bringt noch eine intensive Farbe in die Tasse und erfreut mit mildem Geschmack. Es lohnt sich also auch hier, mit den Ziehzeiten und der Dosierung zu spielen.

Den Preis von 16,90 Euro für 50 Gramm ist der Black Elephant in Anbetracht der Ergiebigkeit wert.

Mein Fazit


Auch wenn ich erst zwei der sechs Teemuster verkostet habe, möchte ich schon ein erstes Fazit ziehen: Das Team von Nisima hat wieder ein gutes Gespür für spannende Tees bewiesen. Die Qualität der Tees, die Präsentation im Shop, die Zubereitungs-Empfehlungen und Preisgestaltung sind professionell und gelungen. Diesen jungen Teeshop werde ich im Auge behalten und bin gespannt auf die weitere Entwicklung!

Tee-Anbau in Schottland - vier Tees im Test

Tee kommt nicht mehr nur aus den klassischen Tee-Regionen, auch in Europa gibt es einige Versuche, Tee anzubauen. Über den Tee-Anbau auf den Azoren hatte ich 2013 schon berichtet. Experimente mit dem Tee-Anbau gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland. Aber wer hätte erwartet, in Schottland auf hochmotivierte und aktive Teeanbauer zu stoßen?

Doch das gibt es tatsächlich: Im schottischen Hochland wird bereits seit einer Weile Tee angebaut, verarbeitet und unter dem Label Wee Tea Company vermarktet.

Nach einigen Rückschlägen in der Anfangszeit, haben die schottischen Teeanbauer Erfahrungen gesammelt - mit den Wetterbedingungen, Wind und Kälte, den Pflanzen, der Verarbeitung. Die Erntemenge reicht bereits aus, um sie verkaufen zu können. Unter anderem nach China gehen Lieferungen. Hier scheint der Tee aus Schottland als "Exot" beliebt zu sein.

Vier Teeproben im Test


Ich hatte das Glück, vier Teeproben zu ergattern. So kann ich mir jetzt ein eigenes Bild machen, was für Tees die Schotten produzieren.

Vier Tees aus schottischer Produktion.

Im Test sind die Sorten: Isle of Mull Matcha, Dalreoch Scottish White Tea, Dalreoch Scottish Smoked White Tea und Garrocher Grey. Vielen Dank an Tam O'Braan für die Tees! Und natürlich möchte ich euch an meinen Eindrücken teilhaben lassen.

Hier zunächst die Zubereitungsempfehlungen, die den Tees beilagen:

 
 

Aber jetzt weiter zu meinem Test der vier Tees.

Isle of Mull Matcha


Zunächst habe ich mir verwundert die Augen gerieben: Mit einem Matcha aus Schottland hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Natürlich war ich neugierig, wie die Produktion abläuft. In Japan werden die Teesträucher vor der Ernte aufwändig beschattet, dann werden die Blattstängel und -gerippe herausgelöst, um nur das reine "Teefleisch" weiter zu verarbeiten. Aus diesem sogenannten Tencha wird dann durch extrem feines Vermahlen in Granitsteinmühlen der edle Pulvertee produziert.

Die Produktion des schottischen Matcha


Wie machen die Schotten das? Die Teepflanzen werden laut Tam O'Braan mit Hüllen beschattet, die normalerweise zum Schutz von Baumstämmen verwendet werden. Ein etwas anderes Verfahren als in Japan, aber in Schottland sind die Teepflanzen, dich ich auf Tams Fotos gesehen habe, auch noch recht jung und klein.

Vor dem Vermahlen der Teeblätter werden auch hier die Blattstiele entfernt. Die schottischen Teebauern orientieren sich also am japanischen Vorbild. Bei der Weiterverarbeitung des "Tencha" merkte man nach einigen Versuchen mit verschiedenen Produktionswegen schnell, dass einfache Mühlen und Mörser keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringen. Entweder laufen die Mühlen heiß und schaden dem Tee oder das Mahlgut ist später zu uneinheitlich und nicht fein genug. Daher wird die Produktion des Matcha jetzt mit einer traditionellen Granitsteinmühle aus Yunomi durchgeführt.

Schottischer Matcha im Geschmackstest


Der Isle of Mull Matcha hat eine hellgrüne, eher gelbliche Färbung. Von der Farbe her erinnert er mich an die einfachen Koch-Matcha-Qualitäten und günstige chinesische "Matcha". Farblich und vom Duft des Teepulvers ist das kein Vergleich zum intensiv leuchtenden Grün und frisch-dunklen Duft guter japanischer Matcha-Qualitäten. Ich bin gespannt, ob sich dieser erste Eindruck im Geschmack widerspiegelt.

Links der Isle of Mull Matcha, rechts eine Premiumqualität
aus Japan. Die Farbunterschiede sind deutlich.

Hier die Farbunterschiede noch einmal im Detail: links der Isle of Mull Matcha, rechts eine japanische Premiumqualität. Auch im Duft der beiden Pulvertees zeigen sich diese Unterschiede:

 

Wie gewohnt verrühre ich das Teepulver zunächst mit etwas kaltem Wasser, bevor ich es mit passend temperiertem Wasser schaumig schlage:

 

Die gelblich-grüne Farbe zeigt sich auch in der Tasse. Der Matcha lässt sich gut aufschlagen und bringt einen schönen Schaum, der einen stabilen Eindruck macht. Die im Foto erkennbaren größeren Blasen hätte ich mit etwas mehr Feinarbeit sicher auch noch wegbekommen. Aber ich war auf den Geschmack gespannt.

Im Mund zeigt sich, dass der optische Eindruck nicht trügt. Mir fehlt die intensive Matcha-Süße der japanischen Premiumqualitäten. Dafür finde ich eine leichte Säure und etwas Bitterkeit. Schade, bei umgerechnet 38 Euro (30 £) für 15 Gramm hätte ich mehr erwartet. Das ist leider noch keine Konkurrenz für die japanischen Teebauern. Und für einen Kochmatcha ist der Preis deutlich zu hoch.

Aber die Teepflanzen sind noch jung und ich denke, dass hier noch einige Erfahrungen gesammelt werden. Und vielleicht gibt es schon in ein paar Jahren Matcha aus Schottland, der sich mit den japanischen Qualitäten messen kann.

Dalreoch Scottish White Tea


Der zweite Tee, den ich probiert habe, ist ein weißer Tee. Da ich naturbelassene Tees und deren Eigengeschmack liebe, freue ich mich, den Tee "pur" kennen zu lernen.


  

Das Blattgut sieht gut verarbeitet aus, hat aber auf dem Postweg ein wenig Druck abbekommen, so dass auch Blattkrümel dabei sind. Die Blätter zeigen ein schönes Farbenspiel und enthalten schöne, von silbrigem Flaum bedeckte Knospen. Der hellgoldene Aufguss ist sehr mild, zeigt keinerlei Bitterkeit, stattdessen einen Hauch von pflanzlicher Süße. Das feuchte Blatt duftet wie frisch geschnittene Pflanzen. Ein schöner Tee. Aber mit umgerechnet rund 145 Euro (115 £) für 50 Gramm ist das ein teurer Genuss!

Dalreoch Scottish Smoked White Tea


Den gerade verkosteten weißen Tee gibt es auch in der Variante mit Raucharoma, vergleichbar einem Lapsang Souchong. Beim Öffnen der Packung steigt mir gleich ein sehr intensives Raucharoma in die Nase. Wer geräucherten Schinken mag, der wird diesen Duft mögen. Vom Tee selbst rieche ich zunächst nichts - ich bin gespannt, wie sich dieses Raucharoma in der Tasse verhält.


  

Das Blattgut ist identisch zum bereits probierten weißen Tee. Die Tassenfarbe ist etwas dunkler, im feuchten Blatt ist kaum noch Raucharoma zu finden.

Aus der Tasse strömt mir ein intensives Raucharoma wie von Räucherschinken oder Mettendchen entgegen. Allerdings ist dieser Duft dezenter als der aus der Packung.

Geschmacklich bin ich erstaunt, dass sich der Tee angenehm rund präsentiert. Die dezente Süße gepaart mit dem Raucharoma harmoniert gut und erinnert mich im Nachklang an den Duft eines erloschenen Lagerfeuers.

Eine durchaus interessante Kombination, die ich aber nicht jeden Tag trinken könnte. Wie bei vielen aromatisierten Tees meldet sich hier mein Magen und legt ein kleines Veto ein. Als Begleiter zu belegten Broten dürfte sich das Raucharoma aber gut einfügen.

Ein durchaus interessanter Tee - aber auch dieser Tee ist mit umgerechnet 145 Euro (115 £) für 50 Gramm ein teures Vergnügen!

Garrocher Grey


Kommen wir zu Tee Nummer vier in meinem Test: Garrocher Grey.


 

 


Den "Earl Grey", einen mit Bergamotte-Öl aromatisierten Schwarztee, kennt wohl jeder Teetrinker. Der schottische Garrocher Grey interpretiert das alte Rezept neu und wurde mit "Monarda Flowers" aromatisiert, die im Deutschen als Zitronen-Monarde, Zitronengoldmelisse, Präriebergamotte oder Indianerminze bekannt ist. Der Duft erinnert in der Tat an Bergamotte oder eben den Earl Grey Tee.

Schon im trockenen Blatt ist das Bergamotte-Aroma deutlich zu finden. In der Tasse tritt es ebenfalls klar in den Vordergrund. Eine leichte Säure und verhaltene Adstringenz bleiben im Nachklag auf der Zunge. Wer die Sorte Earl Grey mag, dürfte diesen Tee ebenfalls mögen. Ich persönlich kann ihn mir mit etwas Milch und Honig auch gut vorstellen.

Allerdings fände ich es spannender, den Schwarztee pur genießen zu können, ohne eine Aromatisierung. Preislich ist auch dieser Tee mit rund 145 Euro (115 £) für 50 Gramm kein günstiges Vergnügen.

Mein Fazit


Die in Schottland produzierten Tees sind das Ergebnis eines ambitionierten Projekts, dem ich viel Glück und Erfolg wünsche! Die bisher noch kleinen Erntemengen und der aufwändige Anbau, bei dem zunächst einige Rückschläge bewältigt werden mussten, führen wohl zu den aktuell recht deftigen Preisen, die diese Tees derzeit zu einem Luxusgut machen.

Der angebotene schottische Matcha ist leider noch nicht auf dem Qualitätsniveau der japanischen Produkte. Aber was nicht ist, kann noch werden - das sind schließlich die ersten Gehversuche, während die japanischen Teebauern bereits auf Jahrhunderte an Erfahrung zurückblicken können.

Die anderen Tees sind gute Qualitäten. Vergleichbare Teequalitäten sind aber deutlich günstiger im normalen Teehandel zu bekommen.

Trotzdem - oder gerade deshalb - bin ich gespannt, wie sich die selbst so bezeichnete "schottische Tee-Revolution" weiter entwickeln wird. Ich wünsche Tam O'Braan und seinen Weggefährten auf jeden Fall gutes Gelingen und eine reiche Tee-Ernte!

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