Informationen für Genießer rund um den Tee

Smiling GaiwanNeuigkeiten, Gedanken und Entdeckungen zum Thema Tee findest du hier im Tee-Tagebuch. Einen guten Tee in der Tasse, anregende Unterhaltung und viel Spaß bei der Lektüre wünscht dir
Stephan Kockmann

Bücher-Tipps für Teefreunde

Auf dieser Seite findest du alle Beiträge zu Tee-Büchern und Interviews mit Tee-Buch-Autorinnen und -Autoren, die bisher im Tee-Tagebuch.de veröffentlicht wurden. Außerdem kannst du schauen, was aktuell bei amazon.de die meistverkauften Bücher zum Thema Tee* sind.


Fragen an Teefreunde - Teil 28: Peter Unbekannt von TAO TEA

TAO TEA Online-Shop (Screenshot)
Ende Dezember erreichte mich eine E-Mail von Peter Unbekannt, dem Betreiber des im Aufbau befindlichen Tee-Shops TAO TEA. Mit seinem in Berlin beheimateten Online-Shop verfolgt Peter ein interessantes und ambitioniertes Konzept: Hochwertigen japanischen Bio-Tee (JAS- sowie Ecocert-zertifiziert) zu günstigen Preisen anzubieten und dabei in allen Aspekten des Unternehmens auf Nachhaltigkeit zu setzen. Schon bei der Verpackung der Tees geht er eigene Wege. Grund genug, ein Interview mit Peter zu führen.


Bitte stell dich kurz vor, Peter:
Peter Unbekannt ist mein Name und ich komme aus Berlin. Nachdem ich in den vergangenen Jahren für ein japanisches Unternehmen gearbeitet habe, entschloss ich mich, japanischen Tee unter einer eigenen Marke nach Deutschland zu bringen. Dabei habe ich das "Gesamtpaket" im Blick und konzentriere mich nicht nur auf den Tee, seine Qualität und Zubereitung. Es sollte Standard sein, dass ein Unternehmen, welches Qualität anbieten möchte, selbst qualitativ hochwertig ist. Für mich bedeutet das, als Unternehmen nachhaltig zu sein. Jeder Teil des Unternehmens, vom Hoster angefangen, über den E-Mail-Provider, das Büromaterial, den Strom oder die Bank - alles sollte nach diesen Gesichtspunkten ausgewählt und zusammengestellt sein. 
Besonders wichtig ist mir auch die Verpackung. Es hat mich immer gestört, dass meist Aluminium als Aromabarriere Verwendung findet. Dieses Metall ist aber nur unter enormen Energieaufwand herzustellen und später wieder zu recyclen. Umweltfreundlich ist das nicht. Daher musste eine Alternative her. Und die konnte ich finden. Hoffentlich gelingt es mir, diese neue Aromaverpackung zum neuen Standard in Deutschland zu machen.
  
Bild 1 und 2: TAO TEA Tee-Tüte ohne Aluminium-Aromabarriere
Bild 3: Tee-Tüte mit Aluminium-Beschichtung

Welche Bedeutung hat Tee in deinem Leben? Welche Beziehung hast du zum Tee?
Grünen Tee trinke ich täglich, einmal früh und einmal nachmittags. Das Trinken ist in den letzten zwanzig Jahren ein Ritual geworden und beruhigt mich sichtlich. Ich kann nicht mehr ohne Grüntee sein. Wenn ich reise, nehme ich ein eigenes Grüntee-Set mit, welches aus Kanne, Schälchen, Thermometer, Holzlöffel und dem Tee besteht.

Was ist für dich das Besondere am Tee?
Teetrinken ist einfach, unkompliziert und zutiefst persönlich. Da ich täglich zweimal dieses kleine Ritual zelebriere, lässt sich an dem Ergebnis in der Teeschale für mich immer sehr schnell ablesen, wie es mir geht. Der Tee ist für mich dann ein Gradmesser meiner Gesundheit und meines Wohlbefindens.

Wann hattest du den ersten Kontakt zum Tee und welcher Tee war das?
Als ich zwölf Jahre alt war, durfte ich das erste Mal grünen Tee trinken. Meine Eltern hatten kurz nach der Wende in Berlin einen der ersten Bioläden im Ostteil der Stadt aufgemacht und versorgten die Familie von da an mit der bestmöglichen Qualität. 
Mein erster Grüntee war reiner Luxus - 100 Gramm haben damals ca. 100 DM gekostet. Aber dieser Tee war es wert. Allos hatte diesen Tee damals im Sortiment. Es war - wenn ich mich richtig erinnere - ein Gyokuro.

Was ist dein Lieblings-Tee, was ist das Besondere daran und wie bereitest du ihn zu?
Der Gyokuro ist und bleibt der Tee meiner Wahl. Manchmal finde ich allerdings auch einen Kabusecha, der mir zusagt. Ein Sencha ist mir im Normalfall zu stark, Ausnahmen sind selten. Wenn ich Gäste habe, die an Grünen Tee noch nicht so gewöhnt sind, serviere ich meistens Genmaicha und komme dann erst zu meinen Lieblingstees. 
Bei meinem Teeritual, welches ich zweimal täglich vollziehe, geht es mir immer nur darum, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das klingt banal, für mich ist es jedoch jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung. Und ich scheitere dabei oft genug. 
Handwerklich sieht es so aus, dass ich zwei Wasserfiltersysteme nutze, die hintereinandergeschaltet sind. Eines kümmert sich um den Kalk (und davon hat Berlin richtig viel), das andere kümmert sich um den Rest. 
Der Gyokuro - den ich auch zum Verkauf anbiete - möchte bei 60°C zubereitet werden - unabhängig vom Aufguss. Die Stärke des Tees variiere ich durch die Ziehzeit und nicht durch die Temperatur. Im Normalfall mache ich vier Aufgüsse und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich häufig eine gute Stunde beschäftigt bin.




Oben im Bild: Houjicha (gerösteter Grüntee) von TAO TEA


Wann und wo trinkst du am liebsten Tee?
In der Früh und nachmittags sind meine Zeiten. Ich sitze dann meistens am Schreibtisch und besinne mich auf die Aufgaben des Tages.

Welches ist dein liebstes Tee-Zubehör?
Definitiv mein Untersetzer mit integriertem Wasserfänger (Gongfu-Station) , da ich oft genug unsauber beim Eingießen des Tees in die Schälchen bin und ich mir damit eine Menge Arbeit erspare.

Was ist deine Lieblings-Zutat zum Tee?
Ich habe keine Lieblingszutat. Manchmal genehmige ich mir zum Tee ein Täfelchen Matcha-Schokolade. Das wars aber auch schon.

Was ist dein Lieblingsbuch zum bzw. über Tee? Welche Musik passt für dich zu einer schönen Teestunde?
Interessante Frage. Ich glaubte einmal, ich bräuchte Musik dazu, die mich beruhigt. Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, dass Musik mich davon ablenkt, den Tee zuzubereiten und ihn vollständig wahrzunehmen. Daher habe ich das weggelassen und bereue diese Entscheidung nicht. 
Ein Lieblingsbuch habe ich nicht. Aktuell lese ich "Die Grüntee-Therapie"* von Rosina Sonnenschmidt und lerne eine Menge Neues über die Wirkung des Tees.

Vielen Dank für das Interview, Peter!


Das derzeitige Sortiment von TAO TEA.

Du bist neugierig geworden? Das Angebot von TAO TEA findest du hier.

Peter Orzechowski: Das Teeblatt-Orakel

Das Teeblatt-Orakel von Peter Orzechowski ist zwar ein Buch über Tee, beschäftigt sich allerdings nicht mit den verschiedenen Teesorten, ihrer Herkunft und Zubereitung. Es ist auch kein Roman, keine Teegeschichte. Und wer beim Thema Esoterik, Meditation und Wahrsagen allergische Reaktionen verspürt, sollte besser nicht weiterlesn.

Da du offensichtlich doch weiterliest, stehst du dem Thema vermutlich eher aufgeschlossen gegenüber oder bist zumindest neugierig. Du hast dich vielleicht sogar schon einmal mit dem alten chinesischen Weisheitsbuch I Ging* beschäftigt und weißt, dass es nicht darum geht, festgeschriebene Ereignisse vorherzusagen. Vielmehr soll es ein Instrument sein, in sich hineinzuhorchen, der inneren Stimme zu lauschen.

Das Buch und sein Inhalt


Das Teeblatt-Orakel, das uns der Autor in diesem Buch vorstellt, soll auf alten chinesischen Traditionen fußen. Nach einer kurzen Einführung in die Entstehungsgeschichte und einem ebenso kurzen Abriss zum Thema Tee und seiner Geschichte, folgen Hinweise zur Einstimmung und dem richtigen Vorgehen bei der Zubereitung des Tees. Auch zur Deutung der Symbole, die wir für uns selbst in den Teeblättern entdecken, die nach dem Trinken in der Tasse verbleiben, gibt Peter Orzechowski einige Ratschläge und Beispiele aus seiner eigenen Praxis.

Den größten Teil des Buches macht dann die Auflistung von über 150 möglichen Symbolen und deren (Be-)Deutung aus. Wer hier allerdings Abbildungen von Teeblättern erwartet, die das jeweilige Symbol darstellen, sucht vergebens. Hier heißt es, den eigenen Kopf und die Fantasie bemühen, um die Bilder in den Teeblättern zu finden. Dabei betont der Autor im Vorfeld, dass es hier keine richtigen oder falschen Interpretationen gibt, sondern immer das eigene Empfinden und Gespür für das, was für uns richtig ist, entscheidet.

Das Buch hat insgesamt 184 Seiten, die durchgehend farbig illustriert sind. Schöne Farbfotos von Teekannen, Teetassen und Teeblättern machen Lust auf Tee und das Experiment "Teeblatt-Orakel".

Meine Meinung und Fazit


Wer Spaß daran hat, sich auf Neues einzulassen, der findet hier ein schönes Experimentierbuch für besinnliche, meditative Teestunden. Ob man die eigenen Vorhersagen und Erkenntnisse schließlich ernst nimmt und für die eigene Lebensplanung verwenden mag, das muss jede(r) für sich entscheiden. Eine Möglichkeit, in sich hineinzuhorchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, ist es allemal.

Besonders einfach hat es bei diesem Experiment übrigens derjenige, der seinen losen Tee gerne im Gaiwan zubereitet - allerdings erschwert der hier fehlende Henkel die zeitliche Einordnung der Vorhersagen.

Bestellmöglichkeit

Wenn du jetzt also Lust auf einen Versuch bekommen hast, hier die Informationen zum Buch:

Peter Orzechowski: Das Teeblatt-Orakel*
Hardcover mit Lesebändchen, 184 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Verlag nymphenburger, ISBN 978-3-485-02838-7, Preis: 15 Euro

Teekadenz-Tee und doppelwandiges Teeglas im Test

Vor kurzem erhielt ich ein Päckchen mit Tee und einem doppelwandigen Deckel-Teeglas von "Teekadenz". Dieser Teehändler hat sich auf die Fahnen geschrieben, qualitativ beste Tees in aromaversiegelten, gebrauchsfertigen Kleinpackungen anzubieten - simpel gesprochen: einzeln verschweißte Tassenportions-Teebeutel. Dabei ist das Sortiment bewusst beschränkt auf derzeit 12 Tees und wenige Zubehörartikel.

Teekadenz - Verkostungsauswahl
Die Verkostungsauswahl: Doppelwandiges Teeglas mit
doppelwandigem Glasdeckel und 6 Sorten Tee im Portionsbeutel.

Aus dem Tee-Sortiment habe ich folgende Sorten zur Verkostung erhalten: Darjeeling First Flush SFTGFOP1, weißer Tee "silver needle", Oolong-Tee "black dragon", Yunnan-Schwarztee "golden rain" sowie einen Assam-Tee "black tiger" und den China-Grüntee "jade's green". Im Sortiment gäbe es ferner noch einen Earl Grey, Pfefferminz, Kamille, Rooibos und einen Grüntee mit Mango-Zitrus-Aromen.

Da mich aromatisierte Tees, Früchte- und Kräuteraufgüsse meist nicht begeistern, beschränkt sich mein Test auf die nicht-aromatisierten, "echten" Tees, die aus der Teepflanze (Camellia sinensis) hergestellt werden.

Woher kommt der Name des Shops?


Der Name "Teekadenz" lehnt sich laut Aussage der Unternehmensgründerin Julia Gasser primär an die "Kadenz" aus der Musik an, bei der ein Solist im Rahmen eines Konzerts sein außerordentliches Können demonstriert. Zum anderen spielt aber auch die "Dekadenz" eine Rolle, wodurch - mit einer gehörigen Portion Selbstironie - auf den Luxus-Charakter der angebotenen Waren angespielt werden soll.

Die Tee-Auswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit renommierten Teeimporteuren, die über regelmäßige Laboruntersuchungen sicherstellen, dass nur geprüfte Tees angeboten werden. Die Gründerin des Unternehmens hat einige Jahre in Asien gelebt und kennt daher die örtlichen Gegebenheiten. Trotzdem - oder gerade deswegen - verzichtet sie bewusst auf einen Direktimport und die Festlegung auf einzelne Teegärten oder Teebauern.

Das doppelwandige Teeglas mit Deckel


Teekadenz - doppelwandiges Teeglas mit Deckel
Doppelwandiges Teeglas mit Deckel
Zusammen mit den Teeproben erhielt ich auch das Teeglas "cool steeper". Es handelt sich hierbei um ein mundgeblasenes, doppelwandiges Borosilikat-Teeglas inklusive ebenfalls doppelwandigem Glasdeckel. Die Innenwand des Glases ist "gefrostet" und sieht daher milchig aus, so dass die Farbe des Tees auf besondere Weise zur Geltung kommt. Das Glas fasst ca. 230 Milliliter Tee, was in etwa dem Fassungsvermögen einer normalen Teetasse entspricht.

Die Doppelwandigkeit inklusive Deckel sorgt dafür, dass das Teeglas außen nur leicht warm wird, während der Inhalt seine Temperatur hält und die Tee-Aromen dank des Deckels im Glas bleiben. Zudem dient der Deckel, wenn er abgenommen und umgedreht auf den Tisch gelegt wird, als praktische Ablage für den Teebeutel.

Teekadenz - doppelwandiges Teeglas mit Deckel
Produktionsspuren
im Deckelrand.
Das Teeglas wird von Teekadenz als moderne Interpretation des klassischen Gaiwans präsentiert. Wobei ein Gaiwan üblicherweise dreiteilig wäre, einen nach außen gebogenen Rand hat und der Deckelrand zum "umrühren" des Tees sowie als "Filter" verwendet würde. Aber immerhin, Deckeltassen sind beide.

Im Boden und im Deckelrand ist jeweils eine kleine "Erhebung" zu sehen und spüren, die in den Shop-Bildern nicht erkennbar ist. Das sind die Stellen, an denen die Glasbläser ihr Werkzeug angesetzt haben. Auch wenn man im ersten Moment an einen Produktionsfehler denken mag, ist das wohl ein Zeichen der Handarbeit und wurde bewusst in Kauf genommen, um auch den Deckel doppelwandig fertigen zu können. Das Teeglas ist laut Shop-Angabe spülmaschinentauglich, aber auch von Hand leicht zu reinigen.

Die Tee-Qualität im Schnelltest


Um mir ein erstes Bild von der Qualität der gelieferten Tees zu machen, habe ich mir den "golden rain" ausgesucht - ein Dian Hong, also ein Schwarztee (oder besser "roter Tee") aus Yunnan. Denn was in Europa als Schwarztee angesehen wird, wird in China in der Regel als roter Tee gehandelt.

Reißt man die Folien-Verpackung des "golden rain" auf, ist im Inneren eine Tassenportion des Tees in einem netzartigen Beutel zu finden. Laut Shop-Information handelt es sich um handgefüllte Säckchen aus biologisch abbaubarem Nylon. Das Material scheint das gleiche zu sein, das ich bereits von den Mighty Leaf Teebeuteln kenne. Das Teesäckchen von Teekadenz ist mit einem Papier-Etikett an einem am Beutel verknoteten Faden versehen, auf dem vorn der Name des Tees und hinten ein QR-Code sowie die Zubereitungsempfehlungen aufgedruckt sind.



Zubereitet habe ich diesen Dian Hong gemäß Shop-Empfehlung mit 100 Grad Celsius heißem Wasser und vier Minuten Ziehzeit:



Optisch ist das trockene Blatt, soweit es im Teebeutel erkennbar ist, schön anzusehen. Auch die Farbe des Aufgusses kommt in der Deckeltasse gut zur Geltung. Die feinen Härchen sind teils auf der Innenseite der Folienverpackung zu finden, der Dut des trockenen Blattes ist angenehm rund.

Geschmacklich ist der Tee gut, ohne Bitterkeit - aber ich hätte mir im Falle eines "ultimativen Spitzentees", der er sein soll, mehr Süße im Aufguss gewünscht. Zumindest würde das für mich eine Dianhong-Spitzenqualität auszeichnen.

Schaue ich mir das feucthe Blatt an, nachdem ich den Beutel aufgeschnitten habe, sehe ich neben einigen großen Knospen und feinen Blättern auch einiges an Teeblatt-Bruch. Das ist zwar kein Zeichen schlechter Qualität und sorgt dafür, dass sich die Aromen schneller im Wasser lösen, aber die Fotos des Tees im Shop haben meine Erwartungen auch hier hochgeschraubt.


Mein Fazit


Das doppelwandige Teeglas mit dem doppelwandigen Deckel ist ein Hingucker und ein praktisches Accessoire für die Teekadenz-Tassenportionen. Durch die "gefrostete" Innenwand schwebt der Tee wie in einem dünnen Eispanzer im Glas.

Die Zielgruppe für die Teekadenz-Tees sind laut Informationsblatt des Shops sowohl die Spitzengastronomie als auch Endverbraucher, die für sich und ihre Gäste "wirklich nur das Beste suchen". Durch die aromaschützende Verpackung in Tassenportionen kommt das dem Bequemlichkeitsgedanken entgegen. Auch die Teequalität ist für die Zielgruppe in Ordnung. Gegenüber dem altbekannten, überlagerten, nicht aromaversiegelten Teebeutel ist das ein Quantensprung.

Dennoch: Auch loser Tee lässt sich mit wenig Aufwand aromaschützend lagern, einfach dosieren und verursacht weniger Verpackungsmüll, selbst wenn dieser (teilweise) biologisch abbaubar ist. Für die Gastronomie und Hotellerie geht das Teekadenz-Sortiment in Ordnung, solange kein Tee-Sommelier vor Ort ist. Ansonsten würde ich immer losen Tee bevorzugen, der auf den Gast und dessen Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Preislich scheint mir der Tee allerdings deutlich zu hoch angesiedelt. 24 Portionen des "golden rain" kosten knapp 35 Euro. Gehe ich von 2,5 Gramm Tee pro Portionsbeutel aus, lande ich bei ca. 60 Gramm. Das ist in etwa der vierfache Preis im Vergleich zu einem ebenso guten losen Tee aus einem meiner Referenz-Shops.

Geschuldet ist der hohe Preis wohl der aufwändigen Verpackung, der Handarbeit und nicht zuletzt der Zielgruppe "Spitzengastronomie". Für den anspruchsvollen Teegenießer, der achtsam mit losem Tee umgeht, lohnt sich dieser Mehrpreis meines Erachtens jedoch nicht.

Bezugsquellen




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