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Sonntag, 7. September 2014

Teekampagne Darjeeling First Flush 2014 und Tealings Teekapseln


Teekampagne Darjeeling First Flush 2014 und Tealings Grüntee-Kapseln
Teekampagne Darjeeling First Flush 2014
und Tealings Grüntee-Kapseln
Die Teekampagne Projektwerkstatt bietet neben ihrem frischen Darjeeling First Flush 2014 jetzt auch sogennante "Tealings" an. Dabei  handelt es sich um Grüntee-Kapseln, die aus entkoffeiniertem, grünem Bio-Darjeeling hergestellt werden.

Da ich First Flush Darjeelings sehr gern trinke und in wissenschaftlichen Studien den Grüntee-Extrakten immer wieder positive gesundheitliche Wirkungen zugesprochen wurden, habe ich mir beide Produkte genauer angeschaut.

Teekampagne Darjeeling First Flush 2014 Schwarztee


Bei dem von mir getesteten First Flush handelt es sich nicht um einen Gartentee, sondern um einen Blend - also eine Mischung aus unterschiedlichen Pflückungen aus verschiedenen Teegärten. Das ist kein Nachteil, da sich so ein relativ gleichbleibender Geschmack sicherstellen lässt, wenn die Mischung gut gemacht ist. Spannender sind in der Regel Gartentees, wenn man das Glück hat, eine besonders gelungene Pflückung eines Teegartens zu erwischen. Dafür ist der First Flush als Blend mit 26 Euro für ein Kilogramm günstiger im Preis. (Bei der 250-Gramm-Packung für 8 Euro liegt der Kilogrundpreis zwar bei 32 Euro, was aber immer noch ein günstiger Preis für einen guten Darjeeling First Flush ist.)

Die silberfarbene Verpackung mit dem dunkelgrünen Etikett, auf dem ein großes, goldfarbenes Darjeeling-Logo unter dem weißen Schriftzug "Teekampagne" steht, ist das Marken- und Erkennungszeichen der Teekampagne-Tees. Dazu kommt die kultige, stabile Aktenklammer, mit der die geöffnete Teetüte später wieder verschlossen werden kann. Auf der Rückseite werden auf dem Etikett die Ergebnisse der Rückstandskontrollen aufgelistet.

Teekampagne Darjeeling First Flush 2014 Etikett vorn Teekampagne Darjeeling First Flush 2014 Etikett hinten


Das trockene Blatt


Der Tee duftet frisch und zeigt ein gleichmäßig kleines Blatt mit etwas Holz. Der Tee ist insgesamt gut oxidiert, nicht so grün wie es in den vergangenen Jahren bei Darjeelings öfter vorkam und enthält einen guten Anteil hellerer Blattspitzen (Tips).

Teekampagne Darjeeling First Flush 2014
Teekampagne Darjeeling First Flush 2014

Der Geschmack


Für meinen Geschmackstest habe ich zwei gehäufte Teelöffel mit einem halben Liter kochenden Wassers übergossen und drei Minuten ziehen lassen. Das feuchte Blatt besteht aus kleinen, zerrissenen Blattteilen, die von grün bis rötlich-braun changieren. Die Tassenfarbe ist tiefgolden und klar.

Geschmacklich scheint mir die erste Tasse noch recht dünn und wässrig, was sich aber bei der zweiten und dritten Tasse bessert. Jetzt kommt das typische Darjeeling-Aroma eines First Flushs durch. Dennoch bleibt der Tee etwas kraftlos. Qualitativ ein guter Alltagstee, was aber angesichts des Preises und eines Blends auch nicht anders zu erwarten ist.

Tealings - koffeinfreie Grüntee-Teekapseln


Neben dem Kernprodukt Darjeeling-Tee hat die Projektwerkstatt jetzt ein neues Produkt für gesundheitsinteressierte Teeliebhaber auf den Markt gebracht: Tealings. Bei den sogenannten Tealings handelt es sich um Kapseln mit einem Grüntee-Extrakt, dem in einem speziellen Verfahren das Koffein (Teein) entzogen wurde. Die Projektwerkstatt beschreibt ihr Produkt wie folgt:

"Ausgangsbasis ist 100% reiner Grüner Darjeeling in streng rückstandskontrollierter und zertifizierter Bio-Qualität. Nichts sonst. Punkt. [...] Nur eine einzige Ausnahme haben wir uns gestattet: Um unsere Tealings auch für Menschen verträglich zu machen, die empfindlich auf Koffein reagieren, wird dem Tee-Extrakt in einem schonenden und biologischen Verfahren das Koffein entzogen."

Packungsgrößen und Herstellung


Die Teekapseln werden in einer silbernen Dose mit zusätzlichem Innendeckel geliefert, so dass die Kapseln auch nach dem Entfernen der äußeren Schutzfolie vor Licht und Feuchtigkeit geschützt sind. In der Dose ist eine Monatsration mit 120 Tealings enthalten. Außerdem gibt es einen wiederverschließbaren Nachfüllbeutel mit 360 Tealings (3-Monatsration).

Tealings - Kapseln mit koffeinfreiem Grüntee-Extrakt
Tealings - Kapseln mit koffeinfreiem Grüntee-Extrakt

Bei dem Verfahren, durch das dem Tee das Koffein entzogen wird, wird "biogenes Kohlendioxid" eingesetzt, das bei der Herstellung von Bio-Ethanol anfällt. Dem Konzept der Projektwerkstatt entsprechend wird dieser Prozess durch einen externen Dienstleister ausgeführt, in diesem Fall die Firma NATECO2. Details zum verwendeten Verfahren sind auf dieser Seite beschrieben.

Anschließend wird aus dem nun koffeinfreien Tee ein pulvriges Extrakt hergestellt, das dann in Kapseln gefüllt wird. Dieser Produktionsschritt wird von der Firma AnklamExtrakt durchgeführt.

Die Extraktion der Inhaltsstoffe aus den Teeblättern erfolgt mittels Bio-Ethanol. Um ein Verklumpen zu verhindern, werden als Rieselhilfe Bio-Maltodextrin und Talkum zugesetzt und dann in "Vegi-Caps" gefüllt. Details zum Herstellungsverfahren kannst auf der Tealings-Website nachlesen.

Laut den Angaben auf der Internetseite sind die Tealings auch für Veganer geeignet, also komplett ohne tierische Bestandteile. Zudem tragen die Tealings das Bio-Siegel.

Was ist drin in den Kapseln, wieviel soll man davon nehmen und was kostet das?


Leider sind die Informationen zu Inhaltsstoffen und die Verzehrempfehlungen auf der silbrig glitzernden Dose kaum zu entziffern. Darum an dieser Stelle die Informationen kurz zusammengefasst, wie sie auf der Internetseite derzeit angegeben sind:

Zutatenliste
  • entkoffeiniertes Nahrungsergänzungsmittel in pflanzlichen Kapseln
  • 120 Vegi-Caps/60,0 g
  • Zutaten: Bio-Grüntee-Extrakt, Bio-Maltodextrin, Überzugsmittel Hydroxypropylmethylcellulose, Trennmittel Talkum
  • Nährwert pro 100 g: Brennwert 1523 kJ (359 kcal) / 34,724 kJ (8,185 kcal), Fett 1,8 g (41,0 mg), davon gesättigte Fettsäuren 0,4 g (9,1 mg), Kohlenhydrate 81,3 g (1853,6 mg), davon Zucker 2,7 g (61,6 mg), Eiweiß 3,5 g (79,8 mg), Salz (berechnet als Natrium x 2,5) 0,025 g (0,6 mg)
  • Inhaltsstoffe pro 100 g: Polyphenole 22,5 g, davon EGCG 7,0 g, pro 4 Vegi-Caps (empfohlene tägliche Verzehrmenge): Polyphenole 128,3 mg, davon EGCG 40,0 mg
    Verzehrempfehlung 
    Erwachsene nehmen zweimal täglich zwei Kapseln zusammen mit einer Mahlzeit. Unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, am besten Wasser. Frei von Gluten und Laktose. Für vegane Ernährung geeignet.

    Die Dose wird derzeit zum Preis von 14,50 Euro angeboten, das Nachfüllpack mit 360 Tealings für 36 Euro. Somit kostet die einzelne Teekapsel umgerechnet 10 Cent (bezogen auf die Nachfüllpackung), was bei der obigen Verzehrempfehlung Kosten von ca. 40 Cent am Tag ergibt.

    Mein Fazit


    Stimmen die Studien, die Grüntee-Extrakten positive gesundheitliche Wirkungen zusprechen, so können sich gesundheitsbewusste Teefreunde mit den Tealings jetzt auf einfache Weise und ohne "Koffein-Kick" etwas Gutes tun. Dank der bio-zertifizierten Herstellung und dem Verzicht auf tierische Produktanteile können auch Veganer ohne Sorge zugreifen.

    Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln sollte man sich aber mit dem Hausarzt abstimmen, vor allem, wenn zeitgleich andere Medikamente eingenommen werden. Wer einfach nur einen anregenden Tee genießen möchte, bleibt beim "klassischen" Produkt: dem Blatt-Tee als Aufgussgetränk. Hier bietet der Darjeeling First Flush der Teekampagne eine gute Alltagsqualität.

    Mit den Tealings ergänzt die Teekampagne ihr Produktangebot. Dabei bleibt sie ihrem bisherigen Prinzip treu, das der "Erfinder" der Teekampage in seinem Buch "Kopf schlägt Kapital"* beschreibt. Allerdings wird damit der Grundgedanke, nämlich die Konzentration auf ein einziges Produkt, in meinen Augen wieder ein klein wenig mehr aufgeweicht.

    Bezugsquellen und Informationen


    Darjeeling-Tees der Teekampagne
    Tealings - Grüntee-Kapseln
    Prof. Dr. Günter Faltin, "Kopf schlägt Kapital"*

    Weitere Angebote und Tipps

    Grüntee-Kapseln - Angebote bei amazon.de*
    Meine Tee-Shop-Tipps

    Sonntag, 17. August 2014

    Neue Tees im Kurztest: Lebensbaum Tee-Meisterwerke

    Lebensbaum Tee Meisterwerke
    Die Ulrich Walter GmbH bringt im September in der Produktlinie "Lebensbaum" fünf neue Tees in Bioqualität auf den Markt. Unter der Bezeichnung "Tee Meisterwerke" gelangen dann folgende Tees in die Geschäfte:

    Grüner Tee aus Korea, weißer Tee aus Sri Lanka (früher: Ceylon), Matcha aus Korea, Darjeeling Second Flush aus dem Teegarten Moondakotee sowie ein Darjeeling First Flush aus dem Teegarten Happy Valley. Ich durfte die fünf Tees bereits vor der Markteinführung in Augenschein nehmen. Ab dem ersten September 2014 sind diese Tees dann auch im Bioladen, im Lebensbaum Online-Shop sowie vermutlich bei amazon erhältlich.

    Der Name Tee Meisterwerke klingt toll und schraubt die Erwartungen hoch. Drei Darjeeling-Tees hatte ich im Dezember 2012 bereits probiert. Ich war gespannt auf die neuen Angebote und habe mir die Tees darum genauer angesehen. Im Folgenden meine ersten Eindrücke.

    Verpackung und Inhalt


    Die Tees kommen in edel wirkenden, schwarz lackierten Metalldosen mit ablösbaren, farbig bedruckten Etiketten vorn und hinten. Die Deckel sind mit durchsichtigen Klebestreifen versiegelt. Auf den Dosen ist neben den Herkunftsangaben zum Tee auch das Lebensbaum-Logo und teils der Demeter-Schriftzug zu sehen. Auf der Rückseite der Dose gibt es weitere Informationen zum jeweiligen Tee sowie Zubereitungsempfehlungen.


    Die Deckel sind als Aromaschutzdeckel ausgeführt, haben oben ein geprägtes Lebensbaum-Logo und schließen die Dosen dicht ab. In den Dosen sind die Tees noch einmal in durchsichtigen, verschweißten Aromaschutzbeuteln vakuumverpackt. So bleibt das Aroma optimal erhalten bis der Tee zuhause zubereitet wird. Die auf Vorder- und Rückseite der Dose angebrachten, bedruckten Folien lassen sich leicht und rückstandsfrei ablösen, so dass die Dosen später auch für andere Tees verwendet werden können.

    Die Füllmengen variieren etwas, je nach Teesorte: Bei den beiden Darjeelings sind es 75 Gramm, beim Grüntee 80 Gramm, beim weißen Tee 50 Gramm und beim Matcha die üblichen 30 Gramm. Die unverbindlichen Preisempfehlungen: Für die Blatt-Tees 8,99 Euro, beim Matcha sind es 12,99 Euro. Umgerechnet auf Kilopreise liegen die Blatt-Tees wie folgt: die Darjeeling-Tees bei knapp 120 Euro, der Grüntee bei 112 Euro und der weiße Tee bei knapp 180 Euro. Das sind durchaus marktübliche Preise für sehr gute Bioqualitäten. Der Matcha ist im unteren Preissegment für Tees dieser Art angesiedelt.

    Die Optik der Tees


    Der weiße Tee ist großblättrig, enthielt in der mir vorliegenden Probe allerdings einige holzige Stängel, die ich bei dem veranschlagten Kilo-Grundpreis nicht erwartet hätte. Der Grüntee ist kleinblättrig, kraus und fest, der Duft leicht brotig und gefällt mir in seiner Machart gut.


    Die beiden Darjeeling-Tees haben ein schönes Blatt im Sortierungsgrad FTGFOP-1 und sind gut durchoxidiert mit einigen hellen Tips. Hier bin ich auf den Geschmack gespannt. Da ich Darjeeling-Tees von Lebensbaum bereits probiert habe, gehe ich davon aus, dass die Qualität dieser Gartentees mindestens gleichgeblieben ist.


    Der Matcha schließlich zeigt eine hellgrün-gelbliche Farbe, die auf eine eher einfache Qualität schließen lässt. Das ist allerdings bei dem angesetzten Preis nicht anders zu erwarten. Ein erster Geschmackstest mit dem puren Pulver war entsprechend - zunächst durchaus guter Matcha-Geschmack, der allerdings im Abgang eine bittere Note zeigt. Kein Vergleich zu Premium-Matcha-Produkten, die die Messlatte deutlich höher legen. Die farblichen Unterschiede verschiedener Matcha-Qualitäten kannst du dir in diesem Vergleichstest anschauen.



    Geschmacks-Schnelltest ausgewählter Tees


    Im ersten Durchgang war der koreanische Matcha dran. Mein erster Eindruck bestätigte sich hier: Eine hellgelb-grün-gräuliche Farbe in der Tasse, im Geschmack zunächst angenehm grün, dann aber schnell ins Bittere wechselnd. Für den puren Matcha-Genuss nicht zu empfehlen - aber gut als Koch-Matcha oder für Mixgetränke. Mit einem Schuss laktosefeier Milch wurde aus diesem Matcha ein angenehmer Matcha-Latte, dem allerdings das intensive Grün, die pflanzlich-milde Süße und die geschmackliche Tiefe einer Top-Qualität fehlt.

    Für den zweiten Verkostungs-Durchgang habe ich mir den Darjeeling First Flush ausgesucht. Das feuchte Blatt öffnet sich sehr schön, zeigt schönes grün-braunes Blattgut und duftet angenehm. Die Tasse ist intensiv golden mit ausgewogenem Duft, der einen winzigen Hauch Zitrusnote zeigt. Geschmacklich ist der Tee gut und hat für einen First Flush richtig Kraft. Allerdings habe ich ihn etwas zu stark dosiert und mit den empfohlenen knapp 5 Minuten Ziehzeit etwas zu viele Bitterstoffe gelöst. Bei vorsichtigerer Dosierung und einer Ziehzeit von maximal drei Minuten dürften auch Freunde zarterer First Flush Tees hier auf ihre Kosten kommen.

    Als dritten Tee habe ich den Grüntee aus Korea gewählt. Die Tassenfarbe ist leuchtend grün-gelb mit kleinen Eintrübungen. Das Blatt entfaltet sich beim ersten Aufguss, bleibt aber leicht kraus. Der Geschmack ist intensiv, grasig-frisch mit einer Note von grünen Haselnüssen. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass diese koreanischen Tees sowohl gedämpft als auch geröstet werden. Das Dämpfen hebt die frischen, das Rösten die nussigen Geschmackskomponenten hervor.

    Mein Fazit


    Der Matcha verdient für mich nicht das Siegel "Meisterwerk", sondern ist meines Erachtens eher im Bereich Koch-Matcha anzusiedeln. Der weiße Tee hatte zumindest in meiner Probe etwas zuviel "Holz" im trockenen Blatt. Die anderen Tees machen einen guten Eindruck.

    Ob die Tees den angesetzten Preis wert sind, muss jeder Teetrinker für sich entscheiden. Berücksichtigen sollte man dabei, dass hier im Kaufpreis die schöne Teedose enthalten ist, die nach dem Entfernen der ablösbar konzipierten Etiketten problemlos auch für andere Tees zur Aufbewahrung genutzt werden kann.

    Da sich Lebensbaum neben der Bio-Qualität auch den "fairen" Handel auf die Fahnen geschrieben hat, bleibt zu hoffen, dass vom angesetzten Preis auch ein gerüttelt Maß bei den Pflückerinnen im Teegarten ankommt.

    Bezugsquellen


    Die vorgestellten Tees sollen ab dem ersten September in die Läden kommen und sind derzeit noch nicht in den Online-Shops gelistet. Fragt in eurem örtlichen Bioladen nach, wann die Tees dort erhältlich sind. Alternativ schaut euch Anfang September in den Online-Shops um:

    Samstag, 26. Juli 2014

    Japanische Teeprodukte aus dem Tee-Shop Koyamaen

    Gyokuro Chitose no Homare
    Im Tee-Shop "Marukyu-Koyamaen" oder kurz Koyamaen habe ich vor kurzem Matcha-Seife, spülmaschinenfeste japanische Seitengriffkännchen und hochpreisigen Gyokuro entdeckt. Der Firmensitz des Betreibers liegt laut Impressum in der Schweiz, es gibt aber auch eine deutsche Kontaktadresse in Stuttgart. Da war ich natürlich neugierig. Das Paket mit der Ware ist bereits eingetroffen, so dass ich meinen Wissens- und Teedurst jetzt stillen kann.

    Der Standard-Versand in Deutschland und der Schweiz erfolgt ohne Sendungsverfolgung via Deutsche Post und ist ab 50 Euro versandkostenfrei. Alternativ wird auch die Lieferung per DHL für 4,50 Euro angeboten; in diesem Fall  inklusive Trackingcode und ab 100 Euro versandkostenfrei. Die Ware kann per Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Bankeinzug oder Vorkasse bezahlt werden. Als Lieferzeit für die sofort lieferbaren Waren nennt der Shop zwei bis drei Werktage.

    Die Produkte und mein Eindruck


    Meine Lieferung kam gut verpackt und exakt am dritten Werktag per DHL an. In meinem Paket waren die folgenden Teeprodukte:

    Produkt 1: Gyokuro Chitose no Homare


    Gyokuro ist ein japanischer Schattentee mit leicht pflanzlich-süßlichem Geschmack. Die Plantage Marukyu-Koyamaen, von der dieser Tee stammt, stellt 9 verschiedene Qualitätsstufen des Gyokuro her. Die Gyokuro-Sorte Chitose no Homare entspricht der Qualitätsstufe 9 und ist mit über 100 Euro für 40 Gramm sogar teurer als die meisten Matcha-Sorten. Der Tee erreichte mich als 50-Gramm-Paket in einer versiegelten Aromaschutz-Tüte. - Ich war gespannt, ob sich dieser Preis auch im Geschmack niederschlägt.


    Der Tee zeigt ein sehr gleichmäßiges, sehr dunkles, nadeliges Blatt und verströmt einen angenehmen Duft, ganz so, wie ich es mir von einem Schattentee wünsche. Die trockenen Blattnadeln sind hart und knackig. Diese mit einem Löffel aus der Packung zu bekommen, um sie zu portionieren, braucht mehrere Anläufe.

    Den ersten Aufguss habe ich mit 50 Grad Celsius warmem Wasser und 90 Sekunden Ziehzeit zubereitet. Den zweiten ebenfalls mit ca. 50 Grad und 30 Sekunden, den dritten Aufguss mit ca. 60 Grad und 15 Sekunden, wie im Shop empfohlen. Die Teeblätter scheinen aber auch dann noch genügend Kraft zu haben, um daraus weitere Aufgüsse machen zu können.

    Gyokuro - erster Aufguss

    Gyokuro - nach dem ersten Aufguss

    Gyokuro - nach dem dritten Aufguss


    Das feuchte Blatt zeigt direkt im ersten Aufguss ein intensives Hellgrün und junge Blätter, Knospen und weiche Blattrispen- und stängel. Die Teeblätter sind jetzt so weich, dass sie sich wie Gemüse essen lassen, wenn man das möchte.

    Das Ergebnis der einzelnen Aufgüsse ist jeweils eine sehr helle, schwach gelblich-grüne Tasse, die mit einem runden, ausgewogenen, milden Geschmack überzeugt. Keine Bitterkeit, eine angenehm "grüne" Note, die an Erbsen und frisches Gras erinnert.


    Die helle Tasse im ersten Aufguss.

    Ein schöner Tee, der allerdings auch einen stolzen Preis hat!

    Produkt 2: Spülmaschinenfestes Seitengriffkännchen (Kyusu)


    Passend zum Tee gibt es ein spülmaschinenfestes japanisches Seitengriffkännchen (yokode kyūsu), das 180 Milliliter fasst und für 37,50 Euro angeboten wird.


    Mit den vielen kleinen Vertiefungen im Kannenkörper erinnert es mich ein wenig an eine Bienenwabe. Vor der Ausguss-Tülle ist im Inneren der Kyusu ein Metallsieb fest angebracht. Durch den geschlossenen Glasurbrand soll das Kännchen besonders robust und auch für die Spülmaschine geeignet sein.

    Fehlerhafte Stellen
    im  Glasurbrand.
    Bei meinem Exemplar sind dort, wo der Deckelrand auf dem Kännchen liegt, etliche matte, dunklere Stellen zu sehen, die in den Shop-Fotos so nicht zu erkennen sind. Zunächst dachte ich, dass sich hier Staub abgesetzt hätte. Aber da diese Stellen auch nach dem gründlichen Reinigen des Kännchens blieben, vermute ich, dass hier entweder die Glasur nicht komplett aufgetragen wurde oder beim Brennen des Kännchens etwas schiefgegangen ist. Auch im Kannenboden entdeckte ich kleine Toneinschlüsse, die zwar den Gebrauchswert nicht schmälern, aber auf eine nicht optimale Verarbeitung hindeuten.

    Beim Zubereiten des Gyokuro schenkte die Kanne nicht ganz tropffrei aus. Einige Male rann ein einzelner Tropfen von der Tülle am Kannenkörper herunter. Unproblematisch, aber auch das in meinen Augen ein Zeichen für eine nicht ganz perfekte Verarbeitung der Kyusu.

    Eine Anfrage beim Shopbetreiber zu den entdeckten Mängeln läuft - ich warte noch auf Antwort.

    Produkt 3: Seife aus Matcha und Olivenöl


    Dass Tee, gerade Grüntee, gut für die Haut sein soll und gerne in Kosmetika verwendet wird, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Neu war mir aber die Variante einer Seife, die hauptsächlich aus sehr fein pulversisierten Grünteeblättern (Matcha) und Olivenöl besteht. Laut Produktbeschreibung besteht die Seife aus: Matcha, Olivenöl, Wasser und Natriumchlorid. Das gelieferte Seifenstück wiegt laut meiner Waage 85 Gramm - im Shop und auf der Verpackung habe ich keine Gewichtsangabe gefunden. Verpackt ist sie in einem kleinen Karton mit japanischen Schriftzeichen, in dem die Seife dann nochmals in einem versiegelten Papierbeutel steckt, der sie vor Feuchtigkeit schützt.

    Die Seife kostet 16 Euro je Stück. Ein stolzer Preis für ein vergleichsweise kleines Stück Seife - aber manch kleines Cremetöpfchen im Kosmetiksalon ist deutlich teurer. Was also bietet diese Seife?


    Die Seife soll für jeden Hauttyp geeignet sein, außer für sehr fettige Haut. Sie sollte nicht direkt unter fließendem Wasser verwendet werden, sondern lieber nur in den feuchten Händen gerieben und dann sanft in die Haut einmassiert werden. Empfohlen wird sie speziell "für Gesicht und Hände".

    Das Seifenstück sieht braun aus, was dafür spricht, dass das Grünteepulver vor oder während der Verarbeitung oxidiert ist. Ob die Seife wie beschrieben "freie Radikale" abwehrt, also die Antioxidantien des Grünteepulvers auch bei äußerlicher Anwendung krebshemmende Wirkung entfalten können, das wage ich anzuzweifeln. Neugierig auf das Wascherlebnis war ich trotzdem. Denn die Seife scheint mir eher auf eine pflegende als eine reinigende Wirkung abzuzielen.

    Die Seife im kurzen Praxis-Test


    Die Seife riecht recht neutral, auch nach dem "Einseifen" in den feuchten Händen. Wer Kernseife kennt, wird Duft und "Waschgefühl" wiedererkennen. Beim Einreiben in die feuchten Hände entsteht hier und da ein feiner Schaum und ein ölig-cremiges Hautgefühl. Die Seife scheint recht ergiebig zu sein.

    Nach einer knappen Minute des "Cremens" ändert sich dieses ölige Gefühl plötzlich: Die Hände fühlen sich stumpf und klebrig an. Auch das Abspülen unter fließendem Wasser bringt nur kurzzeitig wieder das leicht ölige Empfinden. Für mich ein unangenehmes Gefühl, das keinen pflegenden Eindruck hinterlässt.

    So habe ich dann doch wieder zu normaler Seife gegriffen, um dieses Gefühl loszuwerden. Vielleicht bin ich da zu ungeduldig, aber mir hat dieser Effekt nicht gefallen.

    Zugegebenermaßen fühlt sich die Haut eine Weile nach dem Waschen ein wenig so an, als habe man Olivenöl einmassiert. Da greife ich dann aber lieber zu einer guten Flasche Olivenöl und massiere ein paar Tropfen direkt in die Haut ein, um sie zu pflegen. Vom in die Seife eingearbeiteten Grüntee sehe, rieche und spüre ich persönlich nichts. Auch hier würde ich zur Hautpflege lieber zum feuchten Blatt greifen, das sowieso nach dem Trinken übrig bleibt.

    Mein Fazit


    Die Abwicklung der Bestellung und Lieferung erfolgte problemlos und im zugesagten Zeitfenster. Die Verpackung war gut, die Ware erreichte mich unbeschädigt, im Fall des Kännchens aber nicht mängelfrei. Der Gyokuro ist von sehr guter Qualität, aber auch sehr hochpreisig. In meinen Augen gibt es durchaus vergleichbare Qualitäten zu niedrigeren Preisen. Aber das ist eben eine persönliche Geschmacksfrage.

    Die Matcha-Seife halte ich für eine Fehlinvestition. Da greife ich lieber zu Grüntee, Matcha und Olivenöl pur und pflege meine Haut auf andere Weise. Das so gesparte Geld investiere ich dann lieber in guten Tee.

    Bezugsmöglichkeit für die oben vorgestellten Produkte

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